Hallo Neuer
bei Gangunsicherheit kann ich was beitragen.
Ich war eine Zeit lang im Rollstuhl und konnte nur noch sehr schlecht und vor allem nur kurze Strecken gehen. Inzwischen gehe ich wieder auf meinen eigenen zwei Beinen durch die Welt, an manchen Tagen leichter, an anderen schwerer, je nach Tagesform. Rollstuhl habe ich vor gut zwei Jahren zurückgegeben.
Ich mache gerne Sport, immer schon, kann aber von den üblichen Angeboten überhaupt nichts nutzen, so habe ich mich aufs Pferd gewagt und reite einmal die Woche. Inzwischen seit ungefähr acht Jahren. Das hat mich aus dem Rollstuhl geholt, Regeneration in Gang gesetzt. Dazu Osteopathie mit sehr gutem Erfolg (nichts anderes half) und ein halbes Jahr intensive Wassergymnastik (einzel), sehr hilfreich für Gleichgewicht und Kraft. Hab ich sehr profitiert und viel Spass gehabt.
Vielleicht ist das neu für dich?: Der Gang des Pferdes ähnelt dem Schritt des Menschen so sehr, dass sich das ins menschliche Gehirn überträgt und an den neuronalen Verbindungen bastelt. Vielleicht einen Versuch wert? Geritten wird im Westernsattel, der gibt Halt und Sicherheit. Und - falls du dich danach umschauen willst - die Pferde sind speziell dafür ausgebildet mit Gehandicupten zu arbeiten. Das ist wichtig!
Zuerst war ich bei einer Reittherapeutin, inzwischen (bin umgezogen) bin ich in einer normalen Reitschule (es gibt hier in der Gegend nichts anderes), reite einzeln mit Reitlehrerin, die sich super auf meine Tagesform einstellt. Das Pferd ist ausgebildet für die Aufgabe, die Rahmenbedingungen haben wir vorab besprochen und geklärt (z.B. Aufstiegshilfe, Pferd gesattelt und aufgetrenst etc.) - auch wichtig. Zahlen muss man selbst, aber ich denke, das weißt du.
Hätte es mir nicht buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen, wäre ich nie aufs Pferd geklettert.
Wölfin
Coole Idee! Mit dem Reiten
Persönlich gehe ich, wenn ich mal einen besseren Tag habe, sehr gern schwimmen und in der Rheumaklinik gibt es immer Wassergymnastik

