Rabenmami
Neues Mitglied
Hi, ich nochmal
...wenn auch vielleicht ein wenig off topic. Wer gerade einen Wegbgleiter hergeben musste, sollte es vielleicht lieber überlesen...
Wir haben im März unseren Kater hergeben müssen. Er war ca. 16 Jahre alt - wobei er bei uns erst vor 6 Jahren eingewandert ist - und eine ganz besondere Persönlichkeit. Anfang des Jahres bekam er Husten, der auch nicht wirklich weggehen wollte. Als noch Atemnot dazu kam, haben wir ihn röntgen lassen: Er hatte einen Lungentumor direkt an der Luftröhre...
Zum Schluss - in seinen letzten vier Lebenswochen - habe ich ihm 2 mal täglich Cortison und Entwässerungsmittel gespritzt. Er hat die Spritzen nicht nur klaglos ertragen, sondern mich sogar daran erinnert, wenn ich sie im Alltagstrubel zu vergessen gedroht habe, war zwar ruhiger als vorher, aber wild kuschelnd, immer gefräßig und eben ein großer grauer Fleck Wohlbefinden, mitten im Alltag.
Am Vorabend des 10.3. - es ging ihm seit ein paar Tagen eigentlich richtig gut - hat Smokey sich verabschiedet, denn er ist ins Schlafzimmer mitgegangen, was er normalerweise nicht tut, und hat sich gründlich durchkraulen lassen. Morgens hatte er starke Atembeschwerden. Ich habe um 6:10 den Vet aus dem Bett geklingelt, der empfahl, noch einmal Herztropfen und eine sehr hohe Dosis Entwässerungsmittel zu geben und um 8:00 gleich in die Praxis zu kommen. Um 7:00 war ich - mitten im Aufsteh-, Vorbereitungs-, Anzieh-, und Schulbrotschmier-Stress - nicht einmal mehr sicher, dass er bis 8:00 durchhalten wird, denn er musste bereits durch den Mund atmen.
Kurz vor der Praxis lief dann auch seine Zunge blau an, er speichelte und war kurzzeitig unruhig. Zum Glück musste er da nicht mehr lange leiden...
Ich habe seinen Kopf gehalten und ihm gedankt, dann war er gegangen.
Sonderbar: Er ist nicht weggegangen, er hat sich nicht verkrochen, er ist nicht aggressiv geworden, wie eigentlich alle Tiere mit Sauerstoffmangel.
Ich danke ihm dafür. Wir hatten eine gute Zeit...
Er ist im Beet unter der Katzenminze begraben. Ich vermisse ihn unglaublich, obwohl ich wirklich genug um die Ohren habe, und hier auch eine ganze Menge tierische Wegbegleiter auf meine Zuwendung warten, und mir umgekehrt so viel zurückgeben. Trotzdem! Ich habe ihm etwas geschrieben:
Du bist einfach eingewandert in unser Haus, in unser Leben, hast Dich breitgemacht, ein schnurrender, schwarz-grauer Fleck Wohlbehagen, Ruhe und Stoizismus den Widrigkeiten des Lebens gegenüber, mitten im Alltag.
- Der einzige Kater, dessen Schatten (aus Winterfell und Dreck) im Frühjahr liegen blieb, wenn er aufstand.
- Der einzige Kater, der, vom einjährigen Mini am Ohr durch die Küche gezogen, weiterschnurrte und einfach ging, wenn er nicht mehr bespielt werden mochte.
- Der einzige Kater, den man mit dem Besen beiseiteschieben, unter ihm fegen, und ihn dann zurückschieben konnte, ebenso mit dem Staubsauger.
- Der einzige Kater, der ein superguter Jäger und trotzdem unser bester Entenküken-Sitter war, obwohl die kleinen Schnäbel doch so perfekt ins Beuteschema passen.
- Der einzige Kater, dessen 6,5 Kilo Muskelmasse auf Pitbull-Beinen standen, und der wirklich nur gefährlich war, wenn man versuchte, wie ein anderer Kater auszusehen.
- Der Kater, der schnurrte, wenn er seine Spritzen bekam...
Danke für die Jahre mit Dir.
Wir hatten eine gute Zeit...
