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@Schleiereule (leider missglückt, sorry) ...es ist nämlich bei vielen Patienten zur Gewohnheit (oder Erwartung) geworden, sich beim Hausarzt alles zu "bestellen", ohne dass dieser die Patienten zu sehen bekommt - und somit auch ohne Nachfragen und/oder klinische Kontrolle (Details führen zu weit). Das hat abrechnungstechnisch (der Hausarzt verantwortet die Verordnungen!) und auch rein medizinisch/ethisch/moralisch nicht selten Konsequenzen. Du verstehst das, wie ich weiß, aber ich wollte es mal für geneigte Leser.innen erwähnen. Zitatende
Seit Corona angefangen hat, war ich zu (fast) keiner Behandlung mehr bei meinem Hausarzt, also mindestens vier Jahre und das wird vielleicht auch so bleiben. Rezepte bestelle ich jedoch auch, mittlerweile bequem über ein Formular seiner Homepage (werden dann direkt in die Apo geliefert). Allerdings habe ich auch einen triftigen Grund, die Praxis nicht betreten zu wollen: es ist nämlich so proppenvoll dort mit teilweise akut Infizierten, dass ich Ansteckung befürchte. Aus seiner ehemaligen Einzelpraxis wurde 2014 eine Gemeinschaftspraxis mit zwei Ärzten, mittlerweile sind es mindestens fünf und dementsprechend sieht es im (einzigen) Wartezimmer aus... Wenn ich eine Untersuchung, Behandlung und/oder Blutkontrolle brauche, gehe ich deshalb zu meinem Rheumatologen, er ist auch Internist und alleine in seiner Praxis; für die wenigen Patienten gibt es genug Warteräume, sodass man dort ganz alleine sein kann.
Bei uns auf dem Land herrscht derart schlimmer Hausarztmangel, ich kann mir gut vorstellen, dass es in anderen Praxen genauso aussieht.
Ich verstehe genau, was du sagst und bin da (eigentlich) auch ganz deiner Meinung! Würdest du jedoch sehen können, was hier in den Hausarztpraxen abgeht, könntest du die "Bestellmentalität" vielleicht auch mit anderen Augen sehen. Viele Menschen finden hier gar keinen Hausarzt und die (viel zu wenigen) Ärzte übernehmen sich deshalb teilweise total.