Ranunkel2014
Neues Mitglied
Hallo, ich habe mich hier angemeldet, weil ich total deprimiert bin und meine Gedanken sich im Kreis drehen. Ich weiß nicht weiter.
Seit 2010 habe ich ständig eine andere Krankheit. Zuerst immer Magenschmerzen. Nach zwei Jahren Schmerzen habe ich dann einer Magenspiegelung zugestimmt. Ergebnis: Reflux und kleine Zwerchfell-Hernie. Kommt vielleicht durch das starke Übergewicht, dass sich in den letzten beiden Jahren bei mir angesammelt hat. Also abnehmen durch Ernährungsumstellung und Säurehemmer, dann wird das schon. Dachte ich. Seit September 2012 immer wieder Schmerzen in Händen und Füßen sowie dem linken Bein, vor allem nachts. Dazu ständige Mundtrockenheit, zeitweise so schlimm, dass ich total verzweifelt war.
Im Januar 2013 wurde dann ein Carpaltunnelsyndrom beider Hände festgestellt, im Mai wurde dann die linke Hand operiert. Nach der OP schwoll die Hand stark an und wurde immer steifer. Auch die Schmerzen wurden im Laufe der nächsten Wochen und Monate immer stärker. Nachts wachte ich durch die Schmerzen auf und mußte Tabletten nehmen. Bis die wirkten, vergingen 1-2 Stunden. Dann erst konnte ich wieder schlafen. So geht das jetzt fast zwei Jahre - nie schlafe ich mehr als zwei Stunden am Stück, bin dann wieder 1-2 Stunden wach.
Im Sommer letzten Jahres konnte ich kaum meine Beine beugen, Beine und Hüfte taten weh. Der Orthopäde stellte nichts fest und verwies auf meine Adipositas. Ich bekam Ergotherapie für die Hände, Krankengymnastik für die Hüfte und die Beine. Ich hatte immer mehr Schmerzen, obwohl ich 10 kg abgenommen habe. Dann ging ich zu einem Osteopathen. Nach 6 sehr schmerzhaften Behandlungen (er meinte es läge an dem Bindegewebe) war ich im November endlich ein paar Tage schmerzfrei bzw. hatte nur noch leichte Schmerzen. Schlafen konnte ich trotzdem nicht gut, da ich immer noch Probleme mit dem Carpaltunnel der rechten Hand hatte.
Anfang Dezember bekam ich starke Ohrgeräusche. Da ich schon seit Jahren einen leichten Tinnitus hatte und etwas Streß im Büro, habe ich das so gut es ging ignoriert. Aber ständig müde und erschöpft - es hat mich die kleinste Kleinigkeit furchtbar angestrengt. Drei Tage vor Weihnachten ein Hexenschuß. Im Januar wurde ein MRT gemacht - die Bandscheibe im Lendenwirbelbereich war leicht vorgewölbt. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass mein Neurologe (und Psychiater) das nicht als so gravierend für meine Schmerzen hielt. Wiederholt habe ich gefragt, ob eine Arthrose an den Schmerzen Schuld sein könnte.
Im Januar fühlte ich mich ständig krank - aber nie richtig. Mal Halsschmerzen, mal Schwindel, immer noch starke Ohrengeräusche, immer wieder Übelkeit, Durchfall, nachts alle 1-2 Stunden starken Harndrang - dadurch gestörter Schlaf. Zunehmend erschöpft. Alles Einbildung - ignorieren. Ich ging dann wegen dem Tinnitus noch zum Arzt. Die Ohren sind in Ordnung - wahrscheinlich Durchblutungsstörungen.
