Liebe Bise,
die Kündigung nDeines pflegedienstes, vor allem in dieser Form, ist so nicht ganz zulässig. hier kannst Du dich bei Deiner Krankenkasse kundig machen und ein Gespräch und weitere Nachforschungen anregen.
Ich glaube eher, dass man einfach versucht, Patienten, welche für den Dienst nicht mehr rentabel genug sind, los zu werden. Die Injektionen und generell die ganze Behandlungspflege wird nur sehr wenig entlöhnt, so dass hier die Dienste, auch mit den gestiegenen Kosten, wie beispielsweise Benzin, echt nur noch gegen NULL kalkulieren können, denn die Preise, gerade die Wegepauschalen, werden nicht den aktuellen Kosten, und das sind nicht nur die Spritkosten, auch alles andere wird teuriger, angepasst.
Aber wenn Du keinen Dienst oder Pflegeperson findest, welche mit der Kasse abrechnen kann, so muss die Kasse auch wen zahlen, welcher keinen Vertrag mit Ihnen hat und privat abrechnet. Die Behandlung muss auf jeden Fall gewährleistet sein!
Ich kann Dir auch nur raten, beim Schwerbehindertenausweis die außergewöhnliche Gehbehinderung (aG) zu bekommen, wenns denn irgendwie gerechtfertigt ist. Dann werden dir die Taxis zum Arzt, auch wenns nur fürs spritzen ist, bezahlt!
PS: Ich bin selber Pflegefachkraft, hier mit Ausbildungen im bereich der Pflegeleitung, Praxisanleitung, Palliativfachkraft und algesiologische Fachassistenz (Schmerztherapie).
Ich bin Erwerbsgemindert, zu 100% schwerbehindert und suche hier händeringend nach einem 400 Euro Job, das heisst einen anderen, den ich schon habe. Ich aknn beispielsweise noch behandlungspflegerische Sachen machen, aber ich kann selber nicht mehr Auto fahren, niht sehr weit laufen und wenn nur mit Stock bzw. unter starkem hinken. Aber ich kann noch die Schreibarbeiten machen und sämtliche Sachen, die mit den Spezialausbildungen zu schaffen haben.
Mache ich derzeit auch, Dokumentation überprüfen, dann Medikamente für die ganze Station richten, generell die Fachkräfte unterstützen. Aber: ich arbeite ohne Arbeitsvertrag, den gibt mir mein Chef nicht. Ich bekomme (obwohl es im Gesetz anders steht - bezahlter Mindesturlaub, & Wochen bezahlt bei Krankheit) nur den Lohn für einen ungelernten Helfer, weil ich ja nur bestimmte Dinge machen kann, was lediglich den Schwestern HILFT. Das sind 8,85 die Stunde. 80 Ct mehr als eine Putzfrau. Dafür hab ich nenj haufen Kram an Weiter- und Fortbildungen früher nebenher gemacht. Wenn ich krank bin, wird mir das auch vom Lohn abgezogen. Amerikanische Verhältnisse. Führt dazu, dass, wenn die Schmerzen mal zu stark sind, ich dann eben unter Morphinnebenwirkungen arbeite und nicht wirklich viel leiste..(fieses Kichern). Es führt dazu, dass meine Motivation für die Firma und die Patienten ganz weit unten ist, sprich, mir wirds auch immer egaler. Ich verheimliche bewusst Fachwissen bzw, engagiere mich auch nimmer, um was für die Patienten zu erreichen. Wenn ich die 400 Öcken nicht bräuchte, hätt ich längst des Handtuch geworfen.
ich suche einen neuen Job, wo zumindest auch gewürdigt wird, dass auch Aushilfen etwas sinnvolles machen und auch zumindest soweit bezahlt werden wie es dem Ausbildungsstand entspricht, sprich, wenigstens soviel Stundenlohn wie ein Berufsanfänger, das wäre ja schon mal was. Tja.
Bestimmt könnten noch viele Fachkräfte nebenbei was machen, aber unter solchen Bedingungen gibts nur wenige Deppen wie mich, die da 2x die Woche morgens aus dem Haus gehen.
Danke auch der Politik!