my 2 cents
meine Gedanken:
zum Übergewicht. Klar ist es anstrengend, dauernd zwei Kisten Wasser mit sich rumzuschleppen, aber zum einen ist es so und zum anderen ist es nicht einfach so auf mich draufgehüpft und zum dritten glaube ich auch nicht, dass es "Schuld" ist.
Ich bin vor einigen Jahren über Doktor Frank gestolpert. Mein "dicker" Chef hat mir sein Buch empfohlen. Ich bin erstmal auf seine Homepage gegangen und was ich da gelesen habe war so eine Offenbarung und Erleichterung, dass ich heute zwar kaum dünner aber erheblich weniger gestresst bin wegen meines Gewichtes und viel flotter unterwegs. Ach ja, "Lizenz zum Essen" heißt das Buch, findet man ganz schnell. Er räumt mal auf mit all den Vorurteilen die uns so ein schlechtes Gewissen machen; einen Freibrief schreibt er sicher nicht. Ich war sogar extra mal in Heidelberg bei einem Patientenseminar. Ein weiteres Buch das ich empfehle ist "Machen Sie doch, was Sie wollen!" von Maja Storch. Die beiden Bücher gehören für mich zusammen.
2005 war ich auch mal bei einem Patientenseminar bei Dr. Langer. Auch so eine Offenbarung. Ist ja doll wie engagiert Ärzte auf ihre Patienten eingehen und sich mit ihnen beschäftigen. Habe ich so noch nicht erlebt. Ich war bis dahin 5 Jahre lang in Behandlung und habe mich immer eher verwaltet als behandelt gefühlt, dauernd musste ich betteln... "warten wir nochmal 3 Monate" war einer der Standardsätze die ich immer zu hören bekam. Dann hatte ich den nächsten Termin. Geändert hat sich nix.
Rheuma-online war von Anfang an eine wichtige Informationsquelle für mich. Alle Unstimmigkeiten konnte ich hier klären und dann zu meinem Rheumatologen tragen, was mir schwerfiel (immerhin ist er doch der Facharzt), sich aber immer als richtig herausstellte. Ich war dann zwei Jahre zusätzlich in schmerztherapeutischer Behandlung und das hat mich zur Ruhe gebracht. So sehr, dass ich im Sommer 2007 alle meine Medikamente von einem Tag auf den anderen abgesetzt habe. Jaja, sehr unvernünftig, aber ich mochte nicht mehr, ich mochte da nicht mehr hingehen und mich verschieben lassen und ich mochte all die Pillen nicht mehr nehmen und jeden Tag erinnert werden; zumal ich das MTX gerade zwei Wochen vergessen und es nicht gemerkt hatte. Habe ich nie.
Ach ja, ich habe vermutlich auch eine PSA.
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mich doch lieber noch einmal untersuchen zu lassen,zum einen wegen der Unsicherheit (schon komisch dass das alles auf einmal vorbei sein soll nur weil ich mich dafür entschieden habe, wer weiß was da noch brodelt) und ich habe entzündete Achillessehnen und wollte gern abklären lassen, ob die auch rheumatischer Natur sind oder nicht. Für mich stand fest nicht mehr zum Wegschieber zu gehen, also habe ich mir einen Termin in Düsseldorf geben lassen und bin bei Dr. Spieker und Dr. Lind-Albrecht gelandet. Der Weg von Kassel hat sich jetzt schon für mich gelohnt. ich bin selten so freundlich behandelt und so sorgfältig untersucht worden.
Die Blutergebnisse weisen auf Borrelien hin. Ist doch erstaunlich, dass das in 12 Jahren erstmals jemand getestet hat. Die gehen wir jetzt erstmal an.
Ich kann Dir auch nur Mut machen und sagen bleib dran und wechsel den Arzt, Hausärzte gibt es auch wie Sand am Meer, anpflaumen lassen musst Du Dich von niemandem.
Nun bin ich womöglich nicht "geheilt" (man darf ja wohl mal träumen), aber weitgehend schmerzfrei, fühle mich gut umsorgt, betreut und wertgeschätzt und das macht Vieles viel leichter.
Alles Gute
ina