"Gegenteilige" Wirkung bei Humira
Hallo zusammen,
trotz langer Karriere bin ich erstmals hier im Forum unterwegs. Bin 40, w, seit 20 JAhren cP, seit 10 Jahren zusätzlich Fibro-Diagnose.
Habe nach dem Abarbeiten aller Basistherapien in den 20 Jahren seit Mai dieses Jahres Humira (14-tägig) + MTX (wöchentlich) + Prednison 5mg + Oxycodon und Tramal gegen die Schmerzen + Lyrica und Dogamtil / Sulperid für den Rest.
Erste positive Wirkung nach ca. 4 Wochen, einige Schmerzbereiche wie weggeblasen - herrlich! :a_smil08:
Dann kamen die Nebenwirkungen wie ein Hammer:
-massive Wassereinlagerungen (+ 8 kg!)

, starke Schwellungen in den Füßen + Händen
-sehr starkes Kribbeln und Taubheit im Arm durch Schwellungen in den Händen und Armen (wie Karpaltunnel, aber Nervendurchmessen o. B.)
- Müdigkeit, trotzdem schlecher Schlaf, Maddeligkeit, Konzentrationsstörungen
- Morgensteifigkeit nahm wieder zu
- Blutwerte waren aber ganz ok, nur leicht erhöhte Senkung
Mein Doc meinte dann, dass wir Humira mal alle 3 Wochen probieren, so sehen wir auch, ob die Nebenwirkungen zurückgehen, was sie aber nur minimal taten.
Zwei Wochen nach der Humira hatte ich regelrechte Entzugserscheinungen, Schmerzen in der Hüfte kamen langsam wieder zurück. Also freute ich mich richtig auf die nächste Humira, weil ich dachte, dann wird alles wieder gut.
Pustekuchen!!! Am Morgen nach der Spritze habe ich 2,5 Stunden gebraucht, um gefahrlos aus dem Bett aufstehen zu können, steif wie ein Brett. Laufen nur in kleinen Trippelschritten, heftige Schmerzen überall.
Ich dachte, das gibt sich - aber keine Chance. Seit 10 Tagen bin ich jetzt wieder auf Krücken unterwegs, kann trotz 3 x 30mg Oxocodon pro Tag nur unter großen Schmerzen überhaupt sitzen (und arbeiten ...). Mir geht es so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Nächster Rheumatologentermin in drei Wochen. (Aber Notfall-Facharzttermine sind ja ein anderes Thema.) Bin gespannt, was dann passiert.
Auch wenn es nicht schön ist, dass es Euch beiden, zorro und Melanie, ebenfalls mit Humira nichts zu bringen scheint - ich bin froh, nicht der einzige Ausnahmefall zu sein, bei dem es nicht klappt, dieses sauteure Wundermittel. Fühlte mich schon ein wenig als Versager. Habe Jahre darum gekämpft, endlich Biologicals zu bekommen - und dann hilft es nicht, jedenfalls nur sechs Wochen.
Hat eine/r von Euch vielleicht auf ein anderes Biological gewechselt? Frage mich, ob das noch einen Versuch wert ist, vielleicht Enbrel?
Kühlkette ist übrigens gesichert, daran liegt es nicht. Medis waren / sind ok, waren auch verschiedene Packungen.
Grüße aus der Eifel,
kakamu