...wenn auch vielleicht ein wenig off topic. Wer gerade einen Wegbgleiter hergeben musste, sollte es vielleicht lieber überlesen...
Wir haben im März unseren Kater hergeben müssen. Er war ca. 16 Jahre alt - wobei er bei uns erst vor 6 Jahren eingewandert ist - und eine ganz besondere Persönlichkeit. Anfang des Jahres bekam er Husten, der auch nicht wirklich weggehen wollte. Als noch Atemnot dazu kam, haben wir ihn röntgen lassen: Er hatte einen Lungentumor direkt an der Luftröhre...
Zum Schluss - in seinen letzten vier Lebenswochen - habe ich ihm 2 mal täglich Cortison und Entwässerungsmittel gespritzt. Er hat die Spritzen nicht nur klaglos ertragen, sondern mich sogar daran erinnert, wenn ich sie im Alltagstrubel zu vergessen gedroht habe, war zwar ruhiger als vorher, aber wild kuschelnd, immer gefräßig und eben ein großer grauer Fleck Wohlbefinden, mitten im Alltag.
Am Vorabend des 10.3. - es ging ihm seit ein paar Tagen eigentlich richtig gut - hat Smokey sich verabschiedet, denn er ist ins Schlafzimmer mitgegangen, was er normalerweise nicht tut, und hat sich gründlich durchkraulen lassen. Morgens hatte er starke Atembeschwerden. Ich habe um 6:10 den Vet aus dem Bett geklingelt, der empfahl, noch einmal Herztropfen und eine sehr hohe Dosis Entwässerungsmittel zu geben und um 8:00 gleich in die Praxis zu kommen. Um 7:00 war ich - mitten im Aufsteh-, Vorbereitungs-, Anzieh-, und Schulbrotschmier-Stress - nicht einmal mehr sicher, dass er bis 8:00 durchhalten wird, denn er musste bereits durch den Mund atmen.
Kurz vor der Praxis lief dann auch seine Zunge blau an, er speichelte und war kurzzeitig unruhig. Zum Glück musste er da nicht mehr lange leiden...
Ich habe seinen Kopf gehalten und ihm gedankt, dann war er gegangen.
Sonderbar: Er ist nicht weggegangen, er hat sich nicht verkrochen, er ist nicht aggressiv geworden, wie eigentlich alle Tiere mit Sauerstoffmangel.
Ich danke ihm dafür. Wir hatten eine gute Zeit...
Er ist im Beet unter der Katzenminze begraben. Ich vermisse ihn unglaublich, obwohl ich wirklich genug um die Ohren habe, und hier auch eine ganze Menge tierische Wegbegleiter auf meine Zuwendung warten, und mir umgekehrt so viel zurückgeben. Trotzdem! Ich habe ihm etwas geschrieben:
Du bist einfach eingewandert in unser Haus, in unser Leben, hast Dich breitgemacht, ein schnurrender, schwarz-grauer Fleck Wohlbehagen, Ruhe und Stoizismus den Widrigkeiten des Lebens gegenüber, mitten im Alltag.
- Der einzige Kater, dessen Schatten (aus Winterfell und Dreck) im Frühjahr liegen blieb, wenn er aufstand.
- Der einzige Kater, der, vom einjährigen Mini am Ohr durch die Küche gezogen, weiterschnurrte und einfach ging, wenn er nicht mehr bespielt werden mochte.
- Der einzige Kater, den man mit dem Besen beiseiteschieben, unter ihm fegen, und ihn dann zurückschieben konnte, ebenso mit dem Staubsauger.
- Der einzige Kater, der ein superguter Jäger und trotzdem unser bester Entenküken-Sitter war, obwohl die kleinen Schnäbel doch so perfekt ins Beuteschema passen.
- Der einzige Kater, dessen 6,5 Kilo Muskelmasse auf Pitbull-Beinen standen, und der wirklich nur gefährlich war, wenn man versuchte, wie ein anderer Kater auszusehen.
- Der Kater, der schnurrte, wenn er seine Spritzen bekam...
Danke für die Jahre mit Dir.
Wir hatten eine gute Zeit...
. Es hat ihr nicht weh getan, und ich war bis zum Schluss bei ihr.Sie ist in meinen Armen gestorben.