Hallo, ich bin auch neu hier

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Kimi73, 13. März 2017.

  1. Kimi73

    Kimi73 Registrierter Benutzer

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    Ein herzliches Hallo an alle. Auch ich bin neu hier und lese schon einigen Tage das Forum.

    Ich bekam Anfang Februar die Diagnose seropositive Rheumatoide Artritis. Ich hatte ab September extreme Schmerzen in den Fingern mit Schwellungen und in den Sprunggelenken sowie Archillessehnen. Ich bekam keine Flasche mehr geöffnet und längeres stehen oder gehen ging auch nicht mehr ohne heftige Schmerzen. Ich meine, dass das alles aber schon seit ein paar Jahren vor sich hin arbeitet. Immer mal wieder für ein paar Tage Schmerzattacken...mal der zeh, mal das Knie oder das Handgelenk. Immer mit sehr langen beschwerdefreien Zeiten. Daher hat meine Hausärztin es wohl auch nicht erkannt. Mir wurde lediglich Diclofenac verordnet und fertig.

    Ich habe jetzt zu Beginn 30 mg Cortison bekommen, ausschleichend (jetzt noch bei 10 mg). Desweiteren soll ich jetzt mit MTX 15 mg (PEN) beginnen. Mich verängstigt das total. Ich weiss, dass schon sehr viel in den Foren über MTX geschrieben und diskutiert wurde und böse Nebenwirkungen Gott sei Dank eher selten sind, trotzdem hab ich so eine Angst das Medikament zu nehmen. Letzte Woche hab ich einen Anlauf gemacht und bin mit der Spritze zu meiner Hausärztin, die mich ja jetzt betreuen soll (1 x die Woche Blutentnahme) um die "erste Spritze" mir mit ihrer Hilfe dort zu geben. Ich hatte gehofft, sie würde mir ein wenig meiner Ängste nehmen können, aber eher das Gegenteil war der Fall. Nachdem ich der Sprechstundenhilfe mein Anliegen geschildert hatte (das ich etwas verunsichert bin, wegen der ganzen Nebenwirkungen) kam die Ärztin aus ihrem Zimmer gestürmt und fuhr mich im Flur vor den anderen Patienten an, dass sie jawohl nicht entscheiden könnte ob ich das MTX nehmen muss oder nicht. Dafür wäre sie der falsche Ansprechpartner :eek:. Ich wusste gar nicht, was ich darauf erwidern sollte. Ich muss dazu sagen, dass ich 10 Jahre unter Angst- und Panikattacken gelitten habe und sie das auch weiß!

    Ich bin dann aus der Praxis mit einem riesen Kloss im Hals und fühl mich irgendwie mit der ganzen Sache total alleingelassen. Man bekommt die Diagnose, sein Rezept in die Hand gedrückt, eine kurze Einweisung über das Medikament, wie toll wirksam das ist und fertig. Ich hab so viele Fragen, trau mich aber gar nicht die zu stellen, weil ich mich immer wie ein lästiges Subjekt fühle. Nun ist morgen wieder MTX-Tag und ich hoffe, dass ich mich endlich traue es zu nehmen.
    Entschuldigt bitte den langen Text.

    Liebe Grüße
     
  2. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich bin damals mit meiner Spritze in die Praxis und habe darum gebeten, mir zu zeigen, wie das spritzen geht. Eine der Helferinnen hat mir das dann genau gezeigt. Dafür brauchts den Doc selber nicht.
    Vielleicht hat deine Ärztin was falsch verstanden. Ich würde noch mal hingehen und um eine Einweisung in die Handhabung bitten.
     
