Hey Rinali,
ich kann Kukanas Rat nur sehr unterstützen - kläre mit deinem Arzt unbedingt eine Umstellung der Therapie.
Mir ging es vor 2 Jahren genauso - ich konnte trotz MTX und Cortison (und 2 anderen Basismedikamenten) meine Hände kaum noch gebrauchen, keinen Stift mehr halten (ich muss viel mit der Hand schreiben), kein Brot mehr schmieren... Ich fragte mich auch, wie das alles weiter gehen soll.
Dann bekam ich Enbrel und innerhalb weniger Wochen war meine Handfunktion fast so wieder wie früher. Zwischendurch flammen die Probleme wieder auf (insbesondere wenn ich wie jetzt aktuell wegen eines Infekts mit Enbrel pausieren muss) - aber ich habe mich seither nicht mehr fragen müssen, ob ich meinen Beruf weiter ausüben kann (oder zumindest sehr selten).
Eine passende Therapie, die im Idealfall zu einer Remission führt, ist sicher erstmal angesagt - alles weitere sieht man später.
Wenn dein Rheumatologe da nicht aktiv wird, solltest du über eine Zweitmeinung nachdenken...
So schwer das manchmal fällt - aber du musst leider selber viel kämpfen, um etwas zu erreichen (hast du sicher schon gemerkt).
Gerade in deinem Beruf merkst du ja sicher, wie lange es oft bei Menschen bis zur passenden Therapie dauert...
Gäbe es aktuell die Möglichkeit vielleicht mehr im Trainingsraum zu arbeiten? In manchen Einrichtungen kann man das ja etwas steuern...
Ich habe länger gezögert, meinen Chef über die Tragweite meiner Probleme zu informieren - aber nachdem ich das dann getan hatte, wurden viele Dinge leichter.
Allerdings bin ich auch in einem völlig anderen Arbeitsfeld und eine Kündigung wäre sehr unwahrscheinlich (weil man mich nicht so leicht ersetzen kann - da müsste man länger suchen...).
Du schreibst allerdings ja, dass du Angst um deinen Job hast - da ist Offenheit sicher nur begrenzt angesagt. Andererseits wird ihm das irgendwann sowieso auffallen...
Hat dein Doc dir Notfallmedikamente gegeben? So ein Schub kann ja schon auch durch NSAR erleichtert werden... bis die Basistherapie passend eingestellt ist.
Mir hat in schlimmen Phasen oft der Schmerztherapeut viel besser geholfen - vielleicht wäre das auch noch eine Möglichkeit.
Bekommst du Ergotherapie? Die hat mir sehr geholfen, um die Belastungen zu reduzieren und den Anfängen zu wehren (z.B. mit kaltem Raps...).
Ich drücke megafeste die Daumen, dass es dir bald gesundheitlich besser geht und dass du beruflich einen guten Weg findest, die Belastung etwas zu reduzieren.
Liebe Grüße von anurju
