Krallendorn (uncaria tomentosa)

Sandhase

Neues Mitglied
Hallo!

Hätte einmal eine Frage an euch:

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Einnahme von
Krallendorn (uncaria tomentosa) gemacht?

Ich fand heute einen interessanten Bericht in einer unserer österreichischen Tageszeitungen.
Habe dann auf der Internetseite genauere Nachforschungen
angestellt und da war dann vermerkt: Die Wirkung von Krallendorn als
zusätzliches Medikament bei entzündlichen Gelenkserkrankungen (cP)
wurde auch in einer klinischen Studie bestätigt.
Nach 6 monatiger Zusatzbehandlung hatte sich die Dauer der Morgensteifigkeit verkürzt und die Anzahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke war deutlich zurückgegangen.
In Österreich ist laut Angabe auf der Internetseite dieses Medikament
rezeptpflichtig.

Bei mir wurde erst vor ca. 2 Monaten cP diagnostiziert - nehme MTX und Folsäuretabletten, aber bis die Therapie zu wirken beginnt ....:(
Will kein Cortison gegen die Schmerzen nehmen, auch wenn ich gestern wiedermal vor Schmerzen die Wände hoch gegangen bin ....:mad:

Bin nun am überlegen mir von meinem Arzt dieses Medikament verschreiben zu lassen .... hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht???:confused:
 
hallo,

in ö ist krallendorn rezeptpflichtig, aber die kosten werden von der kk nicht übernommen.

eine 30 st. packung kostet 66,90€
90 st. packung kostet 153,10€

Verzehrempfehlung: 3 mal tägl 1 Kps. !!!

auszug aus dem beipacktext:


Anwendungsgebiete​
Als Zusatzbehandlung zu einer antirheumatischen Basistherapie
und im Bedarfsfall einer Schmerztherapie bei Patienten
mit rheumatoider Arthritis.​
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung​
Erwachsene erhalten täglich 3mal 1 Kapsel.
Krallendorn-Kapseln werden unzerkaut vor dem Essen mit
etwas Flüssigkeit eingenommen.
Da der klinische Wirkungseintritt bei der rheumatoiden Arthritis
erst nach 3 – 4 Monate erwartet werden kann, ist eine
kürzere Einnahme von Krallendorn nicht sinnvoll.
Daten aus einer kontrollierten klinischen Studie über eine
Einnahmedauer von Krallendorn-Kapseln über einen Zeitraum
von 6 Monaten liegen vor.​
Gegenanzeigen​
Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des
Präparates.
Aus grundsätzlichen Überlegungen sollten Krallendorn-
Kapseln bei Patienten mit Fremdorgantransplantaten oder
nach allogenen Knochenmarkstransplantationen nicht angewandt
werden.
Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen
keine Erfahrungen vor.​
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung​
Eine Verstärkung von Impfreaktionen kann nicht ausgeschlossen
werden.
Eine Kapsel enthält 120 mg Lactose, diese Menge reicht
wahrscheinlich nicht aus, um bei Patienten mit Lactoseintoleranz
Unverträglichkeitsreaktionen auszulösen.​
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln​
Pflanzliche Stoffe, die tetrazyklische Oxindolalkaloide enthalten,
wirken gegen die pentazyklischen Oxindolalkaloide von
Krallendorn antagonistisch und sollen daher nicht gleichzeitig
mit Krallendorn-Kapseln eingenommen werden.​
Schwangerschaft und Stillzeit​
Es liegen keine Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität
vor. Da die derzeit vorliegenden Daten für eine sichere Beurteilung
nicht ausreichen, sollen Krallendorn-Kapseln während
der Schwangerschaft und Stillperiode nicht gegeben
werden.​
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das
Bedienen von Maschinen​
​
​
Keine bekannt.​

Nebenwirkungen​
Krallendorn-Kapseln sind im allgemeinen gut verträglich. In
einzelnen Fällen wurde am Beginn der Einnahme vorübergehende
Flatulenz oder Diarrhöe beobachtet.
Vereinzelt können bei Patienten mit allergischer Diathese
Hautausschläge auftreten.​
Überdosierung​
​
​
Keine bekannt.​