  3. jens41

    jens41 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    erst mal Herzlich Willkommen hier bei RO. Drücke dir die Daumen das du hier die Antworten findest nach denen du suchst. Was die Nebenwirkungen vom MTX betrifft würde ich erst mal abwarten. Sie müssen ja nicht auftreten. Versuche da positiv ranzugehen, denn das Medikament soll dir ja helfen und macht es wahrscheinlich auch.
    Zur Anwendung gucke ich mir meistens Videos auf YouTube an. Da findet man meistens was und es ist gut erklärt. Sicher hätte deine Ärzten dir das etwas netter sagen können, aber manchen fehlt auch ein wenig Einfühlungsvermögen.
    Versuche einfach Dich nicht verrückt zu machen. Sag sich so einfach, aber was anderes wird Dir nicht übrig bleiben.
    Drücke Dir die Daumen das das MTX bei dir gut wirkt und du von den Nebenwirkungen verschont bleibst.

    LG Jens
     
  4. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Willkommen hier im Forum.
    Ich bin auch noch nicht lange dabei und spritze jetzt seit 5 Monaten MTX.
    Mir gings ähnlich wie dir. Prednisolon hat mir schon Angst gemacht, denn ich hab noch nie ohne Not Arznei genommen, sondern eher mit Naturheilmitteln und Homöopathie versucht, die Zipperleins in Schach zu halten, wenn ich mal was hatte.
    Und dann auch noch MTX....

    Inzwischen macht mir MTX (kopfmäßig) weniger Probleme als das Cortison. Ich sehe MTX als Möglichkeit, die Krankheit aufzuhalten, und auf dieser Grundlage haben wir uns angefreundet. Prednisolon ist runterdosiert auf 5 mg, aber das hätte ich gerne bald ganz weg, wenns denn möglich ist.
    Welche Begleiterscheinungen nun von MTX oder Prednisolon sind, konnte mir bisher der Rheumatologe nicht sagen, und es interessiert ihn auch nicht wirklich, mich aber schon.

    So kämpft jeder mit der inneren Einstellung, und ich denke, ich muss die Behandlung so annehmen, denn ich hab keine Lust auf Verschlimmerung.

    Ich freu mich auch nicht wirklich auf die Spritze - heut ist wieder Spritzentag :rolleyes:-, aber ich machs gleich nach dem Abendessen, dann hab ichs hinter mir. Männe räumt in der Zeit den Tisch ab und dann gehts gemeinsam vorn Fernseher, so haben wir ein Ritual geschaffen, und Rituale erleichtern manchmal das Leben.
     
  5. Kati

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    Hallo Kimi,

    also ich verstehe Dich gut. Ich habe mir zunächst Heparin spritzen müssen - und das gleich zweimal am Tag - dazu brauchte ich eine Schüssel neben mir, weil ich dachte, ich übergebe mich. Das war ne gute Übung für MTX, was weniger war.

    Also ich oute mich mal als eine, die gegen MTX ist. Aber nicht weil ich von den Nebenwirkungen halb tot umgefallen wäre... Und nachdem Du die RA noch nicht lange hast, ist ein aggressiver Ansatz vielleicht noch eine Möglichkeit die Sache definitiv los zu werden, d.h. für immer!
    Also: nur ran! Probiere es doch einfach. Absetzen kannst Du noch immer...
    Du hast geschrieben es ist ein PEN. Da gibt es doch eine Anleitung dazu. Mehr als ein bisschen weh tun, kann es nicht. Die Nadel ist so kurz, und in meinem Bauch müsste sie schon viel viel viel länger sein, um Umheil anzurichten.

    Bist Du denn alleine? Kannst Du jemanden vielleicht anrufen der Dir am Telefon gesellschaft leistet?
    Ich meine Deine HA ist da nicht so ganz funktionsfähig. Also probiere es doch einfach.

    Und schreib, wenn Du es geschafft hast, ok?
    Nur Mut!
    Kati
     
  6. Strippe-HH

    Strippe-HH Registrierter Benutzer

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    Mein Rheumadoc wollte mir zuerst auch Spritzen verschreiben aber das hatte ich Kategorisch abgelehnt.
    Ich kann mir zwar selber mit dem Hammer auf den Finger schlagen aber selber ne Spritze geben, nee- nie.
    Also hab ich Tabletten verschrieben bekommen.
     
