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Rheuma Patiententag Köln

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kukana, 9. November 2005.

  1. kukana

    kukana Moderatorin

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    Am 3. Dezember 2005 findet in der Uniklinik Köln der 2. Kölner Rhuema-Patiententag statt.

    Unter Mitwirkung von
    PD Dr.A. Rubbert
    Dr.O. Schulze
    Dr.B.Missler-Karger
    Dr. A.Teipelt
    Dr.E. Wilden

    Wer im Kölner Grossraum nicht am Düsseldorfer Workshop teilnehmen konnte, kann auch hier einige gute Informationen erfahren.

    Themen : Ernährung, Sport, Schmerztherapie, Laborwerte.
    Dazu gibt es noch ab ca. 11:45 zwei Workshops.

    Siehe auch Anlage.

    Gruss Kuki
     

    Anhänge:

    #1 9. November 2005
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2006
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    mal hochschieben. vielleicht hat ja doch noch einer lust da mitzukommen.


    gruss kuki
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi,
    die organisatoren sind ja ärzte und sponsoren, die ihre freizeit schon *opfern*. das wird sicher schwierig das auf einen samstag nachmittag zu legen oder gar einen sonntag. manchmal gibts aber wochentags abends veranstaltungen. wir müssten mal gucken, ob wir diese termine ausfindig machen und nutzen.

    gruss kuki
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    ich schieb das nochmal hoch, ich hoffe doch der eine oder andere kommt noch mit aus dem grossraum köln.
     
  5. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    Hey kuki,
    ich würd ja gerne, aber zum einen muß ich arbeiten, bis 14:00 Uhr
    und zum anderen Huste ich mir immernoch die Seele aus dem Leid, was euch dann auch nicht gefallen würde.
    Ich fände es auch toll, wenn solche Termine abends oder Samstagnachmittags wären..

    liebe Grüße
    und merk dir alles und berichte!

    Katrin
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi katrin,
    das anzuregen ist hier der falsche platz, diese veranstaltung wird ja ( wenn ich das richtig lese) von der uniklink aus organisiert. da müsste man das dort vor ort wohl mit ansprechen. ich hoffe ich erwisch da einen der verantwortlichen.

    ich werde natürlich wieder versuchen vieles mitzuschreiben, aber denk daran ich kann kein steno :D
     
  7. Katrin75

    Katrin75 Neues Mitglied

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    kuki, ich weiß, du schaffst das :D:D

    ich werd wenn ich ich im Januar beim prof bin, ihm das dann auch nochmal sagen!!!!!!
     
  8. B.one

    B.one Aktives Mitglied

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    Patiententag in Köln

    Bin auch aus den Raum Köln / Bonn und will gerne teilnehmen. Wer hat Zeit und Lust kommt auch noch? Weiß noch nicht, ob ich es pünktlich schaffe, da ich noch nicht die Verbindung öffentlicher Nahverkehr rausgesucht habe.
    Aber lieber spät als nie.
    LG B.one
     
  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    hier gibts den linienplan für die kvb, zur uni fährt die linie 9 (rosa gezeichnet ) bis haltestelle lindenburg, dort aussteigen, rechts die seitenstrasse(joseph-steltzmann) , kerpener strasse links rein dann sieht mans schon. http://www.kvb-koeln.de/german/fahrplan/download/liniennetzplan_bahn_1204.pdf

    oder hier http://www.stadtplan.net/index.asp?direct=brd/nrw/koeln/home.html bei strasse die kerpener strasse eingeben zum suchen.
     
  10. B.one

    B.one Aktives Mitglied

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    Super Service

    Liebe kuki!
    Ich arbeite ja in der Dienstleistungsbranche - sozusagen (ambulante Pflege)- und wir sind ja auch schon schnell und gut... Aber so'n Super Service wie hier von dir !!!
    Danke schön für die Info.
    lg B.one
     
  11. kukana

    kukana Moderatorin

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    nochmal hoooooooochschieben
     
  12. Krefti

    Krefti Guest

    Hi Kuki,

    hatte die Info auch bei meinem RheumaDoc gesehen und den Samstag dafür reserviert. Falls das Wetter mir keinen Strich durch die Rechnung macht, sehen wir uns am Sa. (versinken im Berg.Land im Schnee, aber es soll ja zum Ende der Woche wärmer werden!!)

