Hallo Sonnenschein,
Dir muß es anscheinend deutlichst gesagt werden:
DIe Ursachen für eine Rheumaerkrankung sind nicht bekannt! Die Forschung ist mit Hochdampf dabei, die Ursache herauszufinden. Das wird aber sicher noch ein paar Jährchen dauern.
Du kannst soviel mit Deinem Schicksal hadern wie Du willst. Dir bleibt, wie vielen anderen hier auch, nichts anderes übrig, als von einem Arzt zum nächsten zu gehen, bis Du endlich eine behandelbare Diagnose vorliegen hast.
Alle Rheuma-Medikamente sind zur Zeit nur Krücken, damit wir Betroffene zumindest einigermaßen funktionieren können. Es ist allein Deine Entscheidung, ob Du das Risiko des nahen Rollstuhls eingehen willst. Viele von uns haben sich für ein Leben mit geringeren Einschränkungen unter Medikamenten eingelassen und leben recht gut damit. Du solltest Dir aber darüber klar sein, wenn Du Dich nur auf pseudohilfreiche Mittelchen verläßt, daß später die Gelenkschädigungen schon weit fortgeschritten sein können. Dann kann es sein, daß die Medikamente, die Du jetzt verteufelst, nur noch Linderung verschaffen, die Schädigung kann dadurch nicht behoben werden.
Mir ist es auf jeden Fall lieber, unter Einschränkungen funktionstüchtig zu sein. Ich konnte schon trotz Langzeitrheumatika schon monatelang nur humpeln, nur kurze Wege absolvieren und hatte nur Schmerzen. Inzwischen kann ich wieder 1 Stunde lang spazierengehen und immer noch Tennis spielen. Das ist mir viel mehr Wert als irgendeine dubiose Quelle mir versprechen kann. Nicht umsonst sind bei diesen Mittelchen immer nette Hinweise vermerkt, sie könnten helfen. Langzeitrheumatika sind erwiesenermaßen hilfreich, das ist in meinen Augen ein himmelweiter Unterschied.
Aber mach ruhig, wie Du meinst.