Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder
Ich habe die Woche Krankenhaus jetzt hinter mir ... und bin am Überlegen, obs wirklich was gebracht hat
Die Klinik war übrigens nicht schlecht, der Arzt war aufgeschlossen, sehr nett, gründlich bei der Untersuchung und er hat mir meine Schmerzen geglaubt ... das hat mich am 1. Tag schonmal positiv eingestimmt. Montag bis Donnerstag vergingen dann mit Untersuchungen ... vom großen Blutbild bis zum Lungenfunktionstest wurde alles gemacht ... inklusive Röntgenbilder und Ultraschall von Händen und Füssen, weil die immer anschwellen und wehtun.
Röntgen und Ultraschall war wie immer ohne Befund
Das große Blutbild war auch "bilderbuchmässig" und beim Lungenfunktionstest wollte mir die Laborantin nichtmal glauben, dass ich rauche, weil der Test so gut ausfiel ... hmmm, soll mich das jetzt freuen, dass ich so "gesund" bin und doch soviele Schmerzen habe?
Anwendungen gabs in der Klinik auch ... Lockerungsmassagen für die Wirbelsäule, Moorpackungen, Schlingenkäfig und Bewegungsbäder (die ich allerdings nicht machen konnte, weil ich meine Tage bekommen habe *grummel*

) ... nach jeder Anwendung brauchte ich erstmal eine Ibuprofen Tablette, weil ich heftigste Schmerzen hatte ...
Aber der Höhepunkt meiner Krankenhauserfahrungen war mal wieder eine Kernspinuntersuchung ... und das bei meiner Klaustrophobie ... na toll ...
aber diesmal wars etwas besser ... ich bekam einen Kopfhörer mit Musik und eine Brille, die vortäuschte man läge ganz vorne am Rand der Röhre, machten es erträglich ... und weils so schön war, musste ich nach 20 Minuten nochmal durch den Kernspin ... weil die ersten Bilder nichts geworden sind ... d.h. im Klartext 2 mal 30 Minuten in der Röhre ... und was kam raus? Gar nix ... man sieht in den Ileosacralgelenken im Kernspin gar nix ... *seeeuuuuuufz* ... man sieht nur im Szinitgramm eine Sacroiliitis ... sonst nirgends ... und was man im Szinti sieht ist für die Diagnose nicht erheblich (sagte der Arzt) ... es käme nur drauf an, was man im Kernspin sieht
Auf alle Fälle habe ich jetzt eine Diagnose:
1. Statisch-myalgisches Wirbelsäulen-Syndrom
- rezid., belastungsabhängige Lumboischialgien bds. ab 09/03
- DD entzündlicher Rückenschmerz: HLA B27 negativ,
Dreiphasenskelettszintigraphie vom 22.01.04:
Mehrbelegung über bd. ISG, Spondylarthrose BWK 12 und LWK 3
- Kernspintomographisch keine Zeichen einer Sakroileitis
- Aktuell: Symptomatische Therapie
2. Anamnestisch Psoriasis vulgaris
Ausserdem hat der Doc bei der Untersuchung festgestellt, dass meine Wirbelsäule verkrümmt ist (vor 5 Jahren bei der Eignungsuntersuchung zur Altenpflegeumschulung war noch keine Verkrümmung vorhanden). Und bei der Besprechung der Diagnose meinte der Arzt: "Vorerst können Sie das Gespenst Bechterew zur Seite schieben. Momentan ist es kein aktiver Bechterew." Ausserdem meinte der Doc, meine Arbeit als Altenpflegerin kann ich nicht mehr ausüben *seufz*
Als Therapie habe ich eine Tablette Ibu 300 bei Bedarf, Massagen, KG und Wärmeanwendungen.
Ich weiß nicht, ob ich damit zufrieden sein soll, habe aber inzwischen nicht mehr die Kraft, weiterzukämpfen. Vorerst brauche ich etwas Ruhe, um wieder zu mir zu finden ... und wieder anzufangen zu leben und nicht nur mit Ärzten zu kämpfen ... ich werde sehen, ob ich mit dieser Therapie zurechtkomme ... und ob sich irgendwas ändert an meinem "Gesundheitszustand" ... ausserdem habe ich mir vorgenommen, regelmässig meine Blutwerte auf Entzündungszeichen kontrollieren zu lassen (für alle Fälle ... man weiß ja nie ... ich hab immer noch die Sacroileitis die im Szintigramm diagnostiziert wurde im Hinterkopf)
Bis demnächst im Chat
Eleyne