Sport und Rheuma
Sport und Rheuma
Dr.O.Schulz / Med Klink II Köln
Sport allgemein betrachtet ist bereits für gesunde Menschen geeignet den Bewegungsmechanismus positiv zu beeinflussen . Als Präventivmaßnahme und zur Primären Prophylaxe gerade für chronisch Erkrankte aber ein preiswertes Mittel die Erkrankung erträglicher zu machen.
Bewegung hält die Gelenke in Schwung, verbessert die Leistungsfähigkeit und verringert das Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen. Letztes ist besonders für die Patienten einer rheumatischen Erkrankung wichtig zu wissen, da sie ein erhöhtes Risiko tragen für eine kardiovaskuläre Erkrankung. Sport trägt sogar zu einer höheren Lebenserwartung bei. Dazu aktiviert Sport neuronale Funktionskreise und hat postiven Einfluß auf die Psyche, besonders bei Depressionen und erhöht die Lernfähigkeit. Ebenso wird die Lesitungsfähigkeit gesteigert, die Organe funktioneiren besser und Entzündungen werden gemindert.
Bei der Gymnastik werden Muskeln und Sehnen behutsam aufgewärmt und gedehnt. Dies trägt mit bei zu einer Kräftigung, sadaß auch Mobilität und Fexibilität gesteigert werden.
Walking dagegen steigert die Herzfrequenz und ist auch für ältere Mitmenschen gut geeignet, da es einfach zu machen ist. Die Leistungsfähigkeit steigert es nur in geringem Umfang. Beim Walking kann man langsam mit wenigen Minuten am Tag anfangen und dies dann steigern. Als Variation dazu gibt es das Nordic Walking. Es ist ein bisschen schonender für die Gelenke, da man Stöcke dazu benutzt. Damit ist man auch auf unebenem Glände trittsicherer. Dazu ist der Kalorienverbaruch höher als beim einfachen Walking.
Schwimmen ist leider nur bedingt empfehlenswert, da besonders beim Brustschwimmen Hals – und Nackenmuskeln überansprucht werden. Eher wäre Kraulen oder Rückenschwimmen geeignet. Auquagymnastik dagegen hat für den Körper eine geringe Belastung, bietet durch den Widerstand des Wassers ein richtiges Ganzkörpertraining. Herz und Atmung werden positiv beeinflußt und sowohl der Beuge- als auch der Streckapparat gleichmässig belastet.
Für die Ausdauer ist auch Radfahren gut, mit einer kleinen Übersetzung zum Fahren geht dies sogar bei einer Arthrose der Kniegelenke noch.
Auch Laufen ist ein Ausdauersport, aber für den Rheumatiker weniger geeignet, da es eine hohe Belastung ergibt für die Gelenke. Der hohe Energieverbrauch reizt aber schon so manchen, der begleitend zu einer Diät laufen möchte. Mit dem richtigen Schuhwerk und kürzeren Strecken sollte das als Training in Ordnung sein.
Krafttraining , am besten unter ärztlicher Aufsicht kann den Muskelaufbau fördern. Leider aber bei Nachlässigkeit auch den Abbau der Muskeln. Da gerade Rheumapatienten nicht in der Lage sind vorherzusehen wie es ihnen geht und ob man wirklich regelmässig trainieren kann, sollte man sich dies genau überlegen. Die Belastung sollte man nur langsam steigern und eventuell zusätzlich daheim ein paar Übungen machen, z.B. mit einem Theraband oder leichte Gymnastik.
Eine sehr gute Sportart ist das Tai Chi. Es fördert die Koordination und ist für Rheumapatienten geeignet. Aber auch neurologische und psychosomatische Erkrankungen profitieren von diesem Sport. Er beeinflußt postiv Herz und Kreislauf, sorgt dazu für eine angnehme Entspannung durch die langsamen gleitenden Bewegungen.
Gleichmässige Abläufe, keine einseitige Belastung und keine grossen Impulse wie beim Tennis oder Golf, dies ist für Rheumatiker angebracht. Sollte man 1 Stunde nach dem Sport jedoch Schmerzen oder Schwellungen bemerken, dann bitte eine Pause einlegen oder auch den Arzt um Rat fragen, denn eine schleichende Verschlechterung durch den Sport sollte vermeiden werden. Letztendlich muß aber jeder Patient für sich ganz individuell entscheiden, welche Sportart er ausüben möchte und kann.