    Lg
    Bettina
     
  13. chricki

    chricki Registrierter Benutzer

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    Hallo!

    Ich gehe auf jeden Fall hin und hoffe einige von Euch dort zu treffen!!! Mehr wollte ich dazu garnicht sagen!!!
    Bis am Samstag!!!
    Chricki
     
  14. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo,

    da die veranstaltung ja um 9 uhr bereits anfängt, würde ich sagen wir treffen uns spätestens um 8:40/8:45 am haupteingang. das müsste doch zu schaffen sein.bis dahin hab ich auch mein handy an.

    gruss kuki
     
  15. icila

    icila Neues Mitglied

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    Hi,

    ich versuche Morgen auch zu kommen, allerdings weiß ich nicht genau ob ich es schaffe pünktlich aus dem Bett zu kommen. Wenn ich es schaffe, hoffe ich dass ich euch überhaupt erkenne.

    Vielleicht bis Morgen!
     
  16. kukana

    kukana Moderatorin

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    der rheumatag an der uniklinik köln fing pünktlich an und es war ziemlich voll. die sponsoren wyeth, essex, sanofi-aventis, abbott und novartis hatten für das leibliche wohl in der pause gesorgt und die redner ihre vorträge , die auf eine halbe stunde begrenzt waren, sehr gut vorgetragen. die anschliessenden fragen zeigten aber, dass diese beiträge sehr komplex waren und noch viele fragen und antworten offen blieben.

    letztendlich bleibt zu sagen, dass wir hier auf rheuma-online eigentlich die vorträge zu sport, ernährung, labor und schmerztherapie schon sehr gut im forum besprechen und diese diskussionen hoffentlich weiter fortführen.

    ich habe einiges mitgeschrieben und versuche das später dann mal ins reine zu schreiben.

    allen mitwirkenden ärzten schon mal vorab ein dank für das engagement.
     
  17. kukana

    kukana Moderatorin

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    Sport und Rheuma

    Sport und Rheuma



    Dr.O.Schulz / Med Klink II Köln



    Sport allgemein betrachtet ist bereits für gesunde Menschen geeignet den Bewegungsmechanismus positiv zu beeinflussen . Als Präventivmaßnahme und zur Primären Prophylaxe gerade für chronisch Erkrankte aber ein preiswertes Mittel die Erkrankung erträglicher zu machen.



    Bewegung hält die Gelenke in Schwung, verbessert die Leistungsfähigkeit und verringert das Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen. Letztes ist besonders für die Patienten einer rheumatischen Erkrankung wichtig zu wissen, da sie ein erhöhtes Risiko tragen für eine kardiovaskuläre Erkrankung. Sport trägt sogar zu einer höheren Lebenserwartung bei. Dazu aktiviert Sport neuronale Funktionskreise und hat postiven Einfluß auf die Psyche, besonders bei Depressionen und erhöht die Lernfähigkeit. Ebenso wird die Lesitungsfähigkeit gesteigert, die Organe funktioneiren besser und Entzündungen werden gemindert.



    Bei der Gymnastik werden Muskeln und Sehnen behutsam aufgewärmt und gedehnt. Dies trägt mit bei zu einer Kräftigung, sadaß auch Mobilität und Fexibilität gesteigert werden.



    Walking dagegen steigert die Herzfrequenz und ist auch für ältere Mitmenschen gut geeignet, da es einfach zu machen ist. Die Leistungsfähigkeit steigert es nur in geringem Umfang. Beim Walking kann man langsam mit wenigen Minuten am Tag anfangen und dies dann steigern. Als Variation dazu gibt es das Nordic Walking. Es ist ein bisschen schonender für die Gelenke, da man Stöcke dazu benutzt. Damit ist man auch auf unebenem Glände trittsicherer. Dazu ist der Kalorienverbaruch höher als beim einfachen Walking.



    Schwimmen ist leider nur bedingt empfehlenswert, da besonders beim Brustschwimmen Hals – und Nackenmuskeln überansprucht werden. Eher wäre Kraulen oder Rückenschwimmen geeignet. Auquagymnastik dagegen hat für den Körper eine geringe Belastung, bietet durch den Widerstand des Wassers ein richtiges Ganzkörpertraining. Herz und Atmung werden positiv beeinflußt und sowohl der Beuge- als auch der Streckapparat gleichmässig belastet.



    Für die Ausdauer ist auch Radfahren gut, mit einer kleinen Übersetzung zum Fahren geht dies sogar bei einer Arthrose der Kniegelenke noch.



    Auch Laufen ist ein Ausdauersport, aber für den Rheumatiker weniger geeignet, da es eine hohe Belastung ergibt für die Gelenke. Der hohe Energieverbrauch reizt aber schon so manchen, der begleitend zu einer Diät laufen möchte. Mit dem richtigen Schuhwerk und kürzeren Strecken sollte das als Training in Ordnung sein.



    Krafttraining , am besten unter ärztlicher Aufsicht kann den Muskelaufbau fördern. Leider aber bei Nachlässigkeit auch den Abbau der Muskeln. Da gerade Rheumapatienten nicht in der Lage sind vorherzusehen wie es ihnen geht und ob man wirklich regelmässig trainieren kann, sollte man sich dies genau überlegen. Die Belastung sollte man nur langsam steigern und eventuell zusätzlich daheim ein paar Übungen machen, z.B. mit einem Theraband oder leichte Gymnastik.



    Eine sehr gute Sportart ist das Tai Chi. Es fördert die Koordination und ist für Rheumapatienten geeignet. Aber auch neurologische und psychosomatische Erkrankungen profitieren von diesem Sport. Er beeinflußt postiv Herz und Kreislauf, sorgt dazu für eine angnehme Entspannung durch die langsamen gleitenden Bewegungen.



    Gleichmässige Abläufe, keine einseitige Belastung und keine grossen Impulse wie beim Tennis oder Golf, dies ist für Rheumatiker angebracht. Sollte man 1 Stunde nach dem Sport jedoch Schmerzen oder Schwellungen bemerken, dann bitte eine Pause einlegen oder auch den Arzt um Rat fragen, denn eine schleichende Verschlechterung durch den Sport sollte vermeiden werden. Letztendlich muß aber jeder Patient für sich ganz individuell entscheiden, welche Sportart er ausüben möchte und kann.
     
  18. kukana

    kukana Moderatorin

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    Ernährung und Rheuma

    Ernährung und Rheuma

    Dr.B.Missler-Karger


    Der Vortrag über Ernährung und Rheuma war identisch mit dem Vortrag vom Düsseldorfer Workshop Im September 2005, daher sei es erlaubt, hierzu den Link zu setzen : http://www.rheuma-online.de/news/artikel/teil-3.html



    Einige zusätzliche Ausführungen sind aber trotzdem angebracht. So wird der Entzündungsprozess bei rheumatischen Erkrankungen durch bestimmte Botenstoffe ausgelöst und begünstigt. Diese Auslöser (z.B. Prostaglandine) werden gebildet aus der Arachidonsäure und Sauerstoff. Arachidonsäure findet sich fast ausschliesslich in Nahrung tierischer Herkunft und wird fast vollständig zur Bildung dieser Auslöser verwendet. Was unter dem Strich bedeuten kann: mehr Fleisch = mehr Entzündungen. Aber dieser Mediator der sich aus der Arachidonäure bildet ist auch unbedingt nötig um wichtige Aufgaben im Körper zu übernehmen. Ganz verzichten kann man also nicht. Eine übermässige Zufuhr aber kann man ruhig vermindern.



    Entzündungen hemmen kann man auch mittels einem erhöhten Verzehr an Omega-3-Fettsäure. Diese sind sehr gesund für unsere Blutgefäße und helfen im Kampf gegen Herzinfarkt und andere Kreislauferkrankungen. Da Omega-3-Fettsäuren und der Mediator der Arachidonsäure die gleichen Enzyme zum Leben benötigen, gibt es hier einen kleinen Kampf untereinander, den die Omega-3-Fettsäuren gewinnen und somit weniger Entzündungen entstehen. Somit hilft man seinem Körper durch eine erhöhte Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren mit Entzündungen besser klarzukommen. Leider tritt dieser Effekt erst nach längerer Zeit ein. Vie bis acht Wochen Zeit sollte man sich bei so einer Nahrungsumstellung schon geben, da die Arachidonsäure im Körper sich nur langsam abbaut.



    Wenn es dann funktioniert, können unter Umständen die Schmerzmittel reduziert werden, da es zu weniger Entzündungen kommt und auch die Morgensteifigkeit wird weniger. Da es aber wie immer auf den individuellen Fall ankommt, sollte man auf jeden Fall seinen Arzt mit zu Rate ziehen, damit es nicht auf anderer Seite zu Mangelerscheinungen kommt. Wobei man diesen natürlich mittel Ergänzungsstoffen mit vorbeugen kann.
     
  19. kukana

    kukana Moderatorin

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    Laborwerte bei Rheuma

    Laborwerte bei Rheuma

    Dr.E.Wilden, Köln

    Um eine gesicherte Diagnose für eine rheumatische Erkrankung zu erstellen wird meistens ein Blutbild mit zu Rate gezogen. Einige Laborwerte geben Hinweise auf ganz bestimmte Faktoren, die anzeigen ob z.B. eine Entzündung vorliegt.



    Die Blutsenkung (BSG) reagiert auf Entzündungen, hinkt aber meist ein bisschen hinterher mit der Anzeige.



    Ein erhöhter Wert des C-reaktiven Proteins (CRP) zeigt ebenfalls Entzündungen an und reagiert schneller als die BSG.

    Die Eiweiß-Elektrophorese, eine Auftrennung von Eiweißstoffen im Blut erlaubt u.a. Aussagen über die Dauer einer Entzündung, auch ob akut oder chronisch.

    Dagegen bedeutet ein Rheumafaktor (RF) nicht gleich, dass man auch eine rheumatische Erkrankung hat. Es gibt gesunde die einen RF haben, aber auch chronisch erkrankte die keinen haben. Dies sind die sogenannten seronegativen Erkrankungen. Auch hat die Höhe des RF nicht zwangsläufig etwas zu sagen über die Aktivität des Rheuma.

    Wenn sonst nichts sichtbar ist, hilft eine Bestimmung für das cyclische citrulinierte Peptid (CCP) . Es ist ein sehr spezieller Marker der bei etwa drei viertel der Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis (RA) nachgewiesen werden kann. Die Prognose weist dann darauf hin, dass es zu mehr radiologisch nachweisbaren Gelenkveränderungen kommen kann.

    Antinukleäre Antikörper (ANA) sind Antikörper gegen Zellkerne, die bei vielen rheumatischen Erkrankungen nachweisbar sind. Dazu gehören die rheumatoide Arthritis, Lupus Erythematodes, Mischkollagnose, Polymyositis, Sklerose und andere.

    Autoantikörper gegen Granulozyten (Antineutrophilen cytoplasmatische Antikörper, ANCA) wesien genauer auf bestimmte Kollagenosen hin wie : Morbus Wegener, Churg-Strauss, Polyarteriitis oder auch Morbus Crohn.

    Der HLA B27 ist ein humanes Leukozyten Antigen. Es gibt kerngesunde Menschen; die diesen Faktor im Blut nachweisbar haben. Gehäuft tritt er jedoch beim Morbus Bechterew auf und zwar zu etwa 95 %. Da also 5% diesen Faktor dann nicht haben, ist nicht zwangsläufig diese Diagnose zu stellen. Liegen aber zusätzlich Einschränkungen vor im Bewegungsapparat, dann solltenw eitere Überprüfungen stattfinden.