Immer wieder Schweißausbrüche. Starke Blutung 3 Tage - ab zum Gynökologen. Eine Zyste, aber nicht schlimm, sonst alles in Ordnung. Dann am 6.2.14 bin ich beim Sport zusammengebrochen, war 10 Minuten bewußtlos. Ich kam ins Krankenhaus mit Verdacht auf Schlaganfall. Es war ein Vor-Schlaganfall (TAI). Ich wurde gründlich untersucht - Gefäße und Herz ok, Gehirn auch. Die Ärzte vermuteten eine Entzündung im Gehirn, haben aber nichts gefunden. Die linke Seite meines Körpers war in den ersten Stunden gefühllos und dann für ca. 4 Wochen fühlte sie sich komplett anders an. Auch mein linkes Auge (trocken und ich sah schlechter). Der Hausarzt hat mir aber nicht geglaubt.
Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder Hautauschläge mit Schuppenbildung gehabt. In meiner Familie gibt es Schuppenflechte - also bin ich zum Rheumatologen gegangen um mich untersuchen zu lassen. Ich habe ihm meine ganzen Mängel und Beschwerden (auch harmlose wie Haarausfall, trockener Mund, wunde Stellen im Mund, Sonnenallergie u.a.) geschildert. Er vermutete Rheuma , nahm mir Blut ab und schickte mich zum Röntgen. Bei meinem zweiten Besuch teilte er mir mit, dass ich einen starken VitaminD-Mangel hätte (Wert: 7,5) und ich außerdem eine rheumatische Entzündung hätte, einen Lupus erythemadodes, das sei eine Kollagenose. Alle meine Symptome würden passen.
Ich war erleichtert, endlich eine Diagnose zu haben. Ich hatte mir das alles nicht eingebildet und jetzt konnte mir geholfen werden. Ich bekam Kortison und das Medikament Quensil.
Ein paar Tage später ging ich zum Hausarzt, um die Diagnose zu besprechen. Er meinte, das glaube er nicht, das wäre alles die Psyche und schickte mich zu einem anderen Rheumatologen. Dieser sagte zu mir, dass ich vielleicht nur eine leichte Form von Lupus hätte oder eine ähnliche Kollagenose, evtl. Sjögren (?). Die Medikamentenverordnung sei in Ordnung. Er hätte das genau so gemacht. Besser als ständig Schmerzmittel zu nehmen.
Jetzt habe ich seinen Bericht gesehen und er schrieb meinem Hausarzt, dass er nur wenn überhaupt auf eine undifferenzierte Kollagenose schließt, nicht unbedingt auf einen Lupus. und für 6 Monate die bereits begonnene medikamentöse Behandlung empfiehlt. Er glaube nicht, dass diese Medikamente anschlagen, d. h. der größte Teil meiner Beschwerden anhalten wird und einer anderen Therapie (Schmerzmittel, Krankengymnastik, Ergotherapie) bedarf. Ich habe dem Bericht entnommen, dass er wohl auch vermutet, dass die Beschwerden psychosomatisch sind.
Das hat mich tief getroffen und ich bin total deprimiert und verunsichert. Ich habe das Vertrauen in meine Ärzte verloren, denn ich merke, dass man mir nicht glaubt und fühle mich alleine gelassen.
Ich habe natürlich Angst, dass ich wirklich eine Depression habe. Ich möchte nicht als Hypochonder abgestempelt werden. Ich bilde mir das nicht alles ein, ich leide sehr unter diesem Zustand. Ich möchte nicht mehr müde und erschöpft sein, um meine gesundheitlichen Probleme (Psychisch und/oder physisch bedingt) angehen zu können. Ich habe das Gefühl, ich kämpfe ständig, es wird aber nicht besser und keiner kann das verstehen. Es macht mir nichts mehr Freude und ich denke oft daran, dass es besser wäre, wenn ich tot wäre. Aber ich will nicht sterben, ich will leben. Ich weiß nur nicht, wie ich die ständigen Schmerzen und das alles aushalten soll. Vor allem, wenn es noch schlimmer wird.
Und ich sehe momentan keine Lösung - weder zum Facharzt noch zum Hausarzt und auch nicht zum Psychiater habe ich noch Vertrauen. Ich will nur noch meine Ruhe, würde mich am liebsten ins Bett legen und schlafen und nicht mehr aufstehen.
