MTX spritzen!

Scheini

Neues Mitglied
Hallo!

Ich weiß ja nicht wie es euch so geht. Ich muß ja heute Abend wieder das MTX spritzen. Schon der Gedanke daran, wird es mir schlecht. Was ich gar nicht riechen kann sind diese Alkoholpads, da wird es mir richtig übel. Habe diese Pads damals auch benutzt bei meiner Tochter als sie geboren wurde zum Nabel säubern, da hat es mir nix ausgemacht. Bin jedesmal heilfroh, wenn ich die Spritze hinter mich gebracht habe u. dann dauert es nicht lange dieses Zeug ist wie ein Schlafmittel. Ich werde ganz schnell müde. Wie kommt Ihr eigentlich mit dem Spritzen zurecht? Ich kann mich nicht wirklich daran gewöhnen. Ist jedesmal eine Überwindungssache.

LG Sophia
 
Gewöhnungssache

Hallo Scheini

ich musste mir 8 Monate MTX selber spritzen. Es ist echt nur eine Gewöhnungssache. Du darfst dabei nichts denken. Mach Deine Hautfalte mit der (linken) Hand und stich einfach rein. Es tut ja eh so gut wie gar nicht weh. Spritze, v.a. wenn Du mehr als 1ml spritzen musst, langsam, so kann sich das Zeugs verteilen.
Mir hat das Mtx erst am 2. Tag leichte Uebelkeit hervorgerufen. Diese ist aber mit jeder Woche mehr immer mehr zurückgegangen. Müde war ich eh schon immer, da war kein grosser Unterschied.
Mtx wurde bei mir wieder abgesetzt weil es rein gar nichts gewirkt hat, und das bei 20mg!
Also, denk nicht zuviel und spritz frisch drauf los! Eine negative Einstellung kann schon deutlich negativere Empfindungen auslösen, inkl. mehr Uebelkeit!!

Gruss
cecile.verne
 
Hallo Sophia,
alles Psycho - habe ich aber auch!
Ich bewahre meine MTX-Utensilien im Badezimmerschrank auf, im gleichen Schrank sind auch die Putzmittel gelagert und der Schrank riecht so leicht danach.
Manchmal wird mir auch an Nicht-MTX-Tagen leicht schummrig, wenn ich nur die Schranktür öffne oder das Bad nach diesen Putzmitteln riecht.
Ist natürlich alles Einbildung, aber es stört mich schon.
Wir ziehen jetzt um und ich werde das MTX dann in irgendeinem kaum benutzten Kellerraum aufbewahren und spritzen, damit ich nicht wieder solche perversen Assoziationen bekomme.
Was die Alkoholpads betrifft: am Anfang hatte ich auch welche, dann waren sie in der Arztpraxis alle, als man mir welche mitgeben wollte und sowohl Arzt als auch Arzthelferin meinten, daß es nicht unbedingt desinfiziert werden müßte, weil wirklich nur kleiner Pieks.
Ich desinfiziere auch nicht mehr und habe seit 1/2 Jahr keine Probleme mit Infektionen o.ä. gehabt.

Liebe Grüße
vom
Emu
 
hallo emu,

....sowohl Arzt als auch Arzthelferin meinten, daß es nicht unbedingt desinfiziert werden müßte, weil wirklich nur kleiner Pieks.

.... dann haben sie aber während der ausbildung geschlafen. diese aussage alleine ist schon gefährlich! ;)

schon mal etwas von einem spritzenabszess gehört?

du darfst nicht vergessen, dass du mit dem hineinspritzen in die haut auch keime mit einbringst, genau so tief- wie du eben auch stichst.
... und gerade mtx hemmt unser immunsystem (ist ja der sinn und zweck dieses medis).
die kleine wunde vom einstich heilt schnell ab. unter der haut geht es den keinem jetzt gut- sie vermehren sich in der "geschlossenen kammer" schnell, da sie jetzt das richtige klima haben (warm- dunkel- feucht)

beim desinfizieren der hautstelle sollte man nicht vergessen, den alkoholtupfer mindestens eine minute einwirken zu lassen.

würde diese art von infektion bei einem arzt oder pflegepers. passieren, könnte man sie wegen fahrlässiger körperverletzung verklagen.....

