S
Steffi
Guest
Hallo Doktor Langer,
auch ich habe eine sehr lange Krankheitsgeschichte hinter mir, bis endlich jemand meine Beschwerden ernst nahm.
1. Osteoporose
Hatte Ende 1993 eine Thrombose mit Lungenembolie. 6 Monate Marcumar, Kompressionsstrumpfhose, danach angeblich völlig
"gesund". Ende 1994 Eintritt Schwangerschaft, 6 Woche der Schwangerschaft erneute Thrombose, danach Heparin die ganze Schwangerschaft hindurch. Dadurch starker Knochenschwund, so daß bei der Entbindung sämtliche Lendenwirbelkörper einbrachen. Konnte vor Schmerzen nicht einmal stehen, wurde abgetan als "stellen sie sich nicht so an, jede junge Mutter hat Rückenschmerzen". Nach Entlassung aus Klinik bei niedergelassenem Orthopäden ähnliche Sprüche und Frage, ob ich vielleicht Depressionen hätte. Als ich vor Schmerzen nicht mehr ein noch aus wußte, Einweisung in andere Klinik, dort wurde die schwere Osteoporose und die Brüche festgestellt. Danach monatelang Stützkorsett, weitere Brüche im Lendenwirbelbereich, Ripppen. Damals schon beginnende Gelenkprobleme und Morgensteifigkeit.
2. cP
Die dem Orthopäden vorgetragene Morgensteifigkeit wurde auf die Osteoporose geschoben, ebenso die steifen geschwollenen Finger.
1999 drastische Verschlimmerung der Beschwerden, Zehengelenke stark geschwollen, Orthopäde tippt zuerst auf Gicht, jagt dann Spritzen in den Fuß (wohl Cortison), kurzzeitige Besserung. Arztwechsel. Beschwerden werden schlimmer, Arzt therapiert ebenfalls mit Spritzen, kann morgens mich kaum anziehen, kaum bis zum Auto laufen, weitere Spritzen. Dann schwillt Daumengelenk stark an, sieht aus als wenn der Daumen platzen würde, Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, dann Sehnenscheidenentzündung, wird wochenlang eingegipst, als keine Besserung und starke Schmerzen, wiederum Arztwechsel. Dieser spritzt Cortison, kurzzeitige minimale Besserung, danach ebenfalls Gips. Gleichzeitig schwillt Knie total an, Laufen kaum möglich, erster zaghafter Verdacht auf Rheuma. Kurz darauf so starke Schmerzen daß Einweisung in Klinik, dort wird erneute Thrombose und cP endlich festgestellt, nach 4 Jahren Schmerzen.
Außerdem schaut man wegen der wiederkehrenden Thrombosen mal genauer nach und stellt APS fest. Danach Behandlung durch Rheumatologin, zuerst mit MTX, Decortin und Indometacin, im Moment mit ARAVA, Synthestan und Indometacin, Marcumar jetzt lebenslang. Inzwischen bin ich vorerst berentet, kann aber an vielen Tagen trotz der ganzen Medikamente kaum meinen Haushalt schaffen. Komme mit meiner Rheumatologin gut zurecht, nur ist sie völlig überarbeitet und es ist schwer einen Termin zu bekommen und man muß mit langen Wartezeiten rechnen.
Ich selbst habe - zumindest bei meinen jetzt behandelnden Ärzten - noch keine Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten festgestellt. Ich selbst bin in der BKK Post.
Wäre ich früher vernünftig behandelt worden, wären sicherlich meine Knochen und Gelenke heute nicht so angegriffen und ich könnte vielleicht noch arbeiten oder hätte zumindest weniger Schmerzen.
Ich denke im Bereich der Rheumatologie gibt es noch einigen Handlungsbedarf, wie ja die anderen Krankheitsgeschichten auch deutlich zeigen.
Viele Grüsse,
Steffi
auch ich habe eine sehr lange Krankheitsgeschichte hinter mir, bis endlich jemand meine Beschwerden ernst nahm.
1. Osteoporose
Hatte Ende 1993 eine Thrombose mit Lungenembolie. 6 Monate Marcumar, Kompressionsstrumpfhose, danach angeblich völlig
"gesund". Ende 1994 Eintritt Schwangerschaft, 6 Woche der Schwangerschaft erneute Thrombose, danach Heparin die ganze Schwangerschaft hindurch. Dadurch starker Knochenschwund, so daß bei der Entbindung sämtliche Lendenwirbelkörper einbrachen. Konnte vor Schmerzen nicht einmal stehen, wurde abgetan als "stellen sie sich nicht so an, jede junge Mutter hat Rückenschmerzen". Nach Entlassung aus Klinik bei niedergelassenem Orthopäden ähnliche Sprüche und Frage, ob ich vielleicht Depressionen hätte. Als ich vor Schmerzen nicht mehr ein noch aus wußte, Einweisung in andere Klinik, dort wurde die schwere Osteoporose und die Brüche festgestellt. Danach monatelang Stützkorsett, weitere Brüche im Lendenwirbelbereich, Ripppen. Damals schon beginnende Gelenkprobleme und Morgensteifigkeit.
2. cP
Die dem Orthopäden vorgetragene Morgensteifigkeit wurde auf die Osteoporose geschoben, ebenso die steifen geschwollenen Finger.
1999 drastische Verschlimmerung der Beschwerden, Zehengelenke stark geschwollen, Orthopäde tippt zuerst auf Gicht, jagt dann Spritzen in den Fuß (wohl Cortison), kurzzeitige Besserung. Arztwechsel. Beschwerden werden schlimmer, Arzt therapiert ebenfalls mit Spritzen, kann morgens mich kaum anziehen, kaum bis zum Auto laufen, weitere Spritzen. Dann schwillt Daumengelenk stark an, sieht aus als wenn der Daumen platzen würde, Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, dann Sehnenscheidenentzündung, wird wochenlang eingegipst, als keine Besserung und starke Schmerzen, wiederum Arztwechsel. Dieser spritzt Cortison, kurzzeitige minimale Besserung, danach ebenfalls Gips. Gleichzeitig schwillt Knie total an, Laufen kaum möglich, erster zaghafter Verdacht auf Rheuma. Kurz darauf so starke Schmerzen daß Einweisung in Klinik, dort wird erneute Thrombose und cP endlich festgestellt, nach 4 Jahren Schmerzen.
Außerdem schaut man wegen der wiederkehrenden Thrombosen mal genauer nach und stellt APS fest. Danach Behandlung durch Rheumatologin, zuerst mit MTX, Decortin und Indometacin, im Moment mit ARAVA, Synthestan und Indometacin, Marcumar jetzt lebenslang. Inzwischen bin ich vorerst berentet, kann aber an vielen Tagen trotz der ganzen Medikamente kaum meinen Haushalt schaffen. Komme mit meiner Rheumatologin gut zurecht, nur ist sie völlig überarbeitet und es ist schwer einen Termin zu bekommen und man muß mit langen Wartezeiten rechnen.
Ich selbst habe - zumindest bei meinen jetzt behandelnden Ärzten - noch keine Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten festgestellt. Ich selbst bin in der BKK Post.
Wäre ich früher vernünftig behandelt worden, wären sicherlich meine Knochen und Gelenke heute nicht so angegriffen und ich könnte vielleicht noch arbeiten oder hätte zumindest weniger Schmerzen.
Ich denke im Bereich der Rheumatologie gibt es noch einigen Handlungsbedarf, wie ja die anderen Krankheitsgeschichten auch deutlich zeigen.
Viele Grüsse,
Steffi