  7. Kimi73

    Kimi73 Registrierter Benutzer

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    Ich danke euch sehr für eure lieben Worte und Tips. Das tut echt gut. :vb_redface:
    Ich muss mich wohl mit dem Gedanken abfinden und die Krankheit annehmen als einen Teil von mir. Ich glaube, dass mir jetzt erst nachhaltig bewusst geworden ist, was das alles eigentlich für den Rest meines Lebens bedeutet. Anfangs war ich einfach nur froh, endlich Hilfe zu bekommen und zu wissen, was es denn nun ist. Ich habe ja auf Eigeninitiative um eine Überweisung zu Rheumatologen gebeten.


    Hallo Strippe-HH: Die Rheumatologin wollte mir keine Tabletten verschreiben, weil sie meint, die Wirksamkeit wäre nicht so gut. Ein Teil des Wirkstoffs würde wohl nicht ankommen im Körper bzw. man hat darüber nicht wirklich eine Kontrolle. Ich glaube aber, es wäre mir leichter gefallen, eine Tablette zu nehmen als mir selbst! eine Spritze zu geben.

    Hallo Kati: Nein, meine Hausärztin ist nicht funktionsfähig :(. Ich werde morgen nach der Arbeit mit dem Pen in die Rheuma-Praxis fahren und die dort bitten, mich beim "ersten Mal" etwas zu unterstützen. Mir wurde auch an dem Tag, wo ich die Spritzen verschrieben bekommen habe eine kurze Einweisung gegeben aber ich hab irgendwie trotzdem schiss davor etwas falsch zu machen. Die Rheumatoide Artritis habe ich wohl schon einige Jahre. Es ist nur nicht erkannt worden - leider.

    Hallo Chrissi50: Genauso geht es mir auch. Ich habe NIE Schmerzmittel genommen aus Angst vor den Nebenwirkungen. Lieber bin ich gekrochen...bis ich mich irgendwann überwunden habe, weil ich vor Schmerz nicht mehr wusste wohin mit mir. Im Moment nehme ich nur das Cortison 10 mg und habe praktisch keine Beschwerden mehr. Ich hoffe, dass das MTX mir auch hilft.

    Hallo Jens41: Ich werde es versuchen:o...du hast Recht, ich habe ja keine Wahl. Die Idee mit dem Video ist gar nicht so schlecht ;-). Vielen Dank für's Daumendrücken.

    Hallo Maggi63: So werde ich es Morgen auch machen. Ich werde mit dem Pen in die Praxis fahren. Das kennen die auch sicherlich. Gibt bestimmt noch den Einen oder Anderen, dem es ähnlich geht wie mir:o

    Liebe Grüße
     
  8. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Kimi, deine Geschichte erinnert mich an meine. Nach 3 Jahren Muskelschmerzen war ich gottfroh, endlich eine Diagnose zu haben. Die Tragweite dieser Diagnose war mir aber zu dem Zeitpunkt nicht klar und ich denke, so geht es erst mal jedem. Ist halt nicht einfach.

    Die Laboruntersuchung auf Rheuma und Borreliose geschah damals auf meinen Wunsch und eigene Kosten, denn vom Hausarzt kam nix, außer, dass ich kalte Umschläge auf die Knie machen soll und weniger stricken, wegen Daumen und Ringfinger.
     
  9. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich hab vorhin ganz vergessen zu schreiben, dass ich vom Mtx überhaupt keine Nebenwirkungen hatte. Übelkeit kam erst nach knapp 2 Jahren und die Wirkung war im Endeffekt auch nicht so wie erhofft. Deshalb wurde umgestellt auf Leflunomid.
    Was ich damit sagen will: probier es einfach aus. Wenn du damit klar kommst, ist gut und wenn nicht, gibt es noch viele andere Medikamente, die man ausprobieren kann.
    Und für morgen: gut pieks! ;)... Wobei du ja den Pen bekommen hast, der ist eigentlich narrensicher. Ich hatte die Spritzen, da ist die Nadel länger.
     