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1 Intrakutane, subkutane und intramuskuläre Injektionen​


[/FONT][FONT=TimesNewRoman,Bold]

Infektionsmöglichkeiten
​


[/FONT]
Injektionen gehören zur täglichen Routine im Krankenhausbetrieb. Durch Unachtsamkeit
Unwissenheit und Hygienefehler können Krankheitserreger über die Injektionsflüssigkeit, die
Injektionskanüle und/oder die Injektionswunde in den Körper des Patienten gelangen.
Dadurch kann es zu einer Lokalinfektion, z.B. einem Spritzenabszess, im schlimmsten Fall
zur tödlichen Sepsis kommen.
Folgende Kontaminationsmöglichkeiten kommen im wesentlichen vor, z.B.:
​



•
​
Verschmutzter bzw. mikrobiell kontaminierter Arbeitsplatz und Arbeitsgeräte, -utensilien​


•​
Arbeiten ohne ausreichende Händedesinfektion​


•​
Verwendung unsteriler (Einmal)Materialien​


•​
Verunreinigte und/oder abgelaufene Injektionslösungen​


•​
Haut- oder Schleimhautoberfläche des Patienten bei mangelhafter Haut- oder
Schleimhautantiseptik

​


•​
Nichtbeachtung von Kontraindikationen.​


[FONT=TimesNewRoman,Bold]
Aufklärung​
[/FONT]
[FONT=TimesNewRoman,Bold]

[/FONT]
•​
Generell

Der Patient ist über mögliche Infektionsrisken einer Injektion aufzuklären. Dabei ist
anzumerken, dass nach der Antiseptik in den oberen Hautanteilen nicht komplett
eliminierbare Bakterien während der Injektion mit in das Gewebe bzw. Gefäße transportiert
werden können und hier Infektionen verursachen können. Die Aufklärung ist vor allem im
Hinblick auf das Vorliegen einer Einwilligung durch den Patienten erforderlich. Die
Einwilligung gilt nur dann als wirksam erteilt, wenn der Patient über den Verlauf des
Eingriffs mit Erfolgsaussichten Risiken und möglichen Behandlungsalternativen (z.B.
Tabletteneinnahme) hinreichend aufgeklärt worden ist.

​



•
​
Insulinpflichtige Diabetiker
Der Patient ist zu befragen, ob er vom Stationsteam gespritzt werden will oder ob er sich wie
zu Hause selbst spritzen will. Entscheidet er sich für Letzteres, obliegt ihm die Verantwortung
für die Durchführung, und für das Klinikum ergibt sich im Fall einer Komplikation kein
Haftungsanspruch. Allerdings empfiehlt sich insofern die Aufklärung des Patienten über das
hygienisch korrekte Vorgehen, als im Krankenhaus im Unterschied zum häuslichen Milieu
die Wahrscheinlich hoch ist, dass antibiotikaresistente Bakterien auf die Haut gelangen und
mit der Injektion in die Tiefe verschleppt werden können (Patientenmerkblatt befindet sich als
Muster in der Anlage). Falls er vom Stationsteam gespritzt werden möchte, gelten
uneingeschränkt die nachfolgenden hygienischen Grundsätze, d.h. Hautantiseptik vor der Injektion, keine Mehrfachverwendung von Insulinnadeln von Pensystemen und Beachtung
der deklarierten Verwendbarkeitsdauer bei Einsatz von „Mini-spike-Plus“-Vorrichtungen.

