Gutemine65
Bekanntes Mitglied
Hallo ihr Lieben,
erinnert ihr euch, wie alles begonnen hat?
Wie seid ihr mit der Diagnose umgegangen?
Wie hat euer Umfeld reagiert?
War euch klar, dass sich euer Leben verändern wird?
Und... und.... und...
Ich selbst habe seit Mai dieses Jahres rheumatoide Arthritis und am Anfang haben mir Cortisonstöße ganz gut geholfen. Zur weiteren Diagnostik war ich in einer Fachklinik, die aber auf Grund meiner grottenschlechten Leberwerte noch keine Basistherapie einleiten konnten und mich zunächst mit 20 mg Cortison/Tag entlassen haben.
Das hat am Anfang auch super funktionert und ich hatte manchmal sogar den Eindruck, dass die Entzündungen (ich habe sie nur in den Händen und Handgelenken) fast verschwunden waren.
Obwohl ich nichts an der Medikation geändert habe, kann ich heute an manchen Tagen meine Hände fast nicht gebrauchen, jede Bewegung tut weh und wenn mein Mann abends nach Hause kommt, muss er auch noch einen Großteil des Haushalts erledigen...
Wie geht ihr mit diesen Tagen um?
Seid ihr dann auch so launisch? (Schäm...) Zum Glück erträgt mein Mann mich so, wie ich gerade bin, aber leicht ist es sicher nicht.
Ich habe das Glück, dass ich ein tolles soziales Umfeld habe, auf das ich immer zählen kann, aber ich merke auch, dass mir manches zuviel wird und ich mich zwischendurch auch gerne mal zurückziehe.
Grundsätzlich bin ich ein positiver Mensch, dessen Glas immer mindestens halbvoll ist, aber im Moment schwanke ich ständig zwischen Wut, dem Gedanken, dass morgen alles wieder besser ist, Verzweiflung, wenn ich mich nicht mal vernünftig anziehen kann und der Hoffnung, dass nach dem Termin beim Rheumatologen im Oktober alles besser wird und ich vielleicht sogar wieder arbeiten kann. Geht euch das auch so? Wie geht ihr damit um?
Seid ihr auch von der ewig gleichen Frage: "Wie gehts dir?" genervt?
Habt ihr auch manchmal den Eindruck, dass ihr auf eure Defizite reduziert werdet? In der Beziehung ist mein Mann ein echter Könner. Standard: "Lass, ich mach das schon..." Ja, es ist gut gemeint, aber daneben fühle ich mich manchmal echt nutzlos.... und da ich nicht gerade mit Engelsgeduld gesegnet bin, reagiere ich dann oft mit: JETZT ERST RECHT!
Natürlich nur, wenn ich es auch kann. Oh, ich liebe ihn für seine Gutmütigkeit und seine Geduld.
Ich dachte, es wäre vielleicht eine gute Idee, einen Thread aufzumachen, der die Bandbreite der Emotionen und den Austausch darüber zum Thema hat.
Liebe Grüße
Gutemine
erinnert ihr euch, wie alles begonnen hat?
Wie seid ihr mit der Diagnose umgegangen?
Wie hat euer Umfeld reagiert?
War euch klar, dass sich euer Leben verändern wird?
Und... und.... und...
Ich selbst habe seit Mai dieses Jahres rheumatoide Arthritis und am Anfang haben mir Cortisonstöße ganz gut geholfen. Zur weiteren Diagnostik war ich in einer Fachklinik, die aber auf Grund meiner grottenschlechten Leberwerte noch keine Basistherapie einleiten konnten und mich zunächst mit 20 mg Cortison/Tag entlassen haben.
Das hat am Anfang auch super funktionert und ich hatte manchmal sogar den Eindruck, dass die Entzündungen (ich habe sie nur in den Händen und Handgelenken) fast verschwunden waren.
Obwohl ich nichts an der Medikation geändert habe, kann ich heute an manchen Tagen meine Hände fast nicht gebrauchen, jede Bewegung tut weh und wenn mein Mann abends nach Hause kommt, muss er auch noch einen Großteil des Haushalts erledigen...
Wie geht ihr mit diesen Tagen um?
Seid ihr dann auch so launisch? (Schäm...) Zum Glück erträgt mein Mann mich so, wie ich gerade bin, aber leicht ist es sicher nicht.
Ich habe das Glück, dass ich ein tolles soziales Umfeld habe, auf das ich immer zählen kann, aber ich merke auch, dass mir manches zuviel wird und ich mich zwischendurch auch gerne mal zurückziehe.
Grundsätzlich bin ich ein positiver Mensch, dessen Glas immer mindestens halbvoll ist, aber im Moment schwanke ich ständig zwischen Wut, dem Gedanken, dass morgen alles wieder besser ist, Verzweiflung, wenn ich mich nicht mal vernünftig anziehen kann und der Hoffnung, dass nach dem Termin beim Rheumatologen im Oktober alles besser wird und ich vielleicht sogar wieder arbeiten kann. Geht euch das auch so? Wie geht ihr damit um?
Seid ihr auch von der ewig gleichen Frage: "Wie gehts dir?" genervt?
Habt ihr auch manchmal den Eindruck, dass ihr auf eure Defizite reduziert werdet? In der Beziehung ist mein Mann ein echter Könner. Standard: "Lass, ich mach das schon..." Ja, es ist gut gemeint, aber daneben fühle ich mich manchmal echt nutzlos.... und da ich nicht gerade mit Engelsgeduld gesegnet bin, reagiere ich dann oft mit: JETZT ERST RECHT!
Natürlich nur, wenn ich es auch kann. Oh, ich liebe ihn für seine Gutmütigkeit und seine Geduld.
Ich dachte, es wäre vielleicht eine gute Idee, einen Thread aufzumachen, der die Bandbreite der Emotionen und den Austausch darüber zum Thema hat.
Liebe Grüße
Gutemine

ich hab echt Respekt davor, was er alles mit mir mitgemacht hat, ich weiß nur, wie ich aufgewachsen bin, mit Einschränkungen, die ich zwar in etwa verstanden habe, aber dennoch ist man als Kind noch nicht so auf der Höhe zu erklären, warum der Körper sich gegen einen selbst richtet,
Das ist einfach so und Basta
nett ausgedrückt.
Ich wollte das Bein nicht, und mein Vater wollte dass ich aufhöre zu Schlorben das war mal ne Zwickmühle, gab einige Diskussionen bis ich es irgendwann nach der ersten Physio aufgegeben habe
bin ich erwerbsunfähig, seit 2018, ich hab davor noch mein Abi gemacht und es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, ich verpasse etwas, das mich meine Erkrankung zu sehr aufhält, aber dann hilft es mir mich daran zu erinnern, dass und ja daran glaube ich, nichts ohne Grund passiert, ich laufe schon immer auf Umwegen zu Zielen, die ich nie als Ziel auserkoren hatte
Schönen Abend noch