  10. Kimi73

    Kimi73 Registrierter Benutzer

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    Maggy63, das wäre ein Traum keine Nebenwirkungen zu haben. Wie merkwürdig, dass die Übelkeit dann plötzlich nach 2 Jahren bei dir kam. Und auch sehr schade, dass dir das MTX dann leider noch nicht mal gut geholfen hat. Ist bei dir denn die Wirkung besser mit dem anderen Basismedikament?
    Meine größte Angst ist ja die MTX-Lunge zu bekommen. Leider habe ich durch meine Allergien (sämtliche Gräser, Roggen, alles was Fell und Federn hat) öfter mal trocknen Reizhusten und Atemnot. Will ja nicht ständig aus Angst dann Alarm machen in der Praxis. Das ist echt blöd. Kann ich ja nicht unterscheiden. Achja...das ganze gepiekse :eek: ist aber auch nicht nett.

    Chrissi50, das stimmt. Die ganze Tragweite kommt eigentlich erst jetzt bei mir an. Hab auch viel in Foren mitgelesen, was mich aber auch wieder entmutigt hat zum Teil, weil so viele betroffen sind und es anscheinend ja wirklich keine Heilung gibt. Klar hofft man auf einen Stillstand aber das scheint ja auch nicht so oft zu sein.
    Ich war echt erschrocken, als die Rheumatologin mir sagte: wenn sie 2-3 Jahre keine Entzündungswerte etc mehr haben, kann man versuchen das Medikament abzusetzen :eek:
    Dann ging es dir ja ähnlich wie mir...ist schon erschreckend, das "Hausärzte" so wenig auf Rheuma schauen. Wenn man öfter in die Praxis kommt mit geschwollenen, entzündeten Gelenken und dann nur kalte Umschläge drauf tun soll!
     
    #10 13. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2017
  11. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Es ist ja nicht gesagt, dass du Nebenwirkungen haben musst. Vielleicht verträgst du das auch gut. Wegen der Lunge: ich habe Asthma und habe da keine negativen Auswirkungen gehabt. Du musst nur dran denken, regelmäßig die Blutwerte überprüfen zu lassen. Vor allem die Leberwerte können bei Manchen ansteigen. Meine sind nach wie vor gut.
    Das einzig Negative bei mir war, dass ich nach der Spritze schlecht geschlafen habe,aber das kann man aushalten. ;)
     
  12. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    Hallo kimi,

    Für die mtx spritzen drücke ich dir heute die daumen:top:
    Ich nehme es jetzt schon zum zweiten mal. Beim ersten mal wollte es meine Leber nicht....Nun tasten wir uns langsam ran:rolleyes: Ich spritze allerdings noch ein Biologika und ich bin froh das es Medikamente gibt die mir helfen können.

    Ich leide unter sehr vielen Allergien. Vor allem alles was an Gräser und so umher fliegt.
    Mir schwoll von jetzt auf gleich erst die Augen dann das Gesicht zu und ich bekam keine Luft mehr (allergisches asthma hieß es) musste oft zum Notarzt und schleppte immer ein notfallset mit mir rum :eek:
    So und seit Ende 2011 nehme ich badismedikamente und seit dem tritt zwar mein Heuschnupfen auf, in Form von Nase juckt total irre, aber alles andere ist seit dem nie wieder aufgetreten. Mein allergologe kann sich da keinen Reim drauf machen, mir ist es egal, mein notfallset schleppe ich nicht mehr mit und genieße diese Wirkung.... Wobei keiner weiss ob es mit den medis zusammen hängt...
    Also trau dich und ich wünsche dir das es schnell hilft wobei Geduld brauchst du schon...Eine Frage noch...sollst du denn auch Folsäure nehmen? Mir wurde es beim ersten Versuch mtx nicht gegeben, dieses mal nehme ich es 24 Stunden später.
    Ach und ich hatte erst Tabletten, die schlug mir auf den Magen und ja die spritze in gleicher Dosis wirkt bei mir besser...
     