​


zum weiterlesen - quelle: http://www.medizin.uni-greifswald.de/studmed/pdfdateien/anlage_4_injektionen_punktionen.pdf

tut mir leid, möchte nicht besserwisserisch auftreten, aber in meinem beruf gilt auch die aufklärungspflicht
 
Hallo Scheini,

ich kann dein Gefühl sehr gut nachvollziehen, auch ich habe immer ein mulmiges Gefühl vor und wärend des spritzen gehabt. Meine Motto lautet immer" Augen zu und durch". ;) Die Idee nicht mit den Alkopads zu desinfizieren sehe ich auch sehr kritisch :( , und ich persönlich würde darauf auch nicht verzichten wollen. Die Arzhelferin die mir damals gezeigt hat wie ich am besten die ganze Protzedur mache, hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen das desinfiziren sehr genau zu nehmen.
Da ich MTX vor einem Monat absetzen mußte ,merke ich jetzt immer mehr, wie gut es mir geholfen hat und ich sehe nun auch die Spritzen mit einem anderen Auge. Man soll es nicht meinen, aber ich " freue " :eek: mich schon wieder darauf mich spritzen zu können. Ich weis das höhrt sich ziemlich komisch, oder besser gesagt doof an, aber den Schub den ich gerade habe, ist ganz schön heftig und zerrt ganz schön.
Also mein Tipp, sieh immer die positiven Seiten, und " Augen zu und durch ".;)
Alles Gute wünscht dir

Brinki
 
@ Lilly

Danke!!!!
Mir war auch nicht soo wohl dabei. Werde mir gleich morgen was in der Apotheke besorgen.
Liebe Grüße
Emu
 
Derjenige, der meint, ohne ausreichende Desinfektion eine Injektion verabreichen zu können, ist nicht nur leichtsinnig, sondern - spätestens bei einer Infektion - wegen grob fahrlässiger bzw. ggf. sogar vorsätzlicher Körperverletzung dran.

Sorry, aber irgendwie glaube ich, daß einige das mit dem Ziel ihres Berufes nicht so ganz verstanden haben ...

Gruß Robert
 
Hallo ,
das Desinfizieren würde ich auf keinen Fall versäumen. Ich spritze seit 5 Jahren, die Verträglichkeit wurde immer besser, weil nämlich auch die rheumat. Beschwerden immer mehr abklangen und ich mich schon deshalb insgesamt besser fühle. Dass ich gerne spritze, kann ich nicht behaupten. Obwohl die Metex Spritze wesentlich angenehmer ist als die Humira Spritze. Aber ich habe nicht so dicke Bauchfalten und viele Äderchen, die ich manchmal treffe.

Die Alkoholtupfer, die bei Metex beiliegen, riechen überhaupt nicht, ebenfalls die von der Firma Braun aus der Apotheke. Mit was desinfizierst Du denn?

Wenn Dich die Müdigkeit plagt, ist es doch ein Leichtes vor dem Zubettgehen zu spritzen.

Also, nichts wie ran! Beste Grüße von Susanne
 
Hallo zusammen,

also ich spritze mir seit 2 Monaten Enbrel und ich komme absolut super damit klar. Ich hab mir damals sogar gleich schon die erste Spritze vor der Krankenschwester selbst gegeben und die zweite alleine zu Hause. Es kostet mich nicht mal mehr Überwindung. Das einzige, was ich hatte, waren große feste Beulen nach den ersten vier Spritzen an den Einstichstellen. Ich hatte damals in den Oberschenkel gespritzt. Jetzt spritze ich in den Bauch und das ist gar kein Problem. Ich wünsche Dir, dass Du Dich auch daran gewöhnst, denn ohne die Spritzen ist es sehr viel schlimmer....

Gruß
Ice
 
Hallo

Hi,

ich habe auch lange Jahre MTX bekommen, als Tablette und Spritze. Ich hatte genau die gleichen Probleme, schon wenn ich das Zeugs sah. Sogar heute noch obwohl ich schon 2 Jahre Enbrel spritze habe ich noch diese Abneigung gegen MTX. Bei Enbrel ist das ganz anders, damit habe ich überhaubt keine Probleme. Desshalb Einbildung oder nicht, wenn viele das gleiche Problem haben, glaube ich nicht daran.......


LG Joy
 
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