Wurden denn noch andere Blutwerte außer Rheumawerte bei dir untersucht? Wie schaut es mit Epstein-Barr-Virus aus, hattest du Corona? Eventuell noch andere Virale Erkrankungen? Wurde bei mir auch alles überprüft. Ich hatte eine EBV Reaktivierung.
Liebe Grüße, Daniel
Hallo Daniel,
ausser den Rheumawerten wurde Vitamin B12, Eisen und Folsäure überprüft, u. a. wegen meinem Zungenbrennen, und eben die Standardwerte.
In Richtung Viren und EBV wurde nichts überprüft. Findet bezüglich deiner EBV Reaktivierung denn eine weitere Behandlung statt oder kann man da nichts machen? Corona hatte ich bis jetzt noch nicht.
Du hast Recht, dass man hartnäckig sein muss. Daß kostet zusätzlich enorm viel Kraft, wenn es einem schlecht geht. Und als medizinischer Laie ist es nicht möglich den Überblick zu haben, was an Untersuchungen nötig wäre.
Ich hatte bis jetzt auch den Eindruck mit der Problematik ziemlich allein gelassen zu werden. An Untersuchungen ist meinem Gefühl nach nicht viel gelaufen. Die mir empfohlene symptomatische Behandlung verhilft mir leider nicht zu einem akzeptablen Zustand.
Ich hatte heute ein längeres Gespräch mit meinem Arzt. Ich habe ihm gesagt, dass ich es nicht mehr aushalte und ich mich gerne stationär einweisen lassen möchte. Entweder in die Rheumatologie oder im HNO-Bereich. In der Hoffnung, dass eine umfassende Diagnostik erfolgt und hoffentlich der Grund für die Beschwerden und eine Behandlungsmöglichkeit gefunden wird. Laut meinem Arzt ist eine stationäre Aufnahme aber wohl nicht möglich, mit Mundtrockenheit würde man wieder nach Hause geschickt werden. Ja, hört sich harmlos an und ein bisschen Mundtrockenheit ist es auch, aber nicht, wenn einem fast der komplette Speichel weg bleibt, die Nase auch vertrocknet und man deswegen über Monate fast keinen Schlaf mehr findet. Auch das Essen wird schwieriger. Mit der Trockenheit der Augen komme ich noch am besten zurecht. Ich bin innerhalb weniger Wochen in einem absoluten Alptraum gelandet.
Mein Arzt möchte sich nun mit dem Rheumatologen besprechen und mich nochmal ambulant bei einem anderen HNO Arzt vorstellen. Ich bin skeptisch, ob das den Durchbruch bringt aber vielleicht gibt es den ja auch nicht. Ein Besuch beim Endokrinologen ist jetzt auch noch geplant.
Da das ganze mit der Einnahme von Antidepressiva begann, äußerte der Arzt heute die Vermutung, dass eine Intoxitation mit Schädigung der Nervenenden, die für den Speichel zuständig sind, vorliegt. Und das irreversibel, da es schon so lange geht. Das lässt mich natürlich noch mehr verzweifeln. Ich weiss nicht, wie es weiter gehen soll...
Liebe Grüße