K
käferchen
Guest
Hallo Brigitte,
habe mit Interesse die letzen Beiträge gelesen. Kann sicherlich Deinen Unmut verstehen, aber, die Vorgehensweise wie Du sie aus der Dich betreuenden Arztpraxis schilderst, ist nicht ungewöhnlich. Jetzt mal abgesehen ob Du mit Deinem behandelnden Arzt zufrieden bist oder nicht.
Ich arbeite in einer rheumatologischen Ambulanz einer Universitätskinik wo regelmässig Mabthera/Rituximab-Infusionen laufen. Ich schildere Dir mal den Ablauf in meiner Abteilung. Vor jeder Infusion bekommt der Patient 30 Minuten vor Beginn 1000mg Paracetamol um die möglichen Nebenwirkungen die Mabthera mit sich bringen kann (sind meist grippeähnlich Symptome) abzufangen. Wer kein Paracetamol verträgt bekommt ggf. auch 50-100mg Solu-Decortin.
Blutentnahmen und legen von Infusionskanülen werden bei uns vom Pflegepersonal durchgeführt. Je nach Gefässsituation kann es leider auch mal vorkommen dass man mehrmals "zustechen" muss. Das kann viele Gründe habe, u.a. auch, wenn der Patient noch nicht viel Flüssigkeit zu sich genommen hat, das die Hände, Arme kühl sind, immer auch ein wenig Jahreszeitenabhängig, da hilft ein paar Minuten warmes Wasser über Hände und Arme laufen lassen, bevor man eine Nadel legt.
Die erste Infusion läuft über 4 Stunden, wird langsam gestartet und von Stunde zu Stunde von der Laufgeschwindigkeit erhöht.
Wenn diese Infusion gut vertragen wurde, laufen die weiteren Infusionen über 2 Stunden, in gleichbleibender Laufgeschwindigkeit durch. Es wird kein Blutdruck gemessen wenn der Patient nicht über Beschwerden während der Infusion klagt. Und auch der Arzt sieht den Patienten nur vor der Therapie im Patientengespräch. Er wird natürlich informiert sollten Beschwerden beim Patienten auftreten und er schaut sich auch den Patienten dann an.
Wichtig ist einfach dass der Patient sich meldet wenn er Beschwerden verspürt. Nur dann kann man handeln und eventuell die nächste Infusion z.B. über 3 Stunden einlaufen lassen. Das ist manchmal ein wenig ein ausprobieren wie es der Patient am besten verträgt.
Ich hoffe sehr, Du siehst das jetzt nicht als Angriff gegen Dich, aber das ist eine gängige Vorgehensweise.
Ich wünsche Dir, dass es bei Dir bei der nächsten Infusion besser klappt.
Alles Gute vom Käferchen
habe mit Interesse die letzen Beiträge gelesen. Kann sicherlich Deinen Unmut verstehen, aber, die Vorgehensweise wie Du sie aus der Dich betreuenden Arztpraxis schilderst, ist nicht ungewöhnlich. Jetzt mal abgesehen ob Du mit Deinem behandelnden Arzt zufrieden bist oder nicht.
Ich arbeite in einer rheumatologischen Ambulanz einer Universitätskinik wo regelmässig Mabthera/Rituximab-Infusionen laufen. Ich schildere Dir mal den Ablauf in meiner Abteilung. Vor jeder Infusion bekommt der Patient 30 Minuten vor Beginn 1000mg Paracetamol um die möglichen Nebenwirkungen die Mabthera mit sich bringen kann (sind meist grippeähnlich Symptome) abzufangen. Wer kein Paracetamol verträgt bekommt ggf. auch 50-100mg Solu-Decortin.
Blutentnahmen und legen von Infusionskanülen werden bei uns vom Pflegepersonal durchgeführt. Je nach Gefässsituation kann es leider auch mal vorkommen dass man mehrmals "zustechen" muss. Das kann viele Gründe habe, u.a. auch, wenn der Patient noch nicht viel Flüssigkeit zu sich genommen hat, das die Hände, Arme kühl sind, immer auch ein wenig Jahreszeitenabhängig, da hilft ein paar Minuten warmes Wasser über Hände und Arme laufen lassen, bevor man eine Nadel legt.
Die erste Infusion läuft über 4 Stunden, wird langsam gestartet und von Stunde zu Stunde von der Laufgeschwindigkeit erhöht.
Wenn diese Infusion gut vertragen wurde, laufen die weiteren Infusionen über 2 Stunden, in gleichbleibender Laufgeschwindigkeit durch. Es wird kein Blutdruck gemessen wenn der Patient nicht über Beschwerden während der Infusion klagt. Und auch der Arzt sieht den Patienten nur vor der Therapie im Patientengespräch. Er wird natürlich informiert sollten Beschwerden beim Patienten auftreten und er schaut sich auch den Patienten dann an.
Wichtig ist einfach dass der Patient sich meldet wenn er Beschwerden verspürt. Nur dann kann man handeln und eventuell die nächste Infusion z.B. über 3 Stunden einlaufen lassen. Das ist manchmal ein wenig ein ausprobieren wie es der Patient am besten verträgt.
Ich hoffe sehr, Du siehst das jetzt nicht als Angriff gegen Dich, aber das ist eine gängige Vorgehensweise.
Ich wünsche Dir, dass es bei Dir bei der nächsten Infusion besser klappt.
Alles Gute vom Käferchen