Hallo,
ich habe schon in einem anderen Beitrag geschrieben und möchte mich nun noch einmal an Familien wenden, in denen Kinder an Rheuma erkrankt sind.
Meine Tochter ist 11 Jahre jung. Alles fing dieses Jahr an, als sie dann und wann mal abends sagte, dass ihre Beine weh täten. Das steigerte sich dann schnell und die Schmerzen waren nicht nur abends da, sondern auch morgens, direkt nach dem Aufstehen. Zusätzlich hatte sie Schmerzen in den Handgelenken. Bei uns gingen dann gleich die Alarmglocken an, weil mein Mann auch Rheumatiker ist und Fibromyalgie hat. Leider bin ich auch ich nicht gesund, ich bin schon mein halbes Leben Uveitis-Patientin.
Der Kinderarzt konnte nach den ersten(Blut)untersuchungen nichts auffälliges feststellen, außer das der Eisenwert zu niedrig sei. Sie sollte eine Woche lang Ibuprofen einnehmen, mit dem Ergebnis, das auch das nichts brachte. Sie hatte weiterhin Schmerzen, inzwischen wissen wir, dass sie ihren ersten Schub hatte, weil die Ellenbögen schuppig und rauh wurden. So manches Mal hat sie abends schrecklich geweint.
Wir haben dann relativ schnell einen ersten Termin in Bad Bramstedt erhalten und meine Tochter wurde ersteinmal nur ambulant untersucht. Ergebnis: Verdacht auf Rheuma. Sie hat dann den Folgetermin für die Sommerferien bekommen und wurde stationär aufgenommen.
Ergebnis nach MRT: JIA –Psoriasis-Arthritis. Das war ein großer Schock für uns.
Der Arzt wollte gleich auf Kortison und MTX gehen. Wir wollten die Behandlung aber im gewohnten familiären Umfeld starten. Unsere Tochter wollte nach Hause.
Ich habe dann von der Chefin meiner Schwester, die Borreliose hatte, gehört, dass es eine Praxis in Peine gibt, die auch kindliches Rheuma behandelt. Die Chefin sagte mir, dass sie dank dieser Therapie beschwerdefrei leben könne. Sie brauche lediglich, wenn sie wieder Schmerzen bekomme, ein paar Sitzungen, und das nur alle paar Jahre.
Ich habe also lange gegoogelt und bin auf viele Beiträge im Internet gestoßen, die mir Mut machten. Na,klar, gab es auch einige Menschen, denen es nicht geholfen hat. Aber die Mehrzahl war begeistert. Es geht um die Eisenhardt-Therapie.
Wir sind also nach Peine gefahren und es wurde mittels einer merkwürdigen Untersuchung (Kinesiologie) festgestellt, dass meine Tochter auf Weizen und Milcheiweiß unverträglich reagiert.
Jetzt fahren wir also ein Mal pro Woche nach Peine und sie wird dort behandelt. Mir wurde das so erklärt:
Wenn der menschliche Körper erkrankt, auf Nahrungsmittel unverträglich reagiert und dann vielleicht noch einige Stoffe den Organismus durcheinander bringen (z.B. Schimmel) gerät das Immunsystem durcheinander. Der Körper fängt an, zu viel Histamin auszuschütten. Chronische Erkrankungen können entstehen, ganz besonders, wenn genetische Faktoren bestimmte Krankheiten begünstigen. Mit Hilfe der Therapie werden die Unverträglichkeiten, ich sag jetzt mal, neutralisiert, der Körper schüttet nicht mehr zuviel Histamin aus, die Darmflora regeniert sich und die Beschwerden verschwinden im besten Fall.
Ich erkläre das jetzt mal hier mit meinen Worten. Zweck der Therapie ist es also, das Immunsystem wieder in Balance zu bringen. Das geht also dort mit Hilfe von Ernährungsumstellung und Laserakupunktur.
Klingt ja auch alles logisch.
Meine Tochter isst nun also seit vier Wochen kein Weizen mehr und auch keine Milchprodukte. Das ist aber kein Dauerzustand. Sie darf das bald wieder!!! Momentan reagiert sie halt nur mit Unverträglichkeit darauf.
Sie nimmt aber ein Mal täglich, weil mein Mann darauf bestanden hat, Prednisolon 5 mg.
