Wenn ein Mensch zu Drogen greift, dann kann das als "Fehler" gewertet werden, als dumme Erfahrung, wenn er denn nicht süchtig wird. Ich kenne viele Menschen, die "mal" Drogen verschiedener Art ausprobiert haben und heute alle fest im Leben stehen.
Wenn aber ein Mensch Drogen nimmt und eine Abhängigkeit entwickelt, dann hat er gar keine Wahl mehr... genau das nennt man "Sucht" und er hat sehr wahrscheinlich auch keine Kontrolle mehr über sein Verhalten, d.h. Dinge zu entscheiden ( im Hinblick auf Puffelhexes Voschlag, warum "sie nicht einfach aufgehört hat im Rampenlicht zu stehen" ). Da stehen eine Menge Leute parat, die sich am Erfolg dieser Frau bedienen wollten - und letztlich ist vielleicht die Musik das letzte Strohhälmchen gewesen, was sie überhaupt am Leben gehalten hat.
Das ist vielleicht für einige sehr unverständlich... aber mal von der eigenen Position abrücken und versuchen, sich in andere Schuhe zu stellen, wäre eine Idee. Immerhin hat Amy W. keinem anderen außer sich selbst geschadet und gerade, weil sie scheinbar "alles" hatte, macht es traurig. Mich erinnert die ganze Biographie, die Emotionalität sehr an Janis Joplin, die ja auch im Alter von 27 verstarb.
Ich finde den Vergleich mit einem "krebskranken Kind" geschmacklos. Ich verteile mein Mitgefühl nicht danach, wer es am meisten verdient. Ich war beim Tod meiner Mutter dabei, nachdem ich ihr in den drei Jahren ihrer Krebserkrankung zur Seite stand - es war furchtbar. Trotzdem käme ich nie auf den Gedanken, das miteinander zu vergleichen.
Und sorry, jetzt muss ich etwas loswerden, worüber du, puffelhexe, dich bestimmt aufregst, deine Beiträge löscht oder was-weiß-ich....
das hier ist kein Streit und auch kein Kräftemessen. Es ist nichtmal so, dass man jemanden überzeugen möchte. Es ist ein Austausch von Gedanken zu einem wichtigen Thema, denn Drogenkonsum und Abhängigkeit betrifft ja nicht nur A. Winehouse, sondern sehr viele Menschen und deren Angehörige und die meisten sind nicht prominent, sondern landen irgendwann im ( eventuell kriminellen ) Abseits, stigmatisiert und sich selbst überlassen. Und es gibt diejenigen, die gesellschaftlich anerkannte Rauschmittel regelmäßig konsumieren - in Großstädten ist das neben Alkohol auch mittlerweile Koks.
Wenn du also deine Meinung vertritts, mit der du ja nicht allein da stehst, ich bin mir sogar sicher, dass du damit zur Mehrheit gehörst, denn genau wegen solcher Meinung stehen diese kranken Abhängigen nämlich irgendwann am Rande der Gesellschaft, dann stehe doch bitte auch dazu und ertrage, dass andere Menschen andere Meinungen haben - ohne schon vorab anzukündigen, das man dich nicht "angreifen" soll, sonst "löscht" du deine Beiträge... wenn man so verfährt, gibt es keinen Austausch und keine Kommunikation mehr und dann bräuchte man kein Forum mehr, zumindest nicht für diese "Kaffeklatsch" Rubrik. Ich denke, dass es viele gibt, die meine(n) Beitrag blöd finden, genauso gibt es welche, die meine(n) Gedanke(n) nachvollziehen können. Damit sollte man leben können.
Ich kann verstehen, was du meinst mit dem was schreibst ( und auch die anderen, die meinen "einer kämpft, der andere schmeißt sein Leben weg" ) - kurz gedacht ist es verständlich. Aber man wird demjenigen, der "sein Leben weggeworfen hat", so kurz gedacht, nicht gerecht.
Es grüßt
eine nachdenkliche Tina