  13. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich denke, dass die Leute vergessen, die Besserung und den Stillstand in Foren zu melden. Wenns ihnen gut geht, freut sich jeder seines Lebens und beschäftigt sich in seiner Freizeit weniger mit der Krankheit. Meistens sucht man Hilfe in Foren, wenns einem dreckig geht oder man Infos braucht usw.
    Deshalb die Häufung der "schweren Fälle". Ich merks ja an mir, dass ich weniger hier rein schaue, wenn ich gute Tage habe.
    Es gibt sehr wohl viele Kranke, die mit Medikamenten ein ganz normales leben führen. So nach und nach erfahre ich im Umfeld von einigen, die seit über 10 Jahren schon RA haben, aber ich hab da früher nie was mitgekriegt. Selbst ein 33jähriger ist dabei, der seit seiner Jugend krank ist, abe inzwischen Sport treibt und ein ganz normales Leben führt. Und meine Friseurin. Auch da hab ich nie etwas bemerkt.
    Und 5 mg Prednisolon und 10 mg MTX + 5 mg Folsäure scheint die übliche Dosierung zu sein, oder sie gehen alle zum gleichen Doc ;)
     
  14. aischa

    aischa Guest

    Guten morgen chrissi,

    manchmal vergessen die leute nicht nur den stillstand zumelden, sondern sich auch für tip's zu bedanken!

    Denke mir, so ein forum ist auch ein spiegel unserer gesellschaft und hat mit krankheit.....schwer oder auch nicht........nichts zutun!


    @Kimi
    dir alles gute und das bei dir das MTX bald wirkt!
     
  15. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich glaube halt noch an das Gute im Menschen ;) und versuche zu verstehen, warum jemand so und nicht anders reagiert.

    Ich merke es aber auch an mir selbst. Ich bin eigentlich ein hilfsbereiter und freundlicher und harmoniesüchtiger Mensch, aber seit ich die Diagnose habe bin ich oft nachlässig, weil ich in Gedanken hänge und mich z.B. die verlängerte Rot-Phase, die für meinen Männe ein zeitliches Problem auf dem Weg zur Arbeit darstellt, weil sich dadurch weitere Verzögerungen ergeben, mich nicht im geringsten interessiert und ich darüber garkein Gespräch führen will, denn irgendwann wird er wohl ankommen oder soll halt früher losfahren :D:D:D
    So war ich früher nicht. Ich hätte mit ihm nach einem anderen Weg gesucht :vb_cool:

    Nur mal so als Beispiel, dass eine Krankheit für einen selbst andere Schwerpunkte setzt und man sich verändert. Man muss also aufpassen und sich selbst immer wieder ins normale Leben zurückholen, wenn man beginnt, sich in die Krankheit fallen zu lassen. Ich glaube, das ist sehr wichtig und garnicht so einfach am Anfang.
    Und zwangsläufig flitzt man dann nicht mehr ständig durchs Internet, sondern konzentriert sich wieder mehr auf den Alltag.

    So, jetzt lüfte ich mal meine kleine Töle, die Sonne scheint...
    Gutes Gelingen bei der MTX-Spritze und allen einen schönen Frühlingstag.
    Meine wirkt grad und ich muss mich heute bei allem etwas stärker konzentrieren. Aber daran gewöhnt man sich.
     
  16. Kimi73

    Kimi73 Registrierter Benutzer

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    Guten Morgen,

    werde ich dran Denken Maggy63, ich muss die ersten 4 Wochen jede Woche zum Blutabnehmen. Nervig, aber es ist ja nur zu meinem eigenen Schutz. Ich habe wohl auch ein Astma. Werde ich auch noch mal abklären lassen.

