Feuerlilie
Neues Mitglied
Ich mag euch mal von meiner gestrigen Erfahrung in der Rheumaambulanz erzählen. Ich hätte mir den Besuch echt sparen können.
Wie ich ja schon mal erzählt habe, bin ich seit ca. 2 J. wegen meiner rheumatischen Beschwerden in Behandlung. Vor zwei Jahren war ich bei einem diesigen Rheumatologen, der ein Griff ins Klo war und über den ich mich bei der Ärztekammer beschwert habe. Er hat z. B 5 Befunde geschrieben, dabei hat er diese Dinge nicht untersucht, usw. ..ich habe ihn damit konfrontiert, er hat sich entschuldigt,..usw. tut eh nichts mehr zur Sache. Er ist der einzige niedergelassene Rheumatologe hier in der Gegend.
Also ging ich zu einem, über den HAusarzt überwiesenen Internisten, der sich auch sehr gut auskennt und meine Diagnosen erstellte, mir auch wirksame Medis verschrieb ( Corti, usw. Er ist sehr nett und kompetent, aber Privatarzt.
Nun überwies mich meine Hausärztin in die nächst grössere Stadt in eine Rheumaambulanz, damit mal eine genaue differenzierte Diagnose ( weil es ja so viele Rheumaarten gibt ) gestellt wird.
Ich wartete 4 Monate auf den Termin. Gestern war er dann da. Als ich mich anmeldete, fragte die " Tussi " ( entschuldigung .Sekretärin...) warum ich überhaupt hier sei, wo doch die Ambulanz eh so überfüllt ist......Ich habe mich lautstark mokiert und aufgeregt, dass ich es mir eigentlich nicht ausgesucht habe, usw.....und ob ich wieder gehen soll......weiterhin mit dem Rolli fahren soll usw.
Sie wurde dann freundlicher und sagte, sie hätte den AUftrag von den Ärzten, das zu sagen.....
Ich kam dann zu einem so jungen Arzt, ich gehe davon aus, dass er erst in der Ausbildung ist, und mal die Erstgespräche führen muss.
Er war zwar nicht unnett, aber er hörte nicht, was ich sagte und suchte nur nach Schwellungen an den Gelenken. Diese waren nicht da, weil sie nie da sind, aber die Schmerzen schon.....
Ich stand gestern unter Schmerzmittel, wegen Migräne, die natürlich auch Auswirkung auf die rheumatischen Beschwerden hatten. Ich hatte wenig Druckschmerzen, und sagte ihm das auch.
Für ihn gibt es drei rheumatische Diagnosen, die evt. in Frage kämen, aber bei mir nicht eindeutig sind.
Polyarthritis: Da fehlen ihm aber die Schwellungen
Polymyalgie rheumatica: Da fehlen ihm die Entzündungswerte, die zwar an der Grenze sind, aber unwichtig. Anatiter sind auch wurscht....
Fibromyalgie: da spricht dagegen, dass das Cortison so gut wirkt. Das hätte ihm aber sehr " gefallen " und dann würde er mir raten, mein Leben zu ändern, weil ich ja als Sängerin zu viel Stress haben muss
, ich sollte zum Psychologen gehen, und Entspannungsübungen machen. Da habe ich ihn ausgelacht, was nicht sehr nett von mir war, aber ich konnte nicht anders...
Cortison soll ich nicht mehr nehmen, ( bin gerade bei 5 mg und es ist das einzige, was wirkt..) Schmerzmittel auch nicht, weil die gehen auf die Nieren, und länger als zwei Jahre darf man es nicht nehmen.
Auf die Frage, wie ich dann aus dem Bett kommen soll, meinen Alltag bewältigen soll, meine Arbeit machen kann, geschweige denn Lebensqualität haben könnte, schaute er nur ...
Wenn es denn sein sollte, dass es eine Polyarthritis ist, dann meinte er, helfe sowieso nur MTX.
Er möchte, dass ich in bis in 4 Wochen alle Medikamente absetze, kein Cortison.....damit er sehen kann, ob Schwellungen da sind. Ich sagte ihm, die kommen nicht, weil ich schon öfter ausgeschlichen habe, und weiss, was dann passiert. Ich kann nicht mehr aufstehen, nicht mehr gehen, nichts greifen, usw. aber meine Gelenke sind nicht geschwollen, nur meine Zehen und Hände als Ganzes.
Ich werde dies sicher nicht tun, und wieder zu meinem Arzt des Vertrauens gehen.
Was mich an der Situation ärgert, ist die Tatsache, dass meine Bedürfnisse nicht Platz hatten. Es geht um mich und meinen Körper, und ich lasse nicht einfach über mich hinwegpredigen...
So weit ich mich erinnern kann, gibt es hier genug User, die länger mit einer geringen Dosis Cortison auskommen und auch noch leben. Ist ja nicht so, dass ich es gerne nehme, aber momentan habe ich keine Alternative. MTX kommt für mich gerade nicht in Frage.
