Sassi
Neues Mitglied
Wollen wir doch die Augen nicht verschließen... Es laufen schon solange ich mich erinnern kann Kampagnen rund um die Tier-/Hühnerhaltung und in einem halben Jahrhundert ist es der Politik gerade einmal gelungen die Hühnerkäfige um 3Fingerbreiten zu vergrößern. Die Bodenhaltung ist auch weit jenseits von Artgerecht und selbst wenn die grünen bei der nächsten Wahl die Mehrheit davon tragen würden, bezweifle ich das sich der Zustand ändern würde.
Die gesammte Fleischindustrie besteht nun einmal auf Basis der Nachfrage und die ist nun einmal da.
Genau... und weil seit Jahrzehnten immer schon bzw. immer noch so katastrophale Zustände herrschen, behalten wir sie einfach...
Ich finde, dass Tiere das Recht haben ein schönes Leben zu leben auch wenn sie letztendlich für unsere Nahrungsmittelindustrie sterben und das bedeutet für mich artgerechte Tierhaltung ist ein Muss!
Alles andere ist für mein Verständis skrupellos und nicht unterstützenswert!
Wer nicht die Augen davor verschließen will und sehen möchte, dass Massentierhaltung weit mehr als ein Problem grausamer Tierhaltung ist, sollte sich mal diesen Artikel durchlesen: Massentierhaltung: Leben für den Tod.
Hier ein kurzer Auszug aus dem Artikel:
Ich habe nichts dagegen Fleisch zu konsumieren, aber kein Lebewesen sollte dafür so leiden müssen wie die in der Massentierhaltungsindustrie. Ganz abgesehen davon, dass solches Fleisch eben nicht wirklich als gesund bezeichnet werden kann.(... )Das Argument, Menschen mit weniger Geld könnten sich diese Lebensmittel sonst nicht leisten, gilt für einige als Rechtfertigung dafür, Tiere auf eine solche Art zu züchten und zu töten. Die Massentierhaltung entstand aber gerade in den reichen Industrienationen, nicht in armen Ländern. Sie sorgt sogar dafür, dass es auf der Welt insgesamt weniger Nahrung gibt. Dadurch wurde ermöglicht, dass Fleisch in unserer Gesellschaft keine "Luxusware" mehr ist und wir ein Überangebot an Tierprodukten zu Billig-Preisen erhalten. Im Grunde könnte aber jeder etwas weniger Fleisch und tierische Lebensmittel essen - und stattdessen lieber etwas mehr dafür bezahlen. Eine Alternative zu Nahrungsmitteln aus Massenherstellung sind Produkte aus "normaler" Landwirtschaft sowie Bio-Landwirtschaft.
(...)
Man könnte wesentlich mehr Menschen ernähren, wenn die Gesellschaft deutlich weniger Fleisch essen würde. Denn auch die Tiere müssen über längere Zeit mit Getreide und Pflanzen gefüttert werden, bevor sie geschlachtet werden. Etwa 75 Prozent aller Anbaupflanzen werden an die so genannten Nutztiere verfüttert. Auf 10.000 Quadratmetern Land kann man ungefähr 23.000 Kilo Gemüse wie zum Beispiel Kartoffeln anbauen. Doch mit der Ernte der gleichen Fläche könnte man entsprechend nur etwa 190 Kilogramm Fleisch herstellen. Man sagt, dass alle Zuchttiere auf der Welt eine Futtermenge verbrauchen, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht - also mehr als der Weltbevölkerung. Von der Menge her könnte man demnach alle Menschen auf der Erde mühelos von den vorhandenen Nahrungsmitteln ernähren, wenn es keine solche Massenproduktion gäbe und die Leute viel weniger Fleisch essen würden. (...)
Nicht zu vergessen ist, dass das Fleisch aus Massenhaltung im Allgemeinen nicht als gesund bezeichnet werden kann. Die geschwächten Tiere solcher Betriebe sind wesentlich anfälliger für einige Krankheiten und Seuchen. Vor allem breiten sich diese in der Massenzucht besonders schnell aus, da die Tiere dort dicht an dicht gehalten werden. Es besteht mitunter die Gefahr, dass Krankheiten entstehen, die auch für Menschen gefährlich sind. Den Zuchttieren werden Medikamente, minderwertiges Eiweißfutter und nicht selten sogar Hormonpräparate verabreicht. Bekanntermaßen enthält dieses Fleisch oft Stresshormone der Tiere sowie Rückstände von Antibiotika. Es gibt zudem immer wieder Fälle von BSE sowie Gammelfleisch-Skandale. Man vermutet, dass sich jährlich nicht wenige Leute Lebensmittelvergiftungen zuziehen oder an Salmonellen-Infektionen erkranken, weil sie verdorbenes Billig-Fleisch gegessen haben - dies kann sogar tödlich verlaufen.(...)
Im Interesse jedes Einzelnen wäre es schon nicht schlecht doch ein wenig darüber nach zu denken was man konsumiert.