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN​
Pharmakodynamische Eigenschaften​
Krallendorn enthält einen Extrakt aus Radix Uncariae tomentosae
(Willd.) DC. mod. pent. Dieser Extrakt ist auf die pentazyklischen
Oxindolalkaloide der Pteropodin- und Mitraphyllin-
Isomerengruppen normiert und auf Abwesenheit der zu
diesen antagonistisch wirkenden tetrazyklischen Oxindolalkaloide
der Rhynchphyllin-Isomerengruppe geprüft.
Die im Krallendorn-Extrakt enthaltenen pentazyklischen
Oxindolalkaloide setzten aus Endothelzellen in-vitro einen
Lymphozyten-Wachstumsfaktor frei, der die Proliferation von
transformierten und hoch aktivierten T- und BLymphoblasten
nur bis zu 90% hemmt und die Proliferation
von ruhenden und schwach aktivierten T- und BLymphozyten
um bis zu 230% steigert. Isopteropodin, ein
Isomer der Pteropodin-Isomerengruppe, steigert die Phagozytoseleistung
der Granulozyten und der Zellen des RES um
bis zu 53%.
Krallendorn führt daher, neben der Anregung des unspezifischen
Immunsystems, zu einer gerichteten Beeinflussung
des spezifischen Immunsystems. In ihrem Proliferationsverhalten
pathologisch veränderte T- bzw. B-Lymphozyten-
Klone werden abhängig von der pathogenen oder iatrogenen
Veränderung in ihrem Proliferationsverhalten angeregt oder
gehemmt.
Dieser Wirkungsmechanismus ermöglicht den Einsatz von
Krallendorn bei Krankheiten, deren Ursache eine Unterfunktion
des unspezifischen Immunsystems oder eine Fehlfunktion
des zellulären oder humoralen spezifischen Immunsystems
ist, sowie bei Krankheiten, in deren Verlauf oder durch
deren Therapie es zu solchen Fehlfunktionen kommt.
Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, deren Ursache eine
Fehlfunktion von T- und B-Lymphozyten ist, wurde unter
Therapie mit Krallendorn ein signifikanter Rückgang der
Schmerzintensität und der Anzahl der schmerzhaften Gelenke,
eine signifikante Abnahme der Dauer der Morgensteife
und eine signifikante Besserstellung bezüglich des Rheumafaktors
gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt.​
Pharmakokinetische Eigenschaften​
Daten zur Pharmakokinetik des Gesamtextraktes aus Radix
Uncariae tomentosae (WILLD.) DC. liegen nicht vor.​
Präklinische Daten zur Sicherheit​
Extrakte aus der Wurzel der Uncaria tomentosa haben sich
bei einmaliger und wiederholter Gabe in Limit-Tests als
praktisch atoxisch erwiesen.
Im AMES-Test und im Mikronukleus-Test wurden keine Hinweise
auf mutagene Wirkung für wässerige Extrakte aus Uncaria
tomentosa festgestellt.
Langzeitstudien zur Kanzerogenität liegen nicht vor.​
PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
Hilfsstoffe​
Kapselinhalt:​
​
​
​
200 mg Ascorbinsäure, 120 mg Lactose wasserfrei,
Magnesiumstearat und hochdisperses Siliziumdioxid.
​

Kapselhülle:​
​
​
​
Gelatine, Titandioxid als Farbstoff.​

Inkompatibilitäten​
​
​
Keine bekannt.​

Dauer der Haltbarkeit​
18 Monate.​
Besondere Lagerungshinweise​
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung
aufbewahren. Trocken und nicht über 25° C lagern.​
Art und Inhalt des Behältnisses​
Packung zu 10 Kapseln, 30 Kapseln bzw. 90 Kapseln.
PVC/Aluminium-Blisterstreifen zu je 10 Kapseln.​
Zulassungsinhaber:​
​
​
Immodal Pharmaka, Volders, Österreich.​

Zulassungsnummer:​
​
​
​
1–23628​

Zulassung:​
​
​
17. Mai 2000.​

Abgabe:​
​
​
Rezept- und apothekenpflichtig.
PKZ: 30 ST * (EKO: N) [66.20], 90 ST * (EKO: N) [153.10]
​


...... ob es wirklich hilft, kann ich dir leider nicht sagen. das medi sollte mindestens für 6 monate angewendet werden, damit ein therapeutischer effekt eintreten kann. mir ist es leider zu teuer (10 tage =66,90€, bin frühpensionistin).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sandhase,
mein Rheumidoc hat mir auf eigenen Wunsch im Nov. 2004 Krallendorn verschrieben (ist bei uns in Österreich wie Lilly schon schrieb, rezeptpflichtig)
Das Zeug ist sautauer,ca €160,,- monatlich. Gebracht hat`s mir nur einen eckligen juckenden Hautauschlag, sonst nix. Na ja, vielleicht hilft es bei Dir.
Liebe Grüße
 
Danke

Hallo Lilly, Hallo Fee!