Kennt das jemand? Kann mich jemand verstehen? Wie kann ich mir selbst helfen?
Seit 2010 habe ich ständig eine andere Krankheit. Zuerst immer Magenschmerzen. Nach zwei Jahren Schmerzen habe ich dann einer Magenspiegelung zugestimmt. Ergebnis: Reflux und kleine Zwerchfell-Hernie. Kommt vielleicht durch das starke Übergewicht, dass sich in den letzten beiden Jahren bei mir angesammelt hat. Also abnehmen durch Ernährungsumstellung und Säurehemmer, dann wird das schon. Dachte ich. Seit September 2012 immer wieder Schmerzen in Händen und Füßen sowie dem linken Bein, vor allem nachts. Dazu ständige Mundtrockenheit, zeitweise so schlimm, dass ich total verzweifelt war.
Im Januar 2013 wurde dann ein Carpaltunnelsyndrom beider Hände festgestellt, im Mai wurde dann die linke Hand operiert. Nach der OP schwoll die Hand stark an und wurde immer steifer. Auch die Schmerzen wurden im Laufe der nächsten Wochen und Monate immer stärker. Nachts wachte ich durch die Schmerzen auf und mußte Tabletten nehmen. Bis die wirkten, vergingen 1-2 Stunden. Dann erst konnte ich wieder schlafen. So geht das jetzt fast zwei Jahre - nie schlafe ich mehr als zwei Stunden am Stück, bin dann wieder 1-2 Stunden wach.
Im Sommer letzten Jahres konnte ich kaum meine Beine beugen, Beine und Hüfte taten weh. Der Orthopäde stellte nichts fest und verwies auf meine Adipositas. Ich bekam Ergotherapie für die Hände, Krankengymnastik für die Hüfte und die Beine. Ich hatte immer mehr Schmerzen, obwohl ich 10 kg abgenommen habe. Dann ging ich zu einem Osteopathen. Nach 6 sehr schmerzhaften Behandlungen (er meinte es läge an dem Bindegewebe) war ich im November endlich ein paar Tage schmerzfrei bzw. hatte nur noch leichte Schmerzen. Schlafen konnte ich trotzdem nicht gut, da ich immer noch Probleme mit dem Carpaltunnel der rechten Hand hatte.
Anfang Dezember bekam ich starke Ohrgeräusche. Da ich schon seit Jahren einen leichten Tinnitus hatte und etwas Streß im Büro, habe ich das so gut es ging ignoriert. Aber ständig müde und erschöpft - es hat mich die kleinste Kleinigkeit furchtbar angestrengt. Drei Tage vor Weihnachten ein Hexenschuß. Im Januar wurde ein MRT gemacht - die Bandscheibe im Lendenwirbelbereich war leicht vorgewölbt. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass mein Neurologe (und Psychiater) das nicht als so gravierend für meine Schmerzen hielt. Wiederholt habe ich gefragt, ob eine Arthrose an den Schmerzen Schuld sein könnte.
Im Januar fühlte ich mich ständig krank - aber nie richtig. Mal Halsschmerzen, mal Schwindel, immer noch starke Ohrengeräusche, immer wieder Übelkeit, Durchfall, nachts alle 1-2 Stunden starken Harndrang - dadurch gestörter Schlaf. Zunehmend erschöpft. Alles Einbildung - ignorieren. Ich ging dann wegen dem Tinnitus noch zum Arzt. Die Ohren sind in Ordnung - wahrscheinlich Durchblutungsstörungen.
Immer wieder Schweißausbrüche. Starke Blutung 3 Tage - ab zum Gynökologen. Eine Zyste, aber nicht schlimm, sonst alles in Ordnung. Dann am 6.2.14 bin ich beim Sport zusammengebrochen, war 10 Minuten bewußtlos. Ich kam ins Krankenhaus mit Verdacht auf Schlaganfall. Es war ein Vor-Schlaganfall (TAI). Ich wurde gründlich untersucht - Gefäße und Herz ok, Gehirn auch. Die Ärzte vermuteten eine Entzündung im Gehirn, haben aber nichts gefunden. Die linke Seite meines Körpers war in den ersten Stunden gefühllos und dann für ca. 4 Wochen fühlte sie sich komplett anders an. Auch mein linkes Auge (trocken und ich sah schlechter). Der Hausarzt hat mir aber nicht geglaubt.
Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder Hautauschläge mit Schuppenbildung gehabt. In meiner Familie gibt es Schuppenflechte - also bin ich zum Rheumatologen gegangen um mich untersuchen zu lassen. Ich habe ihm meine ganzen Mängel und Beschwerden (auch harmlose wie Haarausfall, trockener Mund, wunde Stellen im Mund, Sonnenallergie u.a.) geschildert. Er vermutete Rheuma , nahm mir Blut ab und schickte mich zum Röntgen. Bei meinem zweiten Besuch teilte er mir mit, dass ich einen starken VitaminD-Mangel hätte (Wert: 7,5) und ich außerdem eine rheumatische Entzündung hätte, einen Lupus erythemadodes, das sei eine Kollagenose. Alle meine Symptome würden passen.
Ich war erleichtert, endlich eine Diagnose zu haben. Ich hatte mir das alles nicht eingebildet und jetzt konnte mir geholfen werden. Ich bekam Kortison und das Medikament Quensil.
Ein paar Tage später ging ich zum Hausarzt, um die Diagnose zu besprechen. Er meinte, das glaube er nicht, das wäre alles die Psyche und schickte mich zu einem anderen Rheumatologen. Dieser sagte zu mir, dass ich vielleicht nur eine leichte Form von Lupus hätte oder eine ähnliche Kollagenose, evtl. Sjögren (?). Die Medikamentenverordnung sei in Ordnung. Er hätte das genau so gemacht. Besser als ständig Schmerzmittel zu nehmen.
Jetzt habe ich seinen Bericht gesehen und er schrieb meinem Hausarzt, dass er nur wenn überhaupt auf eine undifferenzierte Kollagenose schließt, nicht unbedingt auf einen Lupus. und für 6 Monate die bereits begonnene medikamentöse Behandlung empfiehlt. Er glaube nicht, dass diese Medikamente anschlagen, d. h. der größte Teil meiner Beschwerden anhalten wird und einer anderen Therapie (Schmerzmittel, Krankengymnastik, Ergotherapie) bedarf. Ich habe dem Bericht entnommen, dass er wohl auch vermutet, dass die Beschwerden psychosomatisch sind.
Das hat mich tief getroffen und ich bin total deprimiert und verunsichert. Ich habe das Vertrauen in meine Ärzte verloren, denn ich merke, dass man mir nicht glaubt und fühle mich alleine gelassen.
Ich habe natürlich Angst, dass ich wirklich eine Depression habe. Ich möchte nicht als Hypochonder abgestempelt werden. Ich bilde mir das nicht alles ein, ich leide sehr unter diesem Zustand. Ich möchte nicht mehr müde und erschöpft sein, um meine gesundheitlichen Probleme (Psychisch und/oder physisch bedingt) angehen zu können. Ich habe das Gefühl, ich kämpfe ständig, es wird aber nicht besser und keiner kann das verstehen. Es macht mir nichts mehr Freude und ich denke oft daran, dass es besser wäre, wenn ich tot wäre. Aber ich will nicht sterben, ich will leben. Ich weiß nur nicht, wie ich die ständigen Schmerzen und das alles aushalten soll. Vor allem, wenn es noch schlimmer wird.
Und ich sehe momentan keine Lösung - weder zum Facharzt noch zum Hausarzt und auch nicht zum Psychiater habe ich noch Vertrauen. Ich will nur noch meine Ruhe, würde mich am liebsten ins Bett legen und schlafen und nicht mehr aufstehen.
Kennt das jemand? Kann mich jemand verstehen? Wie kann ich mir selbst helfen?
Zuletzt bearbeitet:
