Einklang?
@shae: interessanter aspekt und auch durchaus nachvollziehbar, aber auch ich habe mich gefragt, wie man es schafft beide körperhälften in einklang zu bringen
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Susanne L. schrieb:
Und wie, bitte, stellt man das an??
ute b. schrieb:
Aber was kann man da tun?
Generell sind wir mit den vielen Aspekten der Polarität nicht im Einklang. Wir haben eine solche Vielzahl zur Verfügung, dass wir glauben, ein System zu brauchen, um den Überblick zu behalten. Das alte System von gut und schlecht haben wir beispielsweise so gut gelernt, dass uns seine Dienste gar nicht mehr auffallen.
Man könnte damit beginnen, sich selbst anzunehmen. Das klingt einfach, und man fragt sich, tu ich das nicht ohnehin? Es bleibt mir ja nichts anderes übrig!
Aber das tun wir nicht. Wir denken einen Gedanken oder verspüren eine Emotion, und wenn diese in unsere angelernte Negativ-Schublade fallen, dann schieben wir sie weg, bekämpfen, unterdrücken oder negieren sie. Wir bestrafen uns auch noch dafür, dass wir 'einen negativen Gedanken' hatten oder 'schlechte Stimmung'. Diese Gedanken oder Gefühle gehören ebenso zu uns wie all die positiven Aspekte, sie sind aber nicht die einzigen, die in diesem Moment verfügbar sind! Im tiefsten Inneren wissen wir das, aber wir stürzen uns auf sie, um sie niederzumetzeln, und wollen sie im selben Moment nicht mal wahrhaben.
Rein positiv zu denken, dessen Sinnhaftigkeit uns manche weismachen wollen, gelingt uns aber auch nicht, und daraus lernen wir fälschlicherweise, dass wir unserem Selbst nicht vertrauen können. Mit diesem Misstrauen gegenüber unserem Inneren gehen wir in die Welt hinaus und reagieren wider besseres Wissen, wider besseres Bauchgefühl auf Situationen und andere Menschen, unterdrücken unsere spontanen Reaktionen und Äußerungen, versuchen zu erraten, was von uns erwartet wird, um nur ja nicht gesellschaftlichen Normen ins Gehege zu kommen.
Wenn man sich überlegt, dass eine Krankheit mit Schmerzen durchaus Vorteile hat, weil man dadurch in die Lage kommt, innere Reaktionen (Ich mag nicht) nach außen hin in Krankheitsgründe zu packen (Ich kann dieses oder jenes jetzt nicht tun, weil mir etwas weh tut), dann erfüllt so eine Krankheit mitunter den Zweck, unser Innerstes auf anderem Wege nach außen zu bringen. Vielleicht könnten wir diesen Umweg einsparen, indem wir so authentisch sind wie möglich, indem wir uns so viel um uns selbst kümmern wie nötig, ohne eine Erkrankung zu Hilfe zu nehmen?
Just my 2 cents
Alles Liebe,
Shae