hallo zusammen...
ich wollt mich nun auch mal zu wort melden...
ich glaub ich kann auch ein bissl mitmischen ;-) und außerdem glaube ich, dass ich grad ein bissl was von meiner seele schreiben will... hoffe dass das in ordnung ist für euch
also, kruz zur vorstellung, manche kennen mich hier ja eh

ich bin 22 und studiere noch... werde aber so ca. in 1 1/2 jahren fertig sein, und dann wohl zu arbeiten anfangen (oder vll auch mal gaaanz lange urlaub machen

). ich bin seit meinem 15. lebensjahr an juveniler arthritis erkrankt- mit polyartikulärem verlauf. an medis hab/ hatte ich schon so einiges. derzeit enbrel, mtx, kortison, und einiges an schmerzmittel.
ich war auch schon mal auf reha bzw auch auf kur... jenny, weil du gefragt hattest.... also mir hatte es immer sehr gut gefallen- einfach mal zeit für sich haben und auch mal intensiv was für seine gelenke tu können. vom alter her muss ich sagen, dass es 2 mal ganz verschieden war. auf der kur waren eher ältere leute- mit denen man aber seeeehr viel spaß haben konnte, und wenn wir einfach mal ne runde karten gespielt haben. und auf reha waren auch viele junge leute... das war auch lustig, aber anders... oft gibts auch so frezeitaktivitäten... wie töpfern, oder reiten, oder spiele die man sich ausleihen kann. wirst sehen, da wird dir nicht langweilig!
außerdem wirst du ja auch viele therapien haben, wo du dann auch mal froh bist, wenn du deine ruhe hast, bzw. einfach mal schlafen kannst!
cone... sport... nein vorher dein dialekt.. fand ich super zu lesen- wieder mal was andres kennengelernt... komme aber auch aus österreich, vll hat man dann auch mal weniger probleme dies zu lesen. a wenn i nit aus xiberg kim.
also ich find, oder ich habs für mich so gemacht... solange sport geht, machen... irgendwann gehts vll eh nimma (wie bei mir grad- und ich bin froh, es zumindest früher, entgegen der ärzte, ausgenutzt zu haben).. aber klar, gewisse sportarten sind halt nicht so gut für die gelenke. und schach- also das könnte ja auch auf die finger gehen

reiten tu ich hin und wieder sehr sehr gerne... früher hatte ich das viel mehr gemacht... aber nun so ein bissl herumlaufen mit dem pferdl- das ifnd ich super.
und im thermalwasser schwimmen is sicher auch gut!
und als meine gelenke noch besser waren, bin ich sehr sehr gerne nordic walken gegangen. das war klasse! da hatte ich auch das gefühl, was getan zu haben...
und dann wollt ich noch was zum ewigen thema rheuma und beruf schreiben... marina, du hattest glaub ich ein bisschen angefangen...
also irgendwie- ich weiß nicht- aber da hab ich im moment so gar keinen plan wie das bei mir mal gehen soll (in meinem beruf)... ich weiß es grad nicht... auch wenn ich optimistisch bin, und es wird ja auch irgendwie gehen... aber... mhh... hab doch grad viele einschräkungen, und bin auch immr so müde, dass es einfach so schweirig ist (und ich bin nur deshalb noch/ wieder vorm computer, weil ich nicht schlafen kann).
also einerseits gibt es ja quasi, in österreich heißts so, die begünstigte behinderung- also quasi nach dem gleichstellungsgesetz. ist denk ich auch eien super sache- nur das mit der einstellung... und wenn mich das rheuma bei der arbeit beeinträchtigt muss ich es ja auch sagen!? würdet ihr da auch sagen, was ihr nicht so könnt? das find ich irgendwie so schwierig... (vor allem, nach dem ich auch schon mal gefragt wurde, als meine meine rheuma erkrankung erwähnt: na warum studieren sie denn dan das? hätten ja auch was anderes machen können.. auf wiedersehen).
schreibt ihr eigentlich eure behinderung auch schon in die bewerbung? oder sagt ihr das "nur"? ich habs bislang nicht in der bewerbung geschrieben... waren aber auch nur praktikumsstellen, und nix fixes.
wie gehts euch eigentlich mit euren kollegen/ freunden?
ich hab da grad ganz krasse probleme mit meinen studienkollegen... aber vll kennt ihr sowas ja auch- auch wenn ichs euch wirklich wirklich nciht wünsche...
ich erzähls euch mal... also, ich kann halt schon seit längerem morgens nicht so gut, und komme daher später, so um ca. 10 uhr, und wenn ich physio habe (und das habe ich ca. 3-4 mal die woche) dann "darf" ich auch gehen. und meine kollegen sind da halt der meinung, dass das unfair ist- so ich soll mich halt mal zusammenreißen, dann geht das auch besser.. schließlich sind sie auch müde und kaputt, und haben manchmal schmerzen, wenn der tag anstregend war.. aber wenn man solche sonderregelungen bekommt wie ich, dann ist achtung zitat "jeder blöd, der nicht behindert ist"... und ich bekomm auch die vorwürfe, sachen, praktika und so ich sag mal gewisse handgriffe, würde ich ja nicht mal versuchen, ich sag ja auch immer gelich, kann ich nicht... das ist sooo unfair... auch wenn ich mich versuch da zu distanzieren... konsequenz ist halt, dass sie mir nicht sagen wenn wir besprechungen haben oder so... türen vor der nase zufallen lassen, nicht mal mehr grüßen, und heute haben sie mich quasi vor der türe rausgesperrt (ich wusste den code nicht, und auf anrufe haben sie nicht reagiert) gottseidank kam der jemand anders.
und irgendwie wenden sich genau auf diese art immer mehr kollegen ab..
seit ihr auch schon als "faul" und blöd hingestellt worden?
und von seitens der uni"leitung" "stehen die zwar hinter mir", sagen sie... werden dann in gesprächen auch teilweise diskriminierend...
irgendwie... ich muss mir glaub ich einfach eine dickere haut zulegen ;-)
habt ihr auch schon so krasses erleben müssen?
und bitte fragt nicht was ich studiere- ich möchte das irgendwie gerne ausklammern (hoffe ihr versteht das).
na dann, ich glaub nun werd ich wieder ins bett gehen.
ich wünsch euch einen schönen tag! hoffentlich wieder so sonnig, wie der heute bei uns!
lg petra