CP Spätfolgen??
Ich glaube nicht, daß es nur die Fälle sind, die nicht medikamentös behandelt werden. Es gibt viel zu viele Fälle, bei denen die Medikamente aus unterschiedlichen Gründen dauernd gewechselt werden müssen oder bei denen die Erkrankung trotz der Medis nicht gestoppt werden kann. Wenn diese Aufstellung stimmt, gehöre ich zu einer Minderheit. Denn trotz der 7 Jahre, die ich jetzt hinter mir habe, sind keine Knochenschädigungen außer einer Winkelbeschränkung eines Handgelenks zu vermelden. Aber Remissionen sind ja anscheinend auch nicht so häufig.
Hallo Ihr alle,
kann die Antwort von Tennismieze nur bestätigen. CP wurde bei mir festgestellt im Juli 2001, also vor 8 Jahren. Hatte aber schon häufiger Schwellungen an den Gelenken. Beim 1. Rheumatologen wurde zwar ein Rheumafaktor - 786 - festgestellt, aber .... was bekam ich zu hören: Es könne sich um CP handelt, das sei aber noch nicht "behandlungswürdig", was auch immer das heißen mag.
Das einzige, was ich verordnet bekam war: Diclofenac und ... Vitamin E Tabletten, die ich dann kaufen konnte/durfte bei seiner Ehefrau, weil das gut sei und nicht verschrieben werden dürfte. Hab ich brav gemacht und Diclofenac in steigender Dosierung geschluckt. Das habe ich mir monatelang angesehen und habe dann den Rheumatologen (Orthopäde mit Rheumatologie) gewechselt.
Der hat sofort eingegriffen, bekam als erste Sofort-Maßnahme Cortison (Prednison) hochdosiert (100mg). Bereits am nächsten (!!!) Tag kam ich wieder besser aus dem Bett, konnte meine Arme wieder heben usw. Beim nächsten Besuch, nachdem die neuen Blutwerte vorlagen - RF war inzwischen auf über 1000 gestiegen, bekam ich ARAVA 20mg verordnet. Das Cortison wurde in immer kleinerer Stärke bis zum gänzlichen "Ausschleichen" nach etwa 6 - 8 Wochen notwendig. ARAVA half auch ziemlich schnell, nicht erst nach 5-6 Monaten.
Dann war ich zum Heilfasten (Kostenübernahme durch KK) in der Abteilung für Naturheilkunde in der Blankenstein-Klinik in Hattingen. Da war der RF nicht vorhanden. Hat sich danach auf um die 300 eingependelt. War noch 2mal zum Heilfasten in Abständung von 2 - 3 Jahren (wenn ihr mehr wissen wollt, kann ich Euch davon berichten). Esse seitdem wenig Fleisch, viel Gemüse, bestimmte Speiseöle etc.
Zur Zeit ist der Rheumafaktor auf 146 oder 186 runtergegangen, hab kaum noch Schübe (oder sehr schwach). Die letzten Blutwerte waren sehr gut, mein Internist ist sehr zufrieden damit.
Gelenkschädigung ist nur ein wenig im Mittelgelenk des re Mittelfinger zu sehen, sonst nichts........!!!!!!!!

Aber alles voll beweglich, wenig Beschwerden.
Ist das jetzt eine Remission oder nicht?? Vielleicht nicht ganz vollständig, weil vielleicht doch nicht so rechtzeitig, aber immerhin....
Habe wieder einen anderen Rheumaarzt (Internist mit Rheumaausbildung), der hat für mich eine RSO (siehe rheuma-online-Startseite) angeregt.
Wurde am re. Mittel-/Zeigefinger und li Zeigefinger gemacht. Sieht gut aus, Endkontrolle folgt im Juni.
Außerdem fahre ich nach Bad Gastein in den Radon-Heilstollen (KK hat 3 Wochen genehmigt), da wir der Rest geheilt. Punkt...
Also, was kann man daraus lernen, Leute, nicht aufgeben, nachbohren, anderen Arzt, Klinik oder dgl. suchen und Optimismus haben, sich keine X für ein U weismachen lassen!!! Und "rheuma-online" konsultieren, das macht Ihr ja schon.

Lg Rangeromi