Mithilfe
Hallöchen zusammen,
einige Argumente kann ich nachvollziehen, aber ich habe das Gefühl, hier wird kaum berücksichtigt, daß die Gruppen der Rheumaliga von Ehrenamtlichen geleitet wird.
Ihr möchtet eine Gruppe für Berufstätige? Ok, dann wendet Euch an die örtliche Rheumaliga und bietet Eure Mithilfe an. Gemeinsam sucht Ihr nach Therapeuten für Trocken- und/oder Wassergymnastik. Dann betreibt ein wenig Öffentlichkeitsarbeit und Eure Gruppe wird sicher den nötigen Zulauf erfahren
Nein, ich meine es auch diesmal keineswegs böse, sondern sehe es lediglich als Aufforderung zum Aktiv werden.
Die Rheumaliga kann nur so gut sein, wie ihre Mitglieder...die aktiven Mitglieder. Es reicht nicht zu sagen "Die bieten mir ja nichts!". Ja wie denn auch, wenn sich die Interessenten nicht aktiv daran beteiligen?
Die Arbeit wird von wenigen Leuten getragen. Viele von denen sich auch noch berufstätig und leisten ihr Ehrenamt in ihrer Freizeit. In der Freizeit, in der sie auch mal gerne ausspannen würden, aber aus Überzeugung die Kraft für sich und andere aufwenden.
Ich habe früher u.a. auch als telefonische Ansprechpartnerin gearbeitet. Das bedeutete, daß die Menschen rund um die Uhr anrufen und mit mir sprechen konnten. Das war mal morgens, auch mal abends. Das geschah dann, wenn mein frisch gekochtes Essen auf dem Tisch stand und mein Mann mir gegenüber saß....ich habe meinen Mann gebeten, das Essen in den Ofen zu stellen und habe manchmal zwei Stunden später gegessen.
Mein Mann und ich saßen gemütlich auf der Couch, mit einem Glas Wein...und dann habe ich trotzdem zum Hörer gegriffen und mit jemanden, den ich nie wieder gesehen oder gehört habe, ein, zwei Stunden telefoniert.
All diese Arbeit sah niemand. Kaum jemand wusste von dem Aufwand hinter den Kulissen. Die anderen Personen der Gruppenleitung führten die Kasse, organisierten Termine und Treffen, suchten Sponsoren, Referenten, Gymnastiklehrer und die Besucher unserer Gruppe forderten noch mehr Referenten, noch mehr Angebote, noch speziellere Angebote für andere Zielgruppen, zu anderen Uhrzeiten usw.
Zu dem Zeitpunkt war ich bereits berentet, es ging mir gesundheitlich schlecht und die Berufstätigen saßen uns Gruppenleiter gegenüber und schauten uns mürrisch an, weil wir an diesem Abend wieder "kein weißes Kaninchen aus dem Hut zauberten".
Ziemlich schnell entstand das Gefühl, daß unsere Arbeit konsumiert, aber nicht wirklich unterstützt wurde....und jeder von uns war krank, aber das wurde in den Hintergrund geschoben.
Die Rheumaliga hat so manchem von uns etwas ermöglicht, auf irgendeine Art. Statt zu murren, daß etwas fehlt, wäre aktive Mithilfe sicher angebracht.
Aber wie ist das beim Fußball??
WIR haben gewonnen und DIE haben verloren
Und wie ich bereits schrieb: So mancher Ehrenamtliche ist berufstätig und leistet die Arbeit "nebenher" und die, die nicht mehr berufstätig sind, haben ihre Gründe, warum sie es nicht sind. Die Arbeit, die sie leisten, ist für sie noch viel schwerer...
Die Gruppe ist so lustig, wie ihre Mitglieder lustig sind. Wenn eine Gruppe mit älteren Menschen nicht mehr so lustig ist, so kann ein junger Mensch durchaus "frischen Wind reinbringen". Ok, der Anfang ist nicht einfach, aber nur die wenigsten Menschen können sich gegen gute Laune wehren, bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen weniger lang. Und die, die nicht lustig sein wollen, sollen es bleiben lassen *lächel*
Schaut Euch doch an, wie Rheuma-Online funktioniert.
Zitat aus dem News-Archiv:
Ein riesiger Dank gilt allen unseren Usern, die durch ihr Feedback, ihre Vorschläge und ihre konstruktive Kritik und vor allem auch durch ihre Teilnahme am Chat und ihre Beiträge im Forum geholfen haben, rheuma-online ständig weiterzuentwickeln, kontinuierlich zu verbessern und aus der Website die führende rheumatologische Website im deutschsprachigen Raum zu machen.
Wenn es hier funktioniert, warum dann nicht auch "da draußen". Natürlich ist der Aufwand größer, Mann/Frau muß rausgehen und/oder hinfahren, man muß für die Gruppengründung viel Kraft und Energie investieren. Aber es wird sich lohnen.
Das Rheuma-Online-Team hat weder Kraft, Mühe, Zeit, Kosten und Aufwand gescheut, diese Plattform zu gründen. Es waren im Dezember nun 10.000 User an einem Tag auf dem Board. Das RO-Team hätte vor 7 Jahren auch diesen Aufwand scheuen können und hat es nicht getan.
Und wir?? Wir nutzen es täglich (niemals! ich bin nicht süchtig!

) und diese Art von Selbsthilfe funktioniert reibungslos. Warum also auch nicht "draußen"?
Viele Grüße
Sabinerin