Mein Mann sieht die ganze Sache sehr skeptisch, aber hat auch Angst, ihr das MTX zu geben. Im Grunde genommen, so denke ich, hofft er auch auf Besserung.
Meine Tochter spricht nicht viel über Schmerzintensität, ich frage sie dann und wann mal, ob und welches Gelenk weh tut. Momentan tut ihr vor allem noch das rechte Handgelenk weh, trotz Therapie, aber auch trotz Kortison!
Ich habe uns noch den ganzen Oktober Zeit gegeben. Ich hoffe, dass sich bis dahin noch etwas tut, es ihr besser geht. Wenn nicht, müssen wir ja mal mit dem MTX beginnen.
Die Rheumatologin weiß, dass wir unserer Tochter das MTX noch nicht geben. Sie weiß allerdings nichts von der Therapie. Sie war das letzte Mal schon nicht so freundlich zu mir, weil ich angefangen habe, zu weinen. Für Rheumatologen ist es ja auch das normalste der Welt, Patienten mit MTX oder dergleichen zuversorgen. Die stecken ja nicht in unserer Haut. Ganz unnormal finden die alle anderen alternativen Therapien.
Ich habe im Internet geschaut und es gibt viele Berichte, die besagen, dass das Rheuma der kranken Kinder verschwunden ist, nachdem sie die Nahrungsmittel, gegen die sie unverträglich waren, konsequent gemieden haben. Das gibt mir Hoffnung.
Und noch einmal: Meine Tochter soll nicht auf ewig keine Milchprodukte essen und trinken, es ist nur für einen begrenzten Zeitraum.
Und ja, ich überlege auch, wenn es bei ihr hilft, mich dort in Behandlung zu begeben. Es ist aber auch eine finanzielle Sache und ihr Rheuma ist mir einfach viel wichtiger als meine jahrelange Erkrankung.
Tut mir leid, dass ich hier einen ganzen Roman geschrieben habe. Ich würde gerne wissen, ob es hier jemanden gibt, der ähnlich behandelt hat und vielleicht auch mit Erfolg?
Ich hoffe nicht, dass ich wieder PN´s mit fragwürdigem Inhalt bekomme.
Vielen Dank und allen eine gute Nacht!
BlindeKuh
ich habe schon in einem anderen Beitrag geschrieben und möchte mich nun noch einmal an Familien wenden, in denen Kinder an Rheuma erkrankt sind.
Meine Tochter ist 11 Jahre jung. Alles fing dieses Jahr an, als sie dann und wann mal abends sagte, dass ihre Beine weh täten. Das steigerte sich dann schnell und die Schmerzen waren nicht nur abends da, sondern auch morgens, direkt nach dem Aufstehen. Zusätzlich hatte sie Schmerzen in den Handgelenken. Bei uns gingen dann gleich die Alarmglocken an, weil mein Mann auch Rheumatiker ist und Fibromyalgie hat. Leider bin ich auch ich nicht gesund, ich bin schon mein halbes Leben Uveitis-Patientin.
Der Kinderarzt konnte nach den ersten(Blut)untersuchungen nichts auffälliges feststellen, außer das der Eisenwert zu niedrig sei. Sie sollte eine Woche lang Ibuprofen einnehmen, mit dem Ergebnis, das auch das nichts brachte. Sie hatte weiterhin Schmerzen, inzwischen wissen wir, dass sie ihren ersten Schub hatte, weil die Ellenbögen schuppig und rauh wurden. So manches Mal hat sie abends schrecklich geweint.
Wir haben dann relativ schnell einen ersten Termin in Bad Bramstedt erhalten und meine Tochter wurde ersteinmal nur ambulant untersucht. Ergebnis: Verdacht auf Rheuma. Sie hat dann den Folgetermin für die Sommerferien bekommen und wurde stationär aufgenommen.
Ergebnis nach MRT: JIA –Psoriasis-Arthritis. Das war ein großer Schock für uns.
Der Arzt wollte gleich auf Kortison und MTX gehen. Wir wollten die Behandlung aber im gewohnten familiären Umfeld starten. Unsere Tochter wollte nach Hause.
Ich habe dann von der Chefin meiner Schwester, die Borreliose hatte, gehört, dass es eine Praxis in Peine gibt, die auch kindliches Rheuma behandelt. Die Chefin sagte mir, dass sie dank dieser Therapie beschwerdefrei leben könne. Sie brauche lediglich, wenn sie wieder Schmerzen bekomme, ein paar Sitzungen, und das nur alle paar Jahre.
