Nowa und ich sind gerade zuhause angekommen
und haben natürlich sofort den Gang zum Computer genommen.
Die Reise haben wir ohne Schwierigkeiten überstanden,
wir konnten mit dem IC auf die Minute in Düsseldorf landen.
Es war so schön,
so viele Leute wieder zu sehn,
Katjes, Mimimami und Biggi sahen wir das erste Mal,
es war eine Freude und kein bisschen Qual.
Neli ist wieder wie neu geboren,
gestern Abend hätte sie fast ihr Leben verloren.
Wir haben eine Kleinigkeit gegenüber von unserem Hotel zu uns genommen,
das wäre der Neli fast nicht bekommen.
Eine kräftige, ziemlich lahme Puppe
brachte ihr eine Hühnerfleisch-Nudelsuppe.
Diese Frau hatte ein bissiges Gesicht und kein bisschen Charm,
und die Suppe war auch nur lauwarm.
Die langen Spaghetti musste Neli erst einzeln zerteilen,
damit sie nicht solange außerhalb des Mundes verweilen.
Plötzlich fühlte sie etwas im Mund,
das wirkte auf sie nicht sehr gesund.
Es war vom Knorpel ein dickes Stück,
das legte sie ganz ruhig auf die Serviette zurück.
Auf einmal fühlte sie was im Mund, was sie sehr störte,
etwas spitzes, langes, was da nicht hingehörte.
Es war da ein ca. 7 cm langes, spitzes Ding,
was da gottseidank noch geruhsam im Munde hing.
Wäre es heruntergerutscht den Schlund,
wär die Neli bestimmt nicht mehr gesund.
Das ist wirklich geschehn,
die Suppe blieb dann natürlich stehn.
Als die unfreundliche Dame dann kassierte,
meinte sie, das sei normal, dass sowas passierte.
Das wäre halt wie Gräten im Fisch,
bloß die kommen nicht so spitz und lang auf den Tisch.
Ob sie die Suppe jetzt abräumen kann?
Neli meinte, auch den spitzen, scharfen Gegenstand, mannomann.
Wir wollten dieser unfreundlichen Person dann kein Trinkgeld geben,
wir waren froh, das Neli hatte noch ihr Leben.
Dann rief sie uns erbost hinterher,
Mimimamis Geschenktüre stand auf dem Tisch noch ganz quer.
Wir wollten aus dem Lokal nun endgültig raus,
da war die unfreundliche Bedienung dann von neuem ganz draus.
Sie konnte es nicht fassen,
Nowa hatte auch noch ihren Schal liegen gelassen.
Ihr Gesicht war noch bissiger als zuvor
und die anderen Gäste lachten laut im Chor.
Es war wohl total um sie geschehn,
Neli hat ihren giftigen, bösen Blick gesehn.
Nowa hörte noch ihre Schimpftiraden,
wir verließen dann endgültig diesen Laden.
Im Hotel fanden wir dann jeder einen schönen Nikolaus,
und nun ist unsere grauslige Geschichte aus.
Wir wollten die Stuttgarter nur warnen und ihnen erzählen:
Diese Nudelsuppe ist nicht weiter zu empfehlen.
Und trotzdem war es in Stuttgart so schön,
Ihr werdet auch bald Nelis Photos sehn.