Hallo Melisandra,
da sind die lieben Vögelchen, frisch importiert durch die
Scheibe des Wohnzimmers:
Wie ich gegoogelt habe, sind es wohl Gimpel, auch Dompfaff genannt.
Das steht dort über sie:
Beim Blick auf die prächtige rote Brust könnte man diesen Vogel zunächst vielleicht für ein Rotkehlchen halten, doch bei genauerem Hinsehen bemerkt man den stahlgrauen Rücken, schwarzen Kopf und leuchtend weißen Bürzel – ganz klar, das kann nur der Gimpel sein. Vielfach wird er auch Dompfaff genannt. Auch bei diesem Fink ist das Weibchen deutlich tarnfarbener.
Während der Brutzeit verhält sich der Gimpel eher unauffällig. Das gilt auch für seinen leisen, vor sich hin plaudernden Gesang. Am häufigsten hört man noch sein weich geflötetes, in der Tonlage abfallendes „diüü“, das richtig melancholisch klingt. Weniger scheu sind Gimpel dagegen im Winter. Dann suchen sie gerne Futterstellen auf. Beim Vergleich mit Buch- oder Grünfinken wird dann auch ihre kräftigere Gestalt deutlich.
Auf dem Speiseplan des Gimpels steht ganz überwiegend vegetarische Kost. Im Frühjahr haben es ihm vor allem die frischen Knospen von Laubbäumen angetan, im Sommer kommen Beeren hinzu, besonders aber kleinere Samen von Stauden und Kräutern. Dann kann auch der Gartenbesitzer aktiv etwas für diesen hübschen Vogel tun – zunächst durch Nichtstun: Denn wenn wir zum Beispiel Blumen nach der Blüte nicht sofort abschneiden und Stauden über den Winter nicht komplett zurückschneiden, ist dem Gimpel schon ein Festmahl sicher.