Kopf hoch!
Liebe Isabella
Also, ich würde das jetzt nicht so tragisch nehmen sondern Nägel mit Köpfen machen und darum mache ich Dir jetzt folgenden Plan:
1. Wie schon Nina sagte, der Bericht des Rheumatologen ist doch gar nicht so schlecht. Er hat einen erhöhten Entzündungswert gefunden und empfehlt weitere Untersuchungen. Also ist da doch schon einmal ein Arzt, der Deinen Zustand ernst nimmt. Kannst Du ihn nicht direkt kontaktieren, um zu wissen wie es weiter gehen soll, um schnell einen Termin zu bekommen und so schnell wie möglich eine Behandlung, um die Schmerzen los zu werden.
2. Vergiss den HA und lass Dich bitte nicht von so einem Hampelmann beeindrucken. Der kann ja noch nicht einmal zuhören. Ärzte sind auch Menschen und dieser Mann scheint sogar zu wissen, dass er nicht gerade der Hellste ist. Überleg doch einmal, was seine Bemerkung aussagt. Er scheint froh zu sein, dass Dein Rheumatologe auch im Dunkeln tappt. Der gute Mann scheint wirklich einen Komplex zu haben und freut sich wenn andere auch im Trüben fischen. Wobei das ja gar nicht stimmt. Der Rheumatologe hat Dir eine rheumatische Krankheit im Vorstadium diagnostiziert! Lass Dir Kopien vom Bericht und den Untersuchungen geben und dann schaust Du den HA noch nicht einmal mehr mit Deinem Hintern an

. Wo wohnst Du ? Vielleicht kennt jemand aus dem Forum einen guten HA in Deiner Nähe.
3. Personen mit schweren Krankheiten sind nicht sehr belastbar, klar die ganze Energie geht für die Schmerzbekämpfung drauf. Hier brauchst Du vielleicht wirklich Unterstützung. Kennst Du nicht eine Person in Deinem Umfeld (Mann, gute Freundin/Freund) der/die vielleicht mit Dir zu den Arztbesuchen gehen können und objektiv sich in das Geschehen einklinken können. Das ist so wichtig, denn meistens vergisst man etwas oder ist durch irgendwelche Umstände so verblüfft, dass man sich so einfach abfertigen lässt, wie es Dir passiert ist. Ich hatte Dir ja z.B. vorgeschlagen das Thema Kortison anzusprechen, weil die nicht stereoiden Medikamente nicht helfen.
4. Fertige eine Zusammenfassung Deiner Beschwerden mit allen möglichen Beobachtungen (Medikament, Reaktion u.s.w.) an und gebe eine Kopie davon dem Arzt. Dann kann sich niemand rausreden. Betone klar und deutlich, dass damit der Arzt voll und ganz über Deinen Gesundheitszustand unterrichtet wurde. Wenn sie dann darüber einfach hinweg sehen kannst Du später den Arzt belangen und das wissen sie. Ausserdem hättest Du sogar einen Zeugen.
5. Ärgere Dich nicht mehr über diesen Morgen. Stress ist ganz schlecht für Deine Krankheit und seh die Sache wie sie ist. Hast Pech gehabt mit dem HA und suchst Dir jetzt einen neuen. Ausserdem lässt Du Dich nicht mehr das nächste Mal so abfertigen. Hast eine weiter Erfahrung gemacht und bis das nächste Mal besser vorbereitet. Rheumatische Krankheiten sind oft mit Depressionen verbunden, genau auch wegen solchen Erfahrungen. Aber gerate nicht in diesen Teufelskreis, mach Dich nicht verrückt, dass Dir keiner glauben würde. Mach Dir mal bewusst, in welchen Psychostress Du steckst, da ist das doch ganz klar, dass man schnell an seine Grenzen stösst und man glaubt nicht mehr weiter zu können. Aber dann musst Du tief durchatmen und versuchen, einen klaren Kopf zu bekommen und die Sache nicht schlimmer zu sehen wie sie in Wirklichkeit ist. Sonst bekommst Du noch irgendwelche Phobien, die Dich vollkommen in Deinen Aktionen lähmen.
Aber so schnell lassen wir uns doch nicht unterkriegen

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Also Kopf hoch und verlier den Mut nicht!
LG
Claudia