Hallo Julia,
bei mir begann es mit 10 Jahren, ich hatte z.B. im Schulsport immer ganz schnell z.B. einen steifen Hals und so mit 20 ständig Kopfschmerzen und häufig Rückenschmerzen ( Lendenwirbelbereich). Und dann mal ein dickes und entzündetes Knie. Das war so ca. 1976 und man konnte nicht viel untersuchen- im Röntgen sah man nichts außer X-Beinen, weiter gab es keine Möglichkeit für bildgebende Verfahren oder viele Untersuchungen.Ich hatte auch schon als Kind das Gefühl, meine Wirbelsäule sei für mich zu kurz..........ich konnte als Grundschulkind keinen Purzelbaum, weil mir alles wehtat.
Die Rückenschmerzen blieben mein Begleiter und beim Röntgen auch ohne Befund, so wurde ich ca. 1980 das erste Mal auf Bechterew "geprüft" und später immer mal wieder, wenn es neue Untersuchungsmethoden gab.
Mich begleiteten Sehnenscheidenentzündungen durchs Studium- man sagte immer vom vielen Schreiben. Ich war immer schneller erschöpft als alle anderen, verscuhte aber auch alles mitzumachen und macht so mehr Sport ( viel Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen) als vorher - im Nachhinein gut für mich, aber für mich auch irgendwie immer anstrengender als für die anderen.
Müde war und bin ich selten, schlecht schlafend schon mein Leben lang. Schmerzen hatte ich immer irgendwo. Mal in der Achillessehne, mal im Arm, mal im Bein, viel Migräne und immer Schmerzen im unteren Rücken. Da habe ich zwar einen Gleitwirbel, aber die Schmerzen passen laut der Ärzte nicht dazu. Die Diagnose Fibro stellte ich mir selbst so etwa 1995, parallel dazu kam ein Orthopäde darauf das mal testen zu lassen, weil er bei mir nicht mehr weiter wusste. Da immer wieder andere Dinge dazukamen, die nicht unbedingt zur Fibro gehören- ich konnte z.B. von jetzt auf gleich nicht mehr auftreten, weil ich das Gefühl hatte, mir jagt jemand ein Messer ins Bein in der Nähe des Knies- lande ich immer mal wieder bei einem Rheumatolgen. Blutwerte sind nicht perfekt, aber wohl so, dass sie Rheuma ausschließen- auch wenn ich auf seronegative Verlaufe extra hinweise. Ein älterer Professor mit Spezialgebiet Rheuma aber, bei dem ich alle 2 Jahre lande, wenn ich mir selbst eine REHA gönne oder aber eine REHA bekomme, ist sich ganz sicher, dass ich eine milde Form einer RA habe.
Ich gehe zweimal in der Woche zur 45 Minuten Wassergymnastik, ein bis zweimal 1 Stunde zur KG, fahre immer mal auf meinem Heimtrainer und wenn die Fibro nicht gerade wieder mal gesammelt in meinen Scheinbeinen sitzt und das Wetter passt, dann mache ich Nordic Walking- da bin ich nach ca. 30 Minuten mit mir und der Welt aber restlos fertig und muss mich hinlegen. Im Urlaub schaue ich immer "Wasser" mit zu bekommen- ohne meine Wassergymnastik fehlt mir was. Wenn ich mal in Rente bin, will ich noch ein bis zweimal in der Woche ins Hallenbad.
Ja, das waren meine Anfänge und dann die Fibrokarriere. Was mich etwas irritiert: wie kommt der Rheumatolge auf Fibro bei dir, wenn die Triggerpunkte alle nicht reagieren.....???? Manchmal ist Fibro auch eine Verlegensheitlösung.
Viele Grüße
Kröti