So ihr lieben, da ich den Negativ-Thread nicht sprengen möchte, habe ich mir dieses alte Thema mal rausgesucht....Also ich habe mich heute nicht gefreut über die Rentenversicherung. Ich bin jetzt nicht fix und fertig, sondern habe heute "nur" 5 Stunden Mittagsschlaf gemacht, so dass ich nun irgendwie hellwach bin...

Manche, die mich kennen, haben ja meinen Werdegang verfolgt....seropositive RA mit Overlap Sjögren/Lupus und einem ziemlich schnellen Verlauf. Gut, nach Reha , Krankenhausaufenthalt und diversen Einschränkungen bin ich nun schon über 2 Jahre krankgeschrieben.. Letztes Jahr im Herbst war ich vom Krankengeld ausgesteuert und musste mich bei der Arbeitsagentur melden. Normales Procedere, Gutachten bezüglich der Arbeitsfähigkeit....Gutachten besagt, dass ich unter 3 Stunden arbeitsfähig bin und einen Rentenantrag stellen soll. Gut, gemacht, getan. Dann laaaange nicht von der Rentenversicherung gehört. Stellungnahme Arbeitgeber angefordert im Januar und dann Stellungnahme meines Rheumatologen angefordert im April. Also mein Arbeitgeber kann mir keinen anderen Arbeitsplatz als im direktem Kundenkontakt anbieten und mein Rheumatologe schrieb ganz klar, dass er den Rentenantrag voll unterstützt, da sich trotz der Medikamente die Bewegungseinschränkungen nicht verbessert haben und ich nicht belastbar sei.... So weit, so eigentlich sehr gut .
Heute habe mich also aufgerafft und die Rentenversicherung angerufen bezüglich des Bearbeitungsstands. Ich bin es irgendwie leid, 3 x täglich an den Briefkasten zu rennen, da ja nun endlich der Bescheid drinnen liegen müsste...Tja, und dann die Überraschung...der medizinische Dienst könnte das nicht entscheiden und hat eine erneute Begutachtung durch einen rheumatologischen Gutachter der Rentenversicherung beauftragt. Das Gutachten der Arbeitsagentur sei ja nun schon fast ein Jahr alt und es müsste nochmal geschaut werden. Ich erhalte Post....Ok. dann warte ich mal wieder.
Also gut, dann werde ich auch von mir aus mal wieder zu allen Ärzten rennen und MRT meiner Hände , Knie usw. fordern. Da ist ja deutlich zu sehen, dass ich Schäden habe, wie einmalig beim Krankenhausaufenthalt im August 2021 erfolgt. Mein Rheumatologe veranlasst da nichts, weil für ihn ja klar. Und ich habe keine Angst vor dem Gutachtertermin, da es deutlich zu sehen ist, ich reden kann und auch hier dafür sehr viel Rüstzeug erhalten habe. Lügen tu ich sowieso nicht und werde so sein, wie ich bin.
Ich erhalte den Eindruck, dass die Rentenversicherung auf Zeit spielt. Normal hat man ja Anspruch auf ein Jahr Arbeitslosengeld (nach Aussteuerung). Da ich aber zum Zeitpunkt der Antragstellung 55 Jahre alt war, habe ich 1,5 Jahre Anspruch, also noch weitere 9 Monate. Das sollte dann wohl reichen , um eine Entscheidung zu treffen....Sollte diese negativ ausfallen, entgegen des vorangegangen Gutachtens, werde ich auch vor dem Sozialgericht klagen. Das soll nicht überheblich klingen, aber zum Glück können wir uns das leisten, so lange auch notfalls ohne mein Einkommen klar zu kommen. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es anderen Menschen geht, die z. Bsp. als Einzelperson oder Alleinerziehende solch einen Prozess nicht durchhalten können....
Das war erstmal die neueste Entwicklung und ich wünsche allen viel Kraft, die ähnliches zu bewältigen haben.
Liebe Grüße von mir