schwarzer Samstag
Auch mit Wut im Bauch konnte man mir damals die gute Laune nicht verderben
Bingen den 22.10.1990
Rabenschwarzer Samstag!
Früh morgens mit Musik geweckt, es war so gegen acht,
als ich aus meinem schönsten Traum, ganz brutal erwacht.
Kaffeeduft und frische Brötchen, haben mich gelockt,
so war ich dann nach kurzer Zeit, nicht mehr so verstockt.
So setzt´ ich mich ins Auto rein, Massa war mein Ziel,
da dort ein schöner Musikschrank, mir sehr gut gefiel.
Nun stand ich da mit diesem Ding, der Kofferraum zu klein,
der Sitz muß runter, dacht ich mir, dann geht er sicher rein.
Am Sitz es eine Schlaufe gibt, an der soll man wohl ziehen,
doch ich, ich hab´ die falsch´ erwischt, nun ist der Sitz dahin.
Die richt´ge ich dann doch noch fand, der Sitz ging auch zurück,
doch mit der Lehne hatte ich, wiederum kein Glück.
Die Stütze unsres Nackens, sich im Weg befand
und die ist dann zum Trotze, mir im Gesicht geland.
Plötzlich war die Brille weg, wie konnte das gescheh´n,
verbogen lag sie auf der Erd´ und ich konn´t nichts mehr seh´n.
Die Gläser waren heil geblieben und da ich Künstler bin im Biegen,
war das Unheil schnell behoben und die Brill´ saß wieder oben.
Nun war auch schnell der Schrank verstaut und ich bei Massa abgehaut.
Kaum zu Hause fing ich an, den Schrank zu bauen ganz nach Plan.
Als dieser endlich fertig war, stand er auch ganz prächtig da,
nur hatt´ ich vorher ganz vergessen, das Fach fürs Tonband nachzumessen.
Nur ohne „Hut“ paßt es hinein, so wird der Staub bald Sieger sein.
Als alle Kabel angeschlossen, hab´ ich noch Musik genossen.
Doch nicht lange dies so ging, zum Jahrgang zog es mich nun hin.
Selbstverständlich mußte mit, die Orgel für den Stimmungshit.
Zum Transport braucht´ ich den Wagen, doch der hat dieses nicht vertragen.
Lange stand er dort herum und sicher wurd´ es ihm zu dumm,
so sucht´ er Streit, bekam ihn auch, der Nachbar rammt ihm in den Bauch.
Nur hatten Beide nicht bedacht, daß so ein Streit auch Beulen macht.
So steh´n sie beide sehr belämmert, das Blech sieht aus wie frisch behämmert.
Ich es bis heut´ nicht glauben mag, dies war ein „rabenschwarzer Tag“.
Wolfgang