    Der Wert der Creatin Kinase (CK) kann Hinweis geben auf eine Polymyositis. Es ist ein Enzym für die Diagnose von Schäden der Herz- und Skelettmuskulatur. Von der Höhe des CK-Anstiegs kann man auf die Größe der Schädigung schliessen. Zur genaueren Bestimmung gibt es hier noch Untergruppen.

    Viele Werte im Laborbild ändern sich im Laufe der Behandlung, sie zeigen damit die Verträglichkeit oder unverträglichkeit einer Therapie oder der Nebenwirkungen von Medikamenten an. Das Labor hilft somit bei der Diagnose genauso wie bei der Therapie und Beurteilung der Veträglichkeit der Medikamente und sollte regelmässig gemacht werden.
     
  20. kukana

    kukana Moderatorin

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    Schmerztherapie bei Rheuma

    Schmerztherapie bei Rheuma



    Dr. Andreas Teipel



    Unabhängig davon ob nun ein Patient an einer Verschleisserkrankung oder entzündlichen rheumatischen Erkrankung leidet, er erwartet von einer guten Schmerztherapie eine schnelle Hilfe, Linderung seiner Beschwerden und Steigerung bzw. Wiedererlangen der verlorenen Lebensqualität. Diese ist verbunden mit dem sozialen Umfeld, der Integration in Arbeit, Hobby und Familie. Oft genug leidet ja nicht nur der Patient, sondern auch die Familie unter einer Erkrankung.





    Medikamente wirken aber sehr unterschiedlich. Optimal ist natürlich eine schnelle Wirkung, die lange anhält, effektiv ist und nach Möglichkeit ohne Nebenwirkungen. Leider ist das nicht immer gegeben.



    Wichtig für den Arzt ist die Information des Patienten über den Schmerz, wo setzt er ein, wohin reicht der Schmerz. Wie stark fühlt sich der Schmerz an, wann beginnt , wann endet er. Gibt es Veränderungen in der Befindlichkeit, wenn ja nach was verändert sich. Ist der Schmerz akut, nur kurz oder zeitlich begrenzt? Ist er bereits chronisch, dauert lange oder nimmt an Intensität zu?



    Schmerzen lassen sich nicht nur im Gewebe lokalisieren, auch die Nerven können schmerzen und sogar die Seele mitleiden. Die umfassende Schmerztherapie wäre im besten Fall nicht nur vom Internisten, sondern zeitgleich und begleitend vom Orthopäden auszuführen. Dazu eine gute Ergotherapie, Krankengymanstik und psychologische Begleitung. Diese umfassende Behandlung die ja drei Punkte betrifft, wäre optimal, ist aber leider selten.

    • Basismedikament, nichtsteroide Antirheumatika oder Coxibe, Cortiso, Opiate.
    • Entspannung, Förderung der Lebensqualität, Verhaltenstraing
    • Gymnastik, Ergotherapie, Muskeltraining, Fitness




    Regelmässige Gaben von Schmerzmedikamenten, die individuell gegeben werden, helfen bei dem akuten Schmerz und können später sogar oft reduziert werden. Ein Dauerschmerz aber benötigt auch eine Dauertherapie, die manchmal aufgrund von Neben- und Wechselwirkungen problematisch sein kann.



    Eine unzureichende Therapie setzt leider oft einen Marker im gehirn, das Schmerzgedächtnis setzt ein, der Schmerz wird chronisch und wird manchmal zu einer eigenständigen Schmerzerkrankung. Hier entscheidend einzugreifen und zu helfen bevor ein Schmerz sich selbstständig macht, ist Grund genug mit seinem Arzt gemeinsam eine gute Therapie anzustreben, um trotz Erkrankung ein angenehmes Leben zu führen.