Schleiereule
Bekanntes Mitglied
Es ist natürlich schon in gewisser Weise logisch, dass ein herabgesetztes Immunsystem möglichen Zellveränderungen in Richtung entartete Zellen nicht genauso viel entgegenzusetzen hat wie ein nicht suprimiertes.
@anurju
Du hast Recht.
Ich möchte ergänzend nur hinzufügen, dass (s. auch Beitrag von Clödi weiter oben!) auch eine nicht oder nicht ausreichend behandelte RA eine Kompromittierung (also eine Art "Störung") des Immunsystems bedeutet, weil es im einen Fall anders gepolt ist und im Fall von TNF-alpha-Blockern oder anderen Immunsuppressiva wird.....
Natürlich ist das keine wissenschaftliche Aussage, hilft aber vielleicht der Einen oder Anderen zum Verständnis, warum Autoimmunerkrankungen selbst (vor Allem aktive...) oft eine generelle Disposition zu vermehrten Krebserkrankungen (manche haben ja auch eine Disposition zu Sonnenbrand und andere weniger) bedingen - ohne, dass das auch zu vermehrten Erkrankungen führen muss.
Das hat nicht zuletzt auch mit genetischen Faktoren zu tun, die natürlich unter Therapie die gleichen sind!
Immerhin sind Krebserkrankungen ja auch bei zuvor scheinbar Gesunden etwas Häufiges - man kann sie also ein bisschen wie ein Glücksspiel betrachten - und treten in allen Alters-, Gesellschafts-, Bildungs- und Gewohnheitsgruppen auf. Dass es im Lebensstil fördernde Bedingungen gibt, ist hinlänglich bekannt (Rauchen bei Lungen-, Blasen-, Brustkrebs und anderen, Trinken bei Leber-, Speiseröhrenkrebs und Anderen, Übergewicht bei Brust-, Darm- und anderen Krebsen) und hilft nicht immer, es sei denn, jemand entscheidet sich bewusst für einen "gesünderen" Lebensstil. Dennoch gibt auch das keine Garantien.....c`est la vie, das ist die Realität.
Woran ich appellieren möchte: lasst euch vor einer notwendigen Therapie mit was auch immer nicht von diffusen, wenig konkreten Ängsten vor dem Weg einer effektiven Methode abschrecken, versucht, eine individuelle Bilanz der Vor- und Nachteile (Nutzen-Risiko-Analyse, bitte sachlich!!) ggf. mit eurem Arzt zu erlangen und traut euch dann, die Entscheidung auch mit positiven Gefühlen und Überzeugung anzugehen. Meiner Erfahrung nach ist das der vielversprechendste Weg zur Normalität.
Habe fertig.