Das war lang, vielleicht hat es jemand gelesen.
Liebe Grüsse Feuerlilie
Wie ich ja schon mal erzählt habe, bin ich seit ca. 2 J. wegen meiner rheumatischen Beschwerden in Behandlung. Vor zwei Jahren war ich bei einem diesigen Rheumatologen, der ein Griff ins Klo war und über den ich mich bei der Ärztekammer beschwert habe. Er hat z. B 5 Befunde geschrieben, dabei hat er diese Dinge nicht untersucht, usw. ..ich habe ihn damit konfrontiert, er hat sich entschuldigt,..usw. tut eh nichts mehr zur Sache. Er ist der einzige niedergelassene Rheumatologe hier in der Gegend.
Also ging ich zu einem, über den HAusarzt überwiesenen Internisten, der sich auch sehr gut auskennt und meine Diagnosen erstellte, mir auch wirksame Medis verschrieb ( Corti, usw. Er ist sehr nett und kompetent, aber Privatarzt.
Nun überwies mich meine Hausärztin in die nächst grössere Stadt in eine Rheumaambulanz, damit mal eine genaue differenzierte Diagnose ( weil es ja so viele Rheumaarten gibt ) gestellt wird.
Ich wartete 4 Monate auf den Termin. Gestern war er dann da. Als ich mich anmeldete, fragte die " Tussi " ( entschuldigung .Sekretärin...) warum ich überhaupt hier sei, wo doch die Ambulanz eh so überfüllt ist......Ich habe mich lautstark mokiert und aufgeregt, dass ich es mir eigentlich nicht ausgesucht habe, usw.....und ob ich wieder gehen soll......weiterhin mit dem Rolli fahren soll usw.
Sie wurde dann freundlicher und sagte, sie hätte den AUftrag von den Ärzten, das zu sagen.....

Ich kam dann zu einem so jungen Arzt, ich gehe davon aus, dass er erst in der Ausbildung ist, und mal die Erstgespräche führen muss.
Er war zwar nicht unnett, aber er hörte nicht, was ich sagte und suchte nur nach Schwellungen an den Gelenken. Diese waren nicht da, weil sie nie da sind, aber die Schmerzen schon.....
Ich stand gestern unter Schmerzmittel, wegen Migräne, die natürlich auch Auswirkung auf die rheumatischen Beschwerden hatten. Ich hatte wenig Druckschmerzen, und sagte ihm das auch.
Für ihn gibt es drei rheumatische Diagnosen, die evt. in Frage kämen, aber bei mir nicht eindeutig sind.
Polyarthritis: Da fehlen ihm aber die Schwellungen
Polymyalgie rheumatica: Da fehlen ihm die Entzündungswerte, die zwar an der Grenze sind, aber unwichtig. Anatiter sind auch wurscht....
Fibromyalgie: da spricht dagegen, dass das Cortison so gut wirkt. Das hätte ihm aber sehr " gefallen " und dann würde er mir raten, mein Leben zu ändern, weil ich ja als Sängerin zu viel Stress haben muss
, ich sollte zum Psychologen gehen, und Entspannungsübungen machen. Da habe ich ihn ausgelacht, was nicht sehr nett von mir war, aber ich konnte nicht anders...Cortison soll ich nicht mehr nehmen, ( bin gerade bei 5 mg und es ist das einzige, was wirkt..) Schmerzmittel auch nicht, weil die gehen auf die Nieren, und länger als zwei Jahre darf man es nicht nehmen.
Auf die Frage, wie ich dann aus dem Bett kommen soll, meinen Alltag bewältigen soll, meine Arbeit machen kann, geschweige denn Lebensqualität haben könnte, schaute er nur ...
Wenn es denn sein sollte, dass es eine Polyarthritis ist, dann meinte er, helfe sowieso nur MTX.
Er möchte, dass ich in bis in 4 Wochen alle Medikamente absetze, kein Cortison.....damit er sehen kann, ob Schwellungen da sind. Ich sagte ihm, die kommen nicht, weil ich schon öfter ausgeschlichen habe, und weiss, was dann passiert. Ich kann nicht mehr aufstehen, nicht mehr gehen, nichts greifen, usw. aber meine Gelenke sind nicht geschwollen, nur meine Zehen und Hände als Ganzes.
Ich werde dies sicher nicht tun, und wieder zu meinem Arzt des Vertrauens gehen.
Was mich an der Situation ärgert, ist die Tatsache, dass meine Bedürfnisse nicht Platz hatten. Es geht um mich und meinen Körper, und ich lasse nicht einfach über mich hinwegpredigen...
So weit ich mich erinnern kann, gibt es hier genug User, die länger mit einer geringen Dosis Cortison auskommen und auch noch leben. Ist ja nicht so, dass ich es gerne nehme, aber momentan habe ich keine Alternative. MTX kommt für mich gerade nicht in Frage.
Das war lang, vielleicht hat es jemand gelesen.
Liebe Grüsse Feuerlilie