Ein herzliches Hallo an alle. Auch ich bin neu hier und lese schon einigen Tage das Forum.
Ich bekam Anfang Februar die Diagnose seropositive Rheumatoide Artritis. Ich hatte ab September extreme Schmerzen in den Fingern mit Schwellungen und in den Sprunggelenken sowie Archillessehnen. Ich bekam keine Flasche mehr geöffnet und längeres stehen oder gehen ging auch nicht mehr ohne heftige Schmerzen. Ich meine, dass das alles aber schon seit ein paar Jahren vor sich hin arbeitet. Immer mal wieder für ein paar Tage Schmerzattacken...mal der zeh, mal das Knie oder das Handgelenk. Immer mit sehr langen beschwerdefreien Zeiten. Daher hat meine Hausärztin es wohl auch nicht erkannt. Mir wurde lediglich Diclofenac verordnet und fertig.
Ich habe jetzt zu Beginn 30 mg Cortison bekommen, ausschleichend (jetzt noch bei 10 mg). Desweiteren soll ich jetzt mit MTX 15 mg (PEN) beginnen. Mich verängstigt das total. Ich weiss, dass schon sehr viel in den Foren über MTX geschrieben und diskutiert wurde und böse Nebenwirkungen Gott sei Dank eher selten sind, trotzdem hab ich so eine Angst das Medikament zu nehmen. Letzte Woche hab ich einen Anlauf gemacht und bin mit der Spritze zu meiner Hausärztin, die mich ja jetzt betreuen soll (1 x die Woche Blutentnahme) um die "erste Spritze" mir mit ihrer Hilfe dort zu geben. Ich hatte gehofft, sie würde mir ein wenig meiner Ängste nehmen können, aber eher das Gegenteil war der Fall. Nachdem ich der Sprechstundenhilfe mein Anliegen geschildert hatte (das ich etwas verunsichert bin, wegen der ganzen Nebenwirkungen) kam die Ärztin aus ihrem Zimmer gestürmt und fuhr mich im Flur vor den anderen Patienten an, dass sie jawohl nicht entscheiden könnte ob ich das MTX nehmen muss oder nicht. Dafür wäre sie der falsche Ansprechpartner
. Ich wusste gar nicht, was ich darauf erwidern sollte. Ich muss dazu sagen, dass ich 10 Jahre unter Angst- und Panikattacken gelitten habe und sie das auch weiß!
Ich bin dann aus der Praxis mit einem riesen Kloss im Hals und fühl mich irgendwie mit der ganzen Sache total alleingelassen. Man bekommt die Diagnose, sein Rezept in die Hand gedrückt, eine kurze Einweisung über das Medikament, wie toll wirksam das ist und fertig. Ich hab so viele Fragen, trau mich aber gar nicht die zu stellen, weil ich mich immer wie ein lästiges Subjekt fühle. Nun ist morgen wieder MTX-Tag und ich hoffe, dass ich mich endlich traue es zu nehmen.
Entschuldigt bitte den langen Text.
Liebe Grüße
Ich bekam Anfang Februar die Diagnose seropositive Rheumatoide Artritis. Ich hatte ab September extreme Schmerzen in den Fingern mit Schwellungen und in den Sprunggelenken sowie Archillessehnen. Ich bekam keine Flasche mehr geöffnet und längeres stehen oder gehen ging auch nicht mehr ohne heftige Schmerzen. Ich meine, dass das alles aber schon seit ein paar Jahren vor sich hin arbeitet. Immer mal wieder für ein paar Tage Schmerzattacken...mal der zeh, mal das Knie oder das Handgelenk. Immer mit sehr langen beschwerdefreien Zeiten. Daher hat meine Hausärztin es wohl auch nicht erkannt. Mir wurde lediglich Diclofenac verordnet und fertig.
Ich habe jetzt zu Beginn 30 mg Cortison bekommen, ausschleichend (jetzt noch bei 10 mg). Desweiteren soll ich jetzt mit MTX 15 mg (PEN) beginnen. Mich verängstigt das total. Ich weiss, dass schon sehr viel in den Foren über MTX geschrieben und diskutiert wurde und böse Nebenwirkungen Gott sei Dank eher selten sind, trotzdem hab ich so eine Angst das Medikament zu nehmen. Letzte Woche hab ich einen Anlauf gemacht und bin mit der Spritze zu meiner Hausärztin, die mich ja jetzt betreuen soll (1 x die Woche Blutentnahme) um die "erste Spritze" mir mit ihrer Hilfe dort zu geben. Ich hatte gehofft, sie würde mir ein wenig meiner Ängste nehmen können, aber eher das Gegenteil war der Fall. Nachdem ich der Sprechstundenhilfe mein Anliegen geschildert hatte (das ich etwas verunsichert bin, wegen der ganzen Nebenwirkungen) kam die Ärztin aus ihrem Zimmer gestürmt und fuhr mich im Flur vor den anderen Patienten an, dass sie jawohl nicht entscheiden könnte ob ich das MTX nehmen muss oder nicht. Dafür wäre sie der falsche Ansprechpartner
. Ich wusste gar nicht, was ich darauf erwidern sollte. Ich muss dazu sagen, dass ich 10 Jahre unter Angst- und Panikattacken gelitten habe und sie das auch weiß! Ich bin dann aus der Praxis mit einem riesen Kloss im Hals und fühl mich irgendwie mit der ganzen Sache total alleingelassen. Man bekommt die Diagnose, sein Rezept in die Hand gedrückt, eine kurze Einweisung über das Medikament, wie toll wirksam das ist und fertig. Ich hab so viele Fragen, trau mich aber gar nicht die zu stellen, weil ich mich immer wie ein lästiges Subjekt fühle. Nun ist morgen wieder MTX-Tag und ich hoffe, dass ich mich endlich traue es zu nehmen.
Entschuldigt bitte den langen Text.
Liebe Grüße
-, aber ich machs gleich nach dem Abendessen, dann hab ichs hinter mir. Männe räumt in der Zeit den Tisch ab und dann gehts gemeinsam vorn Fernseher, so haben wir ein Ritual geschaffen, und Rituale erleichtern manchmal das Leben.
