Morgens früh um sieben Uhr
ging es los auf Kölners Tour.
Mein Göttergatte brachte mich,
ließ mich aber dann im Stich.
Nu spute Dich und laufe nur
du musst noch finden die Eisenbahnspur.
Dort fand ich dann das Gleis 1 und 8
Am Zug die falsche Nummer, fast gute Nacht.
Ein eiliger Geschäftemacher
machte meine Gedanken wacher,
„das ist schon richtig“ und sogleich
stand der Zug im Gleisbereich.
In Witten schon dann hängte ich,
weit heraus aus dem Fenster mich.
Sah Locin mit den beiden Mädels,
suchte ihren Göga jedoch vergebens.
In Bochum kam dann Matzimaus
mit Anhang in das Zügehaus.
Dort stiegen wir, oh welches Wunder,
in eine Doppeldeckerflunder.
Da war die Kira stumm und platt
die Schnute still , die Augen glatt.
Sie wollte einmal oben sitzen
und mit den Touris Angst ausschwitzen.
In Düsseldorf kam eine Horde
Locin sah sie am Gleisborde.
So wurd ich fast noch überrannt,
von André und dem Stoppelbrand.
Die strahlte wie ein Honigkuchen
Und dachte wohl, lass ich mal die Kira suchen
Die Neli hab ich gleich gesehen,
auch André kam, dass fand ich schön.
Daneben da stand dann eine Dame
Nahm mich auch bald in die Arme.
Das war die Etu mit der Schwester
wir hatten Spaß, brauchten kein Geläster.
So ging es weiter durch nach Kölle,
erst im Zug, dann U-Bahn, dann mit Bölle.
So waren schon am Eingang die Füße platt
Und ich war hungrig und gar nicht satt.
Gleich nach den Eintrittskarten- Desaster
Sah man wie sie zur Toilette gerast war.
Dann ging die Spaziergangstour
herum im Zoo mit Geschladder pur.
Die Flusen kamen, die Lippen wund
So ging das immer rund und rund.
Bald waren die ersten auch verschwunden
Und wir drehten getrennt die Betrachtungsrunden.
Afrika, Asien, Vietnam und Madagaskar
Alle Herren Länder waren da.
Für jeden Geschmack ein Tier dabei.
Manches war mir auch einerlei.
Dann ging es ab zum Mittagessen
Nicht das Ihr glaubt, wir hätten das vergessen
Auch dort war jeder Geschmack bedient
Einer der Kellner kein Trinkgeld verdient.
Man trennte sich bald, eine Hälfte fuhr heim.
Die andern gingen zum Dom, nicht an den Rhein.
Die Sonne ließ uns noch einen Eisbecher mögen
Eine Kugel kostet in Köln ein Vermögen
Im Dom war dann eine Betrachtungsrunde
Unterbrochen von der Andachtstunde.
Dort mussten wir uns etwas beeilen
Konnten nicht mehr lange verweilen.
Der Zug fuhr in Kürze wieder nach Haus
Die Tour nach Köln bekommt meinen Applaus.
In Ddorf verließen uns die ersten Genossen
Wir haben gewunken, gelächelt, keine Tränen vergossen.
Dann machte der Zug auf den Feldern eine Pause
Ne Viertelstunde später gabs wieder Gesause
Und doch war der Anschlusszug in Bochum fort
Locin’s Mädels gähnten an jedem Ort.
Sie hatte Glück konnte Hilfe rufen,
Ihr Mann kam im Wagen, der hatte Kufen.
So waren die vier dann auch bald wieder daheim.
Die Kira stand am Gleis nun allein.
Ein Gleisarbeiter hatte etwas zu werkeln
Schloss mich ihm an, es wimmelte von Ferkeln.
Als dieser dann zum Feierabend schlich,
Setzte neben eine Familie ich mich.
Schon bald darauf kam dann der Zug,
Ich hatte wirklich bald auch genug.
Ich nahm ein Abteil mit netten Damen,
Was war ich froh, dass keine Halunken kamen.
In Hagen schrie dann meine Mutter
„Ach Dani, hatt ich Angst Du wirst Rüpelfutter“
sie rannte mit ihren kleinen Füssen,
sicher muss sie es heute büssen.
Auf dem Weg nach Haus wollt ich schnacken
Die Erlebnisse in Worte packen
Doch dann zupfte einer am Arm
„Dani wir sind da“ zu Haus ist es warm
Ich hatte feste schon geschlafen
Hörte Tiere, Engel, Harfen…
Mit letzter Kraft zog ich mich ins Bett
Und dachte „wow, was das wieder nett“