Clara07
Aktives Mitglied
ich zähle mal hier die sprüche
akzeptieren, ablenken, im hier und
jetzt leben, positiv denken, nur das
positive sehen, glückstagebuch führen,
schmerztagebuch führen und der neuste
spruch: lernen auszuhalten.
Hallo Puffel und Forum
Wenn alles nach Sprüchen und Methoden ginge, bräuchte ich nur ein paar Sachbücher. "Lies es und du kannst es."
Mich hat es immer traurig gemacht, wenn teuer ausgebildete Psychologen mit recht hohem Stundenlohn einfach ihren "Stibbel durchziehen". Nee, nö, zur Psychotherapie gehört schon die Wahrnehmung des Klienten, die Akzeptanz seiner Situation und die gemeinsame Erarbeitung, was möglich ist - und was nicht. Gute Leute kennen mehrere Methoden, die sie je nach Situation mischen.
Für mich war es immer enttäuschend, wenn mir jemand eine "Technik" beibringen wollte und dann auch noch mich für beschubbert hielt, weil mir die nicht half. Ich bin nicht für das Wohlbefinden des Therapeuten zuständig, gelle.
Wenn ich Schmerzen und/oder Einschränkungen habe, frage ich mich, wo das her kommt. Zuweilen frage ich auch einen Experten, ob er mir helfen kann. Helfen ist nicht Draufhauen
Was ist, das ist. Einschränkungen, Schmerzen, Übelkeit, Müdigkeit.... gehören nun mal zu mir. Ich will leben. Nun kommt mein großes Plus: Ich überlege, was trotzdem noch geht. Ich überlege, was mich davon gerade am meisten fesseln kann. Dazu gehören auch "Psychologen-Techniken". Bei mir ist es Jacobson Training oder Feldenkrais oder Bewegung oder Imagination oder Fernseher an oder Musik hören oder Malen... Selbstverständlich findet man Anleitungen dazu auch in Büchern, man kann einen Psychologen für eine Zeit zu seinem persönlichen Manager machen. Es gibt Biografiearbeiter, die mit einem das Leben nach Stärken und Interessen durchforschen. Es gibt Volkshochschulen und Nachbarschaftstreffpunkte und Rehas..... zwischendurch heul ich dann mal wieder und hänge eine Weile verzweifelt rum.
Liebe Grüße
Clara
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