Moin
Ob der Hausarzt keine Massage mehr verordnen darf, weiß ich nicht.
Wir bekommen jedenfalls noch Massage Rezepte, allerdings sehr wenig.
Es macht auch Sinn, KG oder MT zu verordnen.
Diese Rezepte sind „höher wertig“, weil
Massage können höchstens 10 Einheiten verordnet werden
KG und MT 18 Einheiten im Regelfall, bzw 30 je nach Diagnose.
KG und MT heißt nicht, dass der Patient nur Übungen bekommt. Ein guter Physio wird ordentlich befunden und dann das Behandlungsziel so setzten, dass der Patient den größt möglichen Nutzen hat. Dazu gehören auch Massagen, wenn sie indiziert sind.
Das hat, meiner Meinung nach, auch nichts mit Absprachen zutun, sondern mit einer qualifizierten Arbeit des Physios.
Wenn Massagen zielführend sind, dann wird auch massiert, wenn es keinen Sinn macht (so schön das auch sein kann) werden andere Maßnahmen durchgeführt.
Der Unterschied KG und MT liegt entscheidend in der Qualifikation des Therapeuten.
Es ist eine lange, schwierige, zeitaufwendig und teure zusätzliche Qualifikation des Physios.
Aber auch ein MT Therapeut massiert, wenn es sinnvoll ist.
Noch ein Statement zu „Wellness“
Eine therapeutische Massage hat nichts mit Wellness zu tun.
Wer Wellness will, muss bei uns auch privat dafür bezahlen.
Das ist definitiv keine Kassenleistung.
Wir Physio arbeiten seit Jahren daran, nicht als „Masseuse“ gesehen zu werden.
Unsere Ausbildung ist eine sehr umfangreiche und teure Angelegenheit, plus diverse Zusatzqualifikation, die wir in der Regel aus der eigenen Tasche bezahlen.
Es wäre echt klasse, wenn unser Berufsstand die entsprechende Anerkennung bekommen würde.
Dann wären brutto Durchschnittsgehälter von ca, 2000,— Euro bei 40 Wochenstunden vielleicht auch Geschichte.
Das müsste mal gesagt werden
Tusch