Berufswunsch
Hallo Biggi,
Du entschuldigst Dich für Deine Fragen , aber wozu?
Genau dazu sind Foren da, um einander zu helfen und auch miteinander zu lachen.
Ich kann Dir zur Berufswahl folgenden Rat geben.
Man sagt im allgemeinen , daß Berufe in denen wechselnde Körperhaltungen möglich sind von Vorteil sind.
Dein Sohn will Polizist werden, warum nicht.
Er hat alle möglichen Fortbildungsmöglichkeiten, der Beruf ist sehr vielschichtig.
Man darf nicht unterschätzen, daß wenn Dein Sohn einen Beruf hat, der ihn ausfüllt und deshalb für seine Seele gut ist, ist er motiviert .
Eine ausgeglichene Seele wirkt sich sehr positiv aus, das ist nicht zu unterschätzen.
Wegen der Anstrengungen und Körperlichen Anforderungen, wenn er Eignungstest und Ausbildung schafft, wird dieser ihn vorrantreiben, weil es für ihn ein Traumberuf ist.
Dein Sohn muß sich nicht jetzt schon behindert fühlen , weil er eine Erkrankung hat die ernst werden kann.
( so wie Du schreibst tut er das ja auch nicht, zumindest nicht nach aussen.)
Jetzt ein bischen klugscheißern, wie es mein Doc tut:
Die positive Belastung die dieser Beruf mitbringen würde nennt sich Distreß. Negatve Belastung , wie der ewige Gedanke , "was hätte sein können, wenn ich meinen Traumberuf ergriffen hätte?" nennen die Docs Eustreß. Dieser belastet den Körper und somit das Rheuma zusätzlich, der Distreß beflügelt eher, das ist so wie die Wahl auf welcher der drei Partys am Wochenende gehe ich???
Egal welchen Beruf er ausüben wird, ob am
Schreibtisch ( leichte Tätigkeit, aber Zwangshaltung) ,
handwerklich ( wechselnde Körperhaltung, aber vielleicht anstrangend) oder sonstige ,
der Beruf, der ihm Spaß macht wird ihm helfen sich als ganze Person zu fühlen und seinen Kampf zu kämpfen.
Ich habe den Ratschlägen der Ärzte damals gehorcht und bin statt Goldschmiedin ( wegen der vielleicht fehlenden Fingerfertigkeiten beim Rheuma) Technische Zeichnerin geworden.
Danach stellte sich heraus, es ist Bechterew und ich habe die Augen betroffen und kann heute nicht mehr richtig sehen, aber meine Hände funktionieren 1a.
Verstehst Du was ich sagen will?
Keiner kennt den Verlauf und somit hat Dein Sohn alle Chancen der Welt.
Selbst wenn er mal nicht mehr den harten Dienst wird ausüben können, gibt es Ausweichmöglichkeiten.
Den RICHTIGEN Beruf gibt es nicht.
Zum Freundeskreis kann ich nicht viel sagen.
Ich wurde schon sehr früh krank und habe fast 2 1/2 Jahre Schule verpaßt. Dadurch kam ich nie wirklich in der Klassenverband.
Später in der Ausbildung gab es Freundschaften, die zerfielen aus anderen Gründen.
Heute kriege ich gut Anschluß, aber weil ich sehr viel unterwegs bin bei Ärzten und Therapien und am Wochenende fehlt mir oft die Energie ist es manchmal schwierig. Es haben nicht alle das Verständnis und die, die Verständnis haben sprechen oft von Mitleid und das kann ich gar nicht leiden und auch nicht gebrauchen.
Man wird empfindlich über die Jahre, das ist wohl bei vielen so.
Haltet die Ohren steif
Sauerländer Grüße
Kira
Eins noch, Kortison ist nicht so übel wie sein Ruf, wenn es intelligent eingesetzt wird.
Es kann eine Chance sein , mir rettet es seit Jahren das Augenlicht, immer und immer wieder.