Hallo zusammen,
ich glaube, in jedem Forum gibt es Themen, bei denen die Gefühle überkochen.
Deshalb ist es dennoch nicht fair, von einem Thread auf ein ganzes Forum zu schließen.
Es ist völlig egal, wie lange man hier ist und welche Meinung man hat - jeder darf hier offen schreiben, was er denkt.
Nur muss er dann eben auch mal mit "Gegenwehr" rechnen, insbesondere bei Themen, die halt vielen auf den Nägeln brennen.
Wenn Leute sich hier seit langem mühsam durch den Berufsalltag quälen - vielleicht weil Sie der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liegen wollen oder die Ablenkung von der Krankheit durch einen (vielleicht im Idealfall sogar gerne ausgeübten) Beruf schätzen, dann muss Ihnen die im Ausgangsthread erwähnte "Strategie" wohl aufstoßen.
Denn wenn jemand nicht arbeitsfähig ist und eine Umschulung keinen Sinn macht, dann kann er definitiv auch nicht "nebenbei" arbeiten.
Wenn man das kann, dann hat man meiner Ansicht nach eben auch keinen Anspruch auf Leistungen aus der Sozialkasse.
Gerade weil hier einige Leute bis über ihre Grenzen gehen, um den Job zu schaffen, reagieren sie vermutlich bei einem solchen Thema sehr empfindlich.
Ich kann das verstehen - auch wenn ich einen höflichen und vorsichtigen Umgang zu jeder Zeit und in jedem Thread sehr schätze (und manchmal vermisse).
Von meiner Seite aus kann ich sagen: ich habe in diesem Forum unheimlich viel Hilfe bekommen und bin sehr froh, dass es diese Möglichkeit des Austausches gibt.
Ich sehe überhaupt keinen Grund dafür, warum man wegen eines solchen Problems das Forum verlassen sollte - seine Meinung dazu sagen und die Welt des Forums bereichern - das wäre meine Herangehensweise !
Ich verstehe, dass der Autor des Threads verzweifelt ist, in dem jungen Alter Wege sucht, zufrieden und glücklich trotz Beschwerden zu sein...
Seine Vorgehensweise finde ich persönlich nicht okay - aber wie wir Rheinländer sagen: jeder Jeck ist anders.
Die Rückmeldung hier im Thread wird ihm ja vielleicht schon etwas zu denken geben - und wenn nicht wäre das einer der vielen Fälle, bei denen man sich über die Rechtfertigungen von Leistungen nicht einig ist.
Sicherlich wäre der Abschied vom alten Beruf (der garantiert untauglich bei der Erkrankung ist) auch eine Chance für eine neue berufliche Perspektive.
Ich wünsche kayler, dass er diese Chance ergreift und dann doch noch ein erfülltes Berufsleben führen kann.
Bitte regt euch doch nicht soooo auf (auch wenn ich den Ärger auf beiden Seiten verstehe) - ich finde, wir haben doch alle Probleme genug...
Liebe Grüße von anuru