    Hallo Norchen, ich soll 24 Stunden nach MTX 1 x 2 Tabletten Folsäure nehmen (2 x 5 mg). Was die Allergien angeht, könnte ich mir schon vorstellen, dass das MTX da Einfluss nimmt. Es unterdrückt ja das Immunsystem und das ist ja maßgeblich an Allergien beteiligt. Ist ja im Grunde auch eine Überreaktion. Ich drücke dir die Daumen, dass deine Leber es diesmal mitmacht:top:.

    Hallo Chrissi, Hallo aischa, ich könnte mir auch vorstellen, dass tatsächlich viele nur in Foren sind, wenn es ihnen schlecht geht und sie Hilfe oder Zuspruch brauchen. Dafür sind Foren ja auch gedacht. Gegenseitige Erfahrungen austauschen etc. Es wäre trotzdem auch schön mal positives zu lesen. Und sehr schade, wenn Menschen die Hilfe und den Zuspruch nicht zu schätzen wissen. Es ist halt wie so oft im Leben und Alltag: Viele denken zuerst an sich selbst und es ist eben tatsächlich so, dass wir wohl erst sensibel auf Krankheiten reagieren, wenn wir oder Angehörige selbst welche haben. Es ist auch gut und richtig nicht ständig über Krankheiten nachzudenken, aber sich mal zwischendurch bewusst machen, wie dankbar man sein kann, wenn man gesund ist, wäre schon gut. Ich bin leider mit Krankheit aufgewachsen. Mein Bruder war von Geburt an Querschnittgelähmt (mit offenem Rücken geboren) und ist leider auch nur 35 Jahre alt geworden. Krankenhaus, Operationen, Untersuchungen und Angst um ihn gehörten zu meinem Alltag. Daraus resultierte auch meine Angst- und Panikstörung, die sich dann mit Anfang 20 einstellte. Ich kriege schon Panik, wenn ich den Geruch im Krankenhaus wahrnehme.

    Ich danke euch herzlich und werde nachher berichten:unhappy:
     
  17. Kimi73

    Kimi73 Registrierter Benutzer

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    So, hab alles hinter mich gebracht. Das erste Mal MTX ist geschafft. Ich danke euch sehr für euren Zuspruch. Mir hat das sehr geholfen. Ich wünsche euch einen schmerzfreien schönen Abend
     
  18. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Danke, dir auch.
    Berichte dann mal, wie es dir mit dem Mtx geht.
     
  19. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Hallo Kimi,

    nein, hier sind nicht nur Leute, denen es schlecht geht!!!
    Ich habe 2004 die Diagnose Vaskulitis erhalten, schon damals mit Gelenkbeschwerden.
    Ich hatte dann versch. Formen von Vaskulitis, z.T. eher unschön - aber nur die kleinen Gefässe.
    Schließlich habe ich 2008 auch die Diagnose "seronegative Arthritis" dazu bekommen.
    Seit 2004 und bis 2008 hatte ich immer wieder Cortison, seit 2008 dann auch MTX in versch. Dosierungen bis 2012.
    Währenddessen bin ich nicht unter die 13 mg Cortison gekommen. Die Vaskulitis und die Gelenkbeschwerden waren so schlimm... und dann war ich zweimal im KH mit Verdacht auf Kollagenose stationär.

    Nachdem ich Anfang 2013 MTX abgesetzt hatte - eine Halsentzündung ging erst nach dem 3. Antibiotikum weg, und die RÄrztin meinte "Schluß" - und ich die Biologica abgelehnt habe, bekam ich Ciclosporin. Das funktionierte recht gut, auch wenn ich nicht runterkam mit dem Cortison. Seit Juni 2013 bin ich ohne Basis, die ich einfach abgesetzt habe... ich mutierte nämlich zum Affen, eine Nebenwirkung die ich psychisch nicht ertragen habe.