Ich habe also lange gegoogelt und bin auf viele Beiträge im Internet gestoßen, die mir Mut machten. Na,klar, gab es auch einige Menschen, denen es nicht geholfen hat. Aber die Mehrzahl war begeistert. Es geht um die Eisenhardt-Therapie.
Wir sind also nach Peine gefahren und es wurde mittels einer merkwürdigen Untersuchung (Kinesiologie) festgestellt, dass meine Tochter auf Weizen und Milcheiweiß unverträglich reagiert.
Jetzt fahren wir also ein Mal pro Woche nach Peine und sie wird dort behandelt. Mir wurde das so erklärt:
Wenn der menschliche Körper erkrankt, auf Nahrungsmittel unverträglich reagiert und dann vielleicht noch einige Stoffe den Organismus durcheinander bringen (z.B. Schimmel) gerät das Immunsystem durcheinander. Der Körper fängt an, zu viel Histamin auszuschütten. Chronische Erkrankungen können entstehen, ganz besonders, wenn genetische Faktoren bestimmte Krankheiten begünstigen. Mit Hilfe der Therapie werden die Unverträglichkeiten, ich sag jetzt mal, neutralisiert, der Körper schüttet nicht mehr zuviel Histamin aus, die Darmflora regeniert sich und die Beschwerden verschwinden im besten Fall.
Ich erkläre das jetzt mal hier mit meinen Worten. Zweck der Therapie ist es also, das Immunsystem wieder in Balance zu bringen. Das geht also dort mit Hilfe von Ernährungsumstellung und Laserakupunktur.
Klingt ja auch alles logisch.
Meine Tochter isst nun also seit vier Wochen kein Weizen mehr und auch keine Milchprodukte. Das ist aber kein Dauerzustand. Sie darf das bald wieder!!! Momentan reagiert sie halt nur mit Unverträglichkeit darauf.
Sie nimmt aber ein Mal täglich, weil mein Mann darauf bestanden hat, Prednisolon 5 mg.
Mein Mann sieht die ganze Sache sehr skeptisch, aber hat auch Angst, ihr das MTX zu geben. Im Grunde genommen, so denke ich, hofft er auch auf Besserung.
Meine Tochter spricht nicht viel über Schmerzintensität, ich frage sie dann und wann mal, ob und welches Gelenk weh tut. Momentan tut ihr vor allem noch das rechte Handgelenk weh, trotz Therapie, aber auch trotz Kortison!
Ich habe uns noch den ganzen Oktober Zeit gegeben. Ich hoffe, dass sich bis dahin noch etwas tut, es ihr besser geht. Wenn nicht, müssen wir ja mal mit dem MTX beginnen.
Die Rheumatologin weiß, dass wir unserer Tochter das MTX noch nicht geben. Sie weiß allerdings nichts von der Therapie. Sie war das letzte Mal schon nicht so freundlich zu mir, weil ich angefangen habe, zu weinen. Für Rheumatologen ist es ja auch das normalste der Welt, Patienten mit MTX oder dergleichen zuversorgen. Die stecken ja nicht in unserer Haut. Ganz unnormal finden die alle anderen alternativen Therapien.
Ich habe im Internet geschaut und es gibt viele Berichte, die besagen, dass das Rheuma der kranken Kinder verschwunden ist, nachdem sie die Nahrungsmittel, gegen die sie unverträglich waren, konsequent gemieden haben. Das gibt mir Hoffnung.
Und noch einmal: Meine Tochter soll nicht auf ewig keine Milchprodukte essen und trinken, es ist nur für einen begrenzten Zeitraum.
Und ja, ich überlege auch, wenn es bei ihr hilft, mich dort in Behandlung zu begeben. Es ist aber auch eine finanzielle Sache und ihr Rheuma ist mir einfach viel wichtiger als meine jahrelange Erkrankung.
Tut mir leid, dass ich hier einen ganzen Roman geschrieben habe. Ich würde gerne wissen, ob es hier jemanden gibt, der ähnlich behandelt hat und vielleicht auch mit Erfolg?
Ich hoffe nicht, dass ich wieder PN´s mit fragwürdigem Inhalt bekomme.
Vielen Dank und allen eine gute Nacht!
BlindeKuh

Der ist auch sehr skeptisch. Bin ich ja irgendwie auch, aber wie heisst es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.