Ich denke es ist an der Zeit auch mal wieder was zu dichten
und euch ein wenig aus meinem Leben zu berichten.
Ganz vieles ist in den letzen Wochen bei mir passiert
und ich erzähle es euch jetzt mal ungeniert.
Es waren durchweg positive Dinge die geschehen,
drum kann ich alles durch ne rosa Brille sehen.
Nachdem zum Jahresbeginn, ja alles grau und trübe war,
ist jetzt heiterer Sonnenschein in meinem Leben da.
Angefangen hat es vor ein paar Wochen,
als ich mit meiner Maus durchs Internet gekrochen.
Zum besseren Verständnis muß ich vorher sagen,
als kleines Mädchen mit ca. 8-10 Jahren, lebte ich in Babenhausen/Hessen
und dort haben in der Kaserne viele, junge amerikanische Soldaten gesessen.
Damit sie an Weihnacht nicht waren, gar so schrecklich allein,
luden meine Eltern einen dieser Soldaten über die Feiertage ein.
Er hieß Richard, war 23 Jahre und weit weg von zu Haus,
darum freute er sich auf unsere Familie und den Festtagsschmaus.
Der Richard kam uns dann immer öfter besuchen,
er mochte besonders Mutters Kuchen.
Auch einen Freund brachte er immer häufiger zu uns mit,
er hieß Earl, kam aus Texas, trug Cowboystiefel - das war der Hit.
Um die Geschichte ein wenig abzukürzen,
werd ich sie nicht weiter würzen.
Ich sag es jetzt mal ganz kurz und knapp,
Sie gingen zurück nach Amerika, wir zogen um, der Kontakt brach ab.
Vor ein paar Wochen dann ich google so herum,
wer treibt sich eigentlich noch in Babenhausen rum?
Land ich auf ner Homepage von der Babenhäusener Kaserne,
manche Ex-Soldaten hatten dort geschrieben und erinnerten sich gerne.
Einer war dabei, dessen Name war Earl und ne Emailadresse hatte er auch angegeben.
Ich dachte, dass kann doch nicht sein, soviel Zufall gibt es doch nicht im Leben.
Ich mich hingesetzt und eine kurze englische Mail verfasst
und dann natürlich stündlich zum Compi gerast.
2Tage später kam die Antwort dann,
von Earl, jenem Texas-Mann.
Tatsächlich er ist es gewesen,
und nach vielen Jahren konnte ich von ihm lesen.
Er hatte auch die Email Addy von Richard dem andren Soldaten aus Amerika,
Ihr könnt euch sicher denken wie überrascht und wie froh ich war.
Jetzt schreiben wir fleissig Emails her und hin,
uns kam sogar schon ein Urlaub in USA ind den Sinn.
Aber das ist noch längst nicht alles was mir widerfahren an guten Dingen,
einige von euch wissen von meinem beständigen Ringen,
mit meinem Pflege-Job ging es mit dem Rheuma ja ständig her und hin.
In der Reha wurde mir letztes Jahr von der Äztin schon nahegelegt,
mit dem Rheuma und meiner Qualifikation, dass ich besser was andres anstreb.
Ich arbeite ja bei einem großen "Verein"
und eines Tages sollte es wohl so sein.
Eine interne Stellenausschreibung fiel mir in die Hand,
was sie da suchten war mir wohlbekannt.
Eine Pflegedienstleitung wollten sie für eine Einrichtung in NRW,
schnell schickte ich meine Bewerbung hin und dachte oweh,
wer weiß wo diese Einrichtung wohl ist,
NRW ist groß, das ist ja der Mist.
Ein paar Tage später dann kam die Einladung per Brief,
in der man mich zum Vorstellungsgespräch nach Dortmund rief.
Ich fuhr mit gemischten Gefühlen zur Hauptstelle hin,
immer mit der Frage im Kopf, wo führt das hin.
Wie weit ich bereit wäre zu fahren, wurde ich gefragt,
höchstens 50 km - eine Strecke hab ich gesagt.
Naja, sagten sie, wir suchen ja für mehrere Häuser ne PDL das ist klar,
aber für welche dürfen wir noch nicht sagen, das ist wahr.
Dann kam zum Schluss" sie hören von uns" naja der übliche Spruch.
Ich dachte mir dann auf der Heimfahrt "Eva, du hast es wenigstens versucht"
Eine Woche später, es war der sechzehnte Mai
war es mit dem warten vorbei.
Da lag er, der Brief auf den ich so gewartet,
Tja und damit ist ein neues Leben gestartet..
Ich bekam eine Stelle als Pflegedienstleitung in einem Altersheim,
nur 12 km von meinem Wohnort entfernt, ist das nicht fein?
Schon am 02.06.08 hab ich an meiner neuen Stelle angefangen,
und jetzt brauch ich auch nicht mehr hoffen und bangen.
Die Kollegen, sind ,genau wie ich, ein wenig albern ab und zu

Das ist genial und verschafft mir für den Job die nötige Ruh.
Und da ich ja ausserdem beim gleichen Verein geblieben,
brauch ich noch nicht mal eine neue Probezeit schieben.
Ihr lest also vieles ist in meinem Leben geschehn,
doch noch etwas gibt es und das ist besonders schön.
Seit ca. 3 Monaten verspür ich nur noch ganz selten Schmerzen,
ich könnte vor Freude schreien aus vollem Herzen.
Ich werde jetzt nicht versprechen, dass ich öfter werd schreiben,
denn ich weiß, es wird oft genug nur bei dem guten Vorsatz bleiben.
Ich hoffe ihr nehmt mich auch so weiter in eurer Mitte auf,
auch wenn ich nicht ständig schreibe zu Hauf.
Aber oft schau ich zwischendurch rein, um zu sehen wie es euch wohl geht,
um einige von euch sich auch öfter meine Gedankenwelt dreht.
Einige von euch, haben einen besonderen Platz in meinem Herzen,
das schreib ich auch nicht um zu scherzen.
Trotzdem ich bisher nur an 3 Treffen teilgenommen,
habe ich zu einigen eine besondere Verbindung bekommen.
So empfinde ich es wenigstens tief in meinem Herzen drin,
und das gibt sogar dieser ollen Krankheit einen Sinn.
So, jetzt hab ich euch genug hier von mir erzählt,
ich hab gelesen wie viele von euch von Schmerzen gequält.
Ich wünsche allen und das aus tiefstem Herzen,
einen schönen Sonntag mit ganz viele Tage mit gaaanz wenig Schmerzen.