    Was soll ich sagen? 2008 haben mir die Ärzte im KH gesagt, in 10 Jahren sässe ich bei der Verbindung Vaskulitis/Arthritis (dazu kam damals eine schlimme Sicca und Raynaud vom feinsten...) im Rollstuhl (sie wollten mir umbedingt immer Biologia aufs Auge drücken).
    Ich habe heute Wanderschuhe an den Füssen, und laufe weit besser als ich es noch vor 3 Jahren tat. Ja, ich habe manchmal Schmerzen, manchmal auch täglich und auch so, dass es ohne Tramaltropfen nicht geht. Ja, ich kann vieles nicht mehr... aber noch alles, was ich brauche!
    Im Moment bin ich auf 4mg Cortison. Dazu ein Entwässerungsmittel, Thyroxin für die Schilddrüse und hin und wieder mal Vitamine, Magnesium fast täglich... und eben alles, was einem so helfen kann.

    Vor allem aber habe ich mein Leben umgestellt... ich mach eher was mir gefällt, als was "nötig" ist.

    Die Unkenrufe auch hier im Forum - die viele Menschen, denen es besser geht, oder die Alternative Wege gehen, weggehen lassen - habe ich bislang überhört. Ich habe keine "verbogenen" Finger oder Zehen... und die Vaskulitis hat eben nur unschöne Narben und Löcher in meinen Unterschenkeln gelassen, weswegen ich keine Röcke anziehe. Aber sonst... lebe ich.

    Nein, Du musst Dich nicht mit der Krankheit anfreunden. Sie muß auch nicht Dein Leben verändern. Auf jeden Fall nicht zum schlechteren. Du kannst sie als Chance sehen, etwas zu verändern. So wie eine unangenehmer Kollege, den man fast täglich vor der Nase hat, und den es zu ertragen gilt. Aber... der manchmal auch was Wahres sagt: z.B. ist das der richtige Job für Dich? ist das die richtige Beziehung? ist das die richtige Lebenseinstellung? usw. usw. Manchmal überfordern wir uns einfach. Und bei mir war das sicher ein Punkt...

    Aber jeder ist anderes, und jedes Rheuma ist anders. Es gibt hier viele Userinnen, denen es immer schon sehr schlecht ging, und die mehr und mehr Medikamente brauchen. Wo die Krankheit nicht oder nur schwer zu stoppen ist. Und somit hast Du Recht: in einem Rheumaforum bleiben vor allem die hängen, die noch immer Hilfe brauchen, denen es immernoch nicht gut geht.

    Ich würde niemanden raten irgendwas abzusetzen... aber jedem Mut machen, den Kopf nicht hängen zu lassen und nicht nur auf die Ärzte zu hören...

    Liebe Grüsse und verzeih den langen Text!
    Kati
     
  20. aischa

    aischa Guest

    Hallo kati,
    vieles was du schreibst kann ich ja gut nachvollziehen, aber manches ist für mich unverständlich.....ich habe schon das gefühl, auch wenn du es etwas kaschierst....sagst:

    leute, last die finger von basismedis .....cortison ja, denn rest nein!!

    meine erkrankung habe ich seit 2013 und selbst mich bringt das manchmal zum nachdenken, was du schreibst, geschweige erst jemand mit neuer diagnose!

    nicht nur auf ärzte hören, schreibst du........naja, wenn ich nur auf mein gefühl hören würde, würde ich zu keinen meiner medis greifen oder in die klinik zu den infusionen gehen!

    da ich immer in der klinik frauen sehe, mit gleicher diagnose mit schweren einschränkungen und körperlichen veränderungen, die keine adäquate behandlung bekamen....warum auch immer.....läßt mich dann doch auf ärzte hören!

    basismedis nehmen heißt nicht........ich bin ja so krank.......ich reise trotz erkrankung monatelang in der weltgeschichte rum und fühle mich gut dabei.......und meine RA ist nicht von pappe!!
     
    #20 14. März 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. März 2017
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