Danke für eure Auskünfte ..... bin ein kompletter Neuling bezüglich Rheuma:confused:

Wirklich heftig der Preis und man weiß nicht mal mit Sicherheit, ob es wirklich hilft ....
Bin zwar noch berufstätig, aber der Preis ist mir auch viel zu hoch ....
kann ich mir beim besten Willen nicht leisen ....
und auf juckende Hautausschläge stehe ich auch nicht gerade :(

Danke nochmals ....
 
Hallo Ihr und @ Lilly

muss nur ergänzen, dass der Krallendorn bei uns zwar rezeptpflichtig ist, aber die Kosten in der Regel NICHT von den Kassen übernommen werden!! Nur in Ausnahmefällen und wenn ein Rheumatologe dies begründet!

Da wissenschaftlich NICHT erwiesen ist, dass der Krallendorn effektiv wirkt, wurde dieser auch von den Kassen in die "No-Box" gegeben, was sicher auch richtig ist.

Wie bei vielen neuen Sachen: es KANN die Morgensteifigkeit verringen, aber es ist auch möglich, dass sich gar nix tut........

Und WICHTIG!! Die anderen Medis auf keinen Fall absetzen und auch mit dem Doc darüber sprechen!

alles Liebe aus Österreich
 
Hallo Sandhase,

vor Jahren hatte ich mich für die standardisierten „uncania tomentosa“ –Produkte interessiert. So wird „Krallendorn“ in den USA als „Saventaro“ verkauft – als OtC-Produkt. Ein Konkurrenzprodukt ist „Samento“- auch frei verkäuflich.

Ich habe das standardisierte „uncania tomentosa“ nicht genommen, da in einem Borreliose -Forum über Nebenwirkungen berichtet wurde, z. B. lang andauernde Sehnen -und Muskelschmerzen. Als Grund der Beschwerden wurden die in dem Produkt enthaltenen „quinovic acid glycosides“ (engl. Bezeichnung) verantwortlich gemacht.

Mit vielen Grüßen
Wolfwolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke

Hallo Wolfwolf!

Danke dir für deine Hilfe ....

Werde halt darauf warten müssen, dass meine Basistherapie mit MTX
irgendwann zu wirken beginnt und bis dahin muss ich halt die Zähne zusammenbeißen und die Ohren steif halten ....;)

Danke nochmals :D
 
HI!
Ich bin auch an Uncaria Tomentosa interessiert.
Haben Sie mittlerweile andere Infos bekommen?

Ich habe mich Schlau gemacht, was die in den USA vertreiben. Das hat mit dem Uncaria - nichts zu tun. Das ist ein chemisch aufgearbeitetes Zeug. Mit Beimengungen div. chemischer Produkte.

Mein Ganzes Wissen bezüglich Uncaria ist ausschließlich im Bereich Krebsterapie und "AntibotikaErsatz". Das hift es teilweise irre gut. Doch zum Thema Rheuma habe ich bisher nur sehr sehr wenig in Erfahrung gebracht.
Aber die Preise sind der Hammer. Ich muss für 200 Kapseln 35 Euro bezahlen.
Ist reines, unverfälschtes Uncaria in Kapseln. Ohne jegliche Zusätze. Lt. Anleitung soll man 3x2 Kapseln zu sich nehmen.
Bei der Krebsterapie wird sogar 3x3 oder 3x4 am Tag genommen.

Noch eine Zusatzinfo: Nicht ich leide an Rheuma, sondern meine Mutter. Da mir Naturheilmittel geholfen haben möchte ich für meine Mutter auch etwas finden. Teufelskralle hiflt ihr schon sehr sehr gut. Will aber mit der Gesundheit meiner Mutter nicht experimentieren.

Ich suche immer noch nach einem Heilpraktiker oder Artz, der darüber Bescheid weis.

Gruß
 
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