Ach liebe @Frau Meier, ob konstruiert oder nicht - wenn ich dies nicht selbst miterlebt hätte, dann würde ich diesen Ansatz nicht hier posten.
Und wenn es um "typisch" geht, dann ist dies das Problem in der Medizin! Solange der Beginn oder Verlauf einer Erkrankung typisch ist, um nicht zu sagen bilderbuchmäßig, dann gibt es in der Medizin keine Probleme. Sobald jedoch etwas abweicht geht das rumeiern los. Seltene Nebenwirkungen oder Fakten die einfach außer acht gelassen werden, wird meist von der Gesamtbetrachtung ausgeschlossen oder wenn der Patient es sagt, einfach vom Doc abgewinkt.
Glücklicher Weise gibt es auch noch offene Ärzte die in alle Richtungen schaun, so wie mein Nephrologe der immer wieder im Labor nach seltenen Erkrankungen sucht. Er meinte mal zu mir :"Auch wenn es seltene Erkrankungen sind, gibt es sie doch. Und auch im Labor passieren Fehler oder verfälschte Meßergebnisse, darum bedeutet es immer wieder danach zu schaun." Sicher macht er dieses "große" Labor nicht jedes Mal, doch einmal im Jahr führt er es dennoch durch. Und wer sich etwas mit der Praxisabrechnung auskennt oder sich damit beschäftigt hat/musste, kennt sicher auch das Laborbudget(Wirtschaftlichkeitsbonus etc.) dem ein Arzt unterliegt gegenüber der KV. Von daher wird und macht es der Nephrologe sicher nicht aus Eigeninteresse oder "Laborfreude".
Und wie insbesondere Borellien auf sich aufmerksam machen, da ist das Nervensystem nur ein typisches Merkmal. Da sich auch im Lymphsystem das Problem Borelliose bemerkbar macht(Lymphödeme) und auf der anderen Seite der Körper sich gegen die "Eindringlinge" wehrt kommt es zu oft starken Überlastungen im Lymphsystem. Und damit kommen die Tonsillen wieder mit ins Boot, die ja bekanntlich ebenfalls zu diesem System gehören.
Wer sich intensiv mit dem Thema Lymphsystem beschäftigen oder informieren möchte dem sei u.a. der Webauftritt der Deutschen Gefäß-Liga
http://www.deutsche-gefaessliga.de/index.html genannt, welche sehr schön dieses Thema mit beschreiben. Auch verursachen Borellien oft Hautauschläge die nicht typisch zuordenbar sind und werden in Folge als Pilzerkrankung diagnostiziert.
Ob man Mandeln entfernen muss, sollte oder besser nicht -darüber wird bis heute gestritten. Prof. Hosemann von der Uni Greifswald(HNO-Klinik) misst diesen eine wichtige Rolle bei. So sagte er, daß alles an den Tonsillen vorbei muss. Essen, Trinken oder Luft mit all den darin enthaltenen Erregern, die wiederum von den Mandeln erkannt werden und so das Immunsystem mit programmieren. So wird in Folge gleich erkannt, daß schädliche Stoffe in den Körper eindringen. Andererseits wird empfohlen die Mandeln entfernen zu lassen, weil die Milz und andere Organe nach dem 5ten Lebensjahr die Immunabwehr übernommen haben.
Mit meinem Posting wollte ich grundsätzlich klar und deutlich sagen, dass man nicht voreilig die Tonsillen entfernen lassen sollte. Denn ist eine andere Erkrankung(wie gesagt eine Allergie in meinem Beispiel), verlagert sich die chron. Entzündung nur weiter hinunter(Seitenstrangangina).
Letztlich muss es jeder mit sich selbst ausmachen, ob er diesen Schritt macht oder nicht. Auch sind gewisse Erkrankungen wie bei @aorta eine ganz ander Liga in der man denken muss. Am Ende bleibt es ein Eingriff und ist nicht mehr rückgängig zu machen. Und ganz ungefährlich ist dies ebenso nicht ganz(Nachblutungen etc.).
LG
Waldi