Hallo Campi,
Maus634 und Jana haben Recht. Wünsch Dir nicht ,irgendwas rheumatisches zu haben. Du weißt nicht ,was du Dir da wünscht!!!
Trotz allem kann ich Dich ein kleines bisschen verstehen, auch wenn Deine Denkweise absurd ist.
Ich hab mich eine Zeit lang ähnlich verrückt gemacht wie Du. Der Unterschied - ich habe Rheuma. Am Anfang war das aber nicht ganz klar und ich hab alle möglichen Krankheiten im Kopf gehabt. Manchmal ging das soweit, dass ich mir gewünscht hab Rheuma zu haben, weil man damit wenigstens überleben kann. Meine größte Angst zu der Zeit: Krebs! Ich war der Meinung, dass wenn da was ist, dass es bitte jetzt sofort erkannt wird, als dass mir jemand irgendwann sagt: Frau ... , wir können leider nichts mehr für sie tun.. sie sind zu spät! Später hab ich festgestellt, dass dies eher ein psychisches Problem war und mir ein paar Stunden in psychologischer Behandlung wirlich gut taten.
Ich könnte mir vorstellen ,dass bei Dir gerade ein ähnlicher Film abläuft.
Auch mir ist es schwergefallen, den Ärzten zu glauben, dass da wirklich nichts weiter zu finden ist ( außer das Rheuma ) denn ich hatte ja Beschwerden.
Heute dreh ich mich nicht mehr nur um mich selbst und all die möglichen Krankheiten, die der Mensch im Leben so bekommen kann. Das war nämlich der Knackpunkt... ich drehte mich nur noch um mich selbst - ich hab bei niemand anderem irgendeine Möglichkeit gesehen, dass er schwer krank werden könnte - nur bei mir. Solange, bis wir tatsächlich erfahren mussten ,dass meine Schwiegermutter wirklich unheilbar an Krebs erkrankt ist.
Versuch Deine Situation realistisch zu betrachten:
Du hast Übergewicht ( ich im Übrigen auch ), welches für Gelenk - und auch Muskelbeschwerden verantwortlich sein kann.
Du hast Angst, dass Du irgendeine schlimme Krankheit hast - auch psychische Probleme können Beschwerden auslösen, die Du beschreibst.
Du würdest Rheuma akzeptieren können, weil Du meinst, es sei das kleinste aller Übel... - ja.. ich weiß, wovon ich rede!!
Wenn es so ist, kann ich deine Denkweise verstehen auch wenn sie nicht relevant ist.. aber ich kann dir auch sagen: Wünsch Dir nie im Leben eine Krankheit an stelle einer anderen!!! Rheuma und auch all der andere Mist ist kein Geschenk. Nichtmal dann ,wenn man Schlimmeres gegenüberstellt. Die Schmerzen, die hier einige tagtäglich aushalten müssen, wünsche ich niemandem - nicht mal meinem ärgsten Feind. Die Ängste, die sich manchmal daraus ergeben - soll niemand sonst ertragen müssen. Und die Kraft, die man tagtäglich brauch um gegen eine solche Krankheit anzukämpfen, sollte man lieber in angenehmere Dinge stecken können.
Freu Dich über jedes Ergebnis, das im Grunde keins ist!
Glaub nicht, dass ich Dich nicht ernst nehme - aber geh an Deine Beschwerden realistisch heran. Hol im Notfall eine zweite Meinung ein, wenn auch die besagt, dass Du nichts rheumatisches hast, dann glaub das auch!
Das Dein Termin beim Rheumatologen erst in ein paar Monaten ist, ist leider normal... wenns schneller gehen soll, lass Dich in eine Rheumaklinik einweisen und auf den Kopf stellen. Spätestens die können dir dann sagen, ob Du wirklich eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis hast. Abgesehen davon - wenn du was anderes hast, werden sie das auch herausfinden...
Achso - nochwas... kriegt jetzt aber bitte nicht gleich Panik:
Es gibt Formen von Rheuma ,die ohne Behandlung lebensbedrohlich werden können! Dem ist so, weil bei einigen Rheumaformen auch innere Organe angegriffen werden können. Wenn dem so wäre, wäre Deinem Hausarzt das aber vermutlich schon in den Blutwerten aufgefallen. Erhöhte Leberwerte können auch viele andere Ursachen haben... nur so nebenbei!
Nachdem, was Du schreibst, habe ich aber nich den Eindruck ,dass Du an irgendetwas lebensbedrohlichem leidest.
Bleib ganz ruhig und sprich mit Deinem Arzt nicht nur über Deine Beschwerden, sondern auch über Deine Ängste. Dann wird er sicherlich auch versuchen, Dir soviele wie möglich davon zu nehmen.
Ach - und nochwas - falls DU dazu neigst, im Internet nach Antworten oder möglichen Diagnosen zu googeln - LASS ES! Es gibt viele brauchbare Informationen im Netz aber auch sehr viel Schund - das eine vom anderen zu Unterscheiden ist Laien wie uns oft nicht möglich. Verlass Dich wirklich auf Deinen Arzt, der weiß schon ,was er tut!!
Du denkst jetzt sicher - die hat ja Rheuma , die kann ja viel reden. Die hat ja ne Diagnose! Ja, es ist so. Leider hat sich bei mir der Verdacht auf Rheuma bestätigt... ich wünsche Dir ,dass das bei Dir nicht passiert und sich Deine Beschwerden ohne große Medikamentencocktails mit fiesen Nebenwirkungen beheben lassen und, dass, sollte etwas krankhaftes vorhanden sein, es gefunden wird, damit Du dich nicht weiter so verrückt machen musst.
In diesem Sinne