Muckel
Das Muckelchen
Aber habt ihr mal überlegt das bei vielen Fibro nur eine Begleiterscheinung ist und das sobald das Wort mit auftaucht man schon automatisch mehr Wartezeit mehr hat als würde man es nicht erwähnen.
Das ist zumindest in Sendenhorst NICHT so. Ich habe nie einen späteren Termin wegen der sek. Fibro bekommen, nur immer so schnell, wie es von den Entzündungen her nötig war!
Auch Fibropatienten können und haben teilweise entzündliche Schübe. Die aber imho sogar viel gefährlicher sein können, weil der Fibropatient eben diesen Grundschmerz eh schon hat.
Was meinst Du damit? Die Fibro an sich ist auf keinen Fall entzündlich! Und wenn Fibropatienten dennoch entzündliches Rheuma bekommen sollten oder andere Entzündungen, warum sollte das dann schlimmer sein?
Im Umkehrschluss wäre dann einer mit entzündlich rheumatischer Erkrankung mit einer sek. Fibro dann auch automatisch gefährlicher krank als bei einem ohne Fibro, oder?!
Bei einer Gelenkentzündung ist jeder gleich gefährdet/gleich krank, egal, welche Diagnose er urprünglich hat.
Allerdings muss man schon sagen, dass durch das unterdrückte Immunsystem bei einigen Basistherapeutika "normale" Infektionen schon ein Ausmaß annehmen können, dass es wirklich gefährlich wird. Und das Problem haben Fibros nicht! Und da sie auch kein Cortison nehmen, werden ihre Knochen nicht so leicht brechen, sie nicht so leicht einen Diabetes bekommen....
Und selbst wenn Fibromyalgie die Primärerkrankung geworden sein sollte es gibt meist eine Krankheit die es verursacht hat und die ist ja nicht weg..
Das stimmt nicht!!! Eine primäre Fibro heißt nicht, dass diese Krankheit zur Zeit im Vordergrund steht, sondern dass sie NICHT durch eine andere Krankheit verursacht wurde.
Hier bei Ro heißt es dazu:
Deshalb hat man in der Vergangenheit zwischen einem „primären“ Fibromyalgie-Syndrom ohne zugrundeliegende andere Ursache oder Grunderkrankung und „sekundären“ Fibromyalgie-Syndromen in der Folge anderer Störungen und Erkrankungen unterschieden.
Und wenn ich dann lese, ja ja das ist medizinisch begründet. Mag auf einige Fälle zutreffen, aber es ist Fakt das die KK eher und mehr für einen "normalen" Rheumakranken zahlen als für einen Fibro-Patienten.
Warum sonst benötigt man z.B. als Fibro Patient wesentlich öfter einen Kostenübernahmezusage als fast jeder anderer Kranker wenn es nicht (auch) ums Geld geht.
Klar geht es darum, weil die KKs davon ausgehen, dass bei entzündlichem Rheuma ein stationärer Aufenthalt häufiger nötig und dringender ist und nicht so leicht ambulant zu behandeln ist.
Allerdings möchte ich auch nochmal betonen, dass ich NICHT finde, dass Fibros weniger leiden als andere. Weswegen man Schmerzen hat, ist eigentlich egal - Arthritis, Arthrose, Fibro - nur ich bleibe dabei, dass Fibro weniger zu schwerwiegende körperlichen Schäden führt als eine entzündlich rheumatischer Erkrankung!
Ich kann euren Unmut verstehen, dass ihr euch nicht richtig beachtet fühlt. Doch es war bisher immer so, dass es einige Zeit gedauert hat, bis auf "neuere" Entwicklungen eingegangen wird. Vor 10 Jahren, als bei mir das Rheuma anfing, waren für viele rheumatische Erkrankungen kaum Medikamente zugelassen, heute hat sich das zum Glück geändert.
Die Forschung geht immer weiter und auch bei Fibro tut sich einiges, wie z.B. die Formulierung von Leitlinien.
Uwahhh,die Fibromyalgie ist los!!!