Nachdenkliches

Ruhe im Innern,
Ruhe im Äußern.
Wieder
Atem holen lernen,
das ist es.

Christian Morgenstern
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Sich selbst anschauen

...das habe ich getan.
Mein bisheriges Leben
fiel auseinander
wie ein sorgsam
aufgeschichteter Holzstapel;
Gefühle,

Stück für Stück,
in eine Form gepreßt
und aufgehoben,
nicht gelebt.

Jetzt liegt alles
kreuz und quer.
Aber ich gefalle mir so!

( Kristiane Allert-Wybranietz)
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"Die Gegenwart ist kein Zeitraum, sondern ein "Verfügungsraum":
der einzige Augenblick, über den wir verfügen."

(E. Lukas)
 
Manchmal braucht man nur ein Licht,
das die Dunkelheit enthüllt,
das uns still entgegen blüht
und uns selbst mit Licht erfüllt.

Manchmal braucht man nur ein Lied,
das uns auf die Lippen steigt,
das uns wieder Mut zuspricht,
wenn die Freude in uns schweigt.

Manchmal braucht man nur ein Wort,
das uns warm das Herz anrührt
und wie eine gute Hand
uns durch unsern Alltag führt.

(Ruth Nöther)
 
Jetzt rede du!

Du warest mir ein täglich Wanderziel,
viellieber Wald, in dumpfen Jugendtagen,
ich hatte dir geträumten Glücks so viel anzuvertraun,
so wahren Schmerz zu klagen.
Und wieder such ich dich, du dunkler Hort,
deines Wipfelmeers gewaltig Rauschen -
Jetzt rede du! Ich lasse dir das Wort!
Verstummt ist Klag und Jubel.
Ich will lauschen.

(C. F. Meyer)
 
Einfach stehen bleiben
und in die Natur schauen,
das satte Grün einer Wiese sehen,
das Filigrane eines Grashalms,
die Schönheit einer Blume
oder die Stärke eines Baumes -
noch staunen können
und Wunder sehen.

(M. Minder)
 
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