Wie schon in meinem Beitrag:
Ex-Rheumi meldet sich zurück ...
angekündigt, wollte ich berichten, wie es mir ergangen ist ...
Vieles kann man in meinen alten Beiträgen nachlesen, die letzten stammen ja aus einer Zeit, wo es mir wieder verhältnismäßig gut ging.
Die direkt nach der Diagnose CP zügig angefangene MTX-Therapie war wohl der Grundstein, dass ich nicht auf Dauer in das "Rheumaloch" gefallen bin, wie es leider vielen ergeht, die entweder eine falsche Diagnose (oder gar keine?) und/oder eine lasche medizinische Versorgung erwischt haben ...
Oder einfach Angst haben/hatten mit MTX oder ähnlichen Medis überhaupt zu beginnen ...
Aber, diese Thematik ist ja vielfach hier durchgesprochen und es finden sich massigst wertvolle Hinweise, für Menschen, die einfach Angst haben vor MTX und all den "bösen" anderen harten Medis, die nun mal eingesetzt werden müssen, um einer rheumatischen Erkrankung RECHTZEITIG!! an den Kragen zu gehen ...
Deshalb möchte ich auch hier nicht mehr darauf eingehen, sondern was ganz anderes "zur Diskussion" stellen, dass - denke ich, in vielfacher Weise für vielfache - teils sehr ernste - Erkrankungen unseres Körpers verantwortlich ist ... sein kann.
Nämlich Angst im Leben - Angst vor der Zukunft - und die Ohnmacht, dass man im Alltag Dinge über sich ergehen lassen muss, die man gar nicht will, die einem nicht gut tun, die Freude am Dasein nehmen ... man kann sich nicht wehren - findet keinen Ausweg ... das Innerste bäumt sich, wird wütend, aggressiv ...
Doch viele Menschen sind viel zu sanft, zu rücksichtsvoll, NEIN zu sagen oder gar JETZT IST SCHLUSS! ...
Und ein Kreislauf zwischen Angst und Aggression beginnt und es ist kein Land in Sicht ...
So erging es mir ... obwohl mein Leben "augenscheinlich" ganz okay war, war eigentlich nichts so, wie ich es wollte ... im privaten, im beruflichen, mit mir selbst ... Ich hatte keine Visionen mehr, keine Wünsche, keine Motivation "vorwärts" zu kommen ... das Leben floß dahin ... es zerrann buchstäblich zwischen meinen Fingern ...
Als dann noch die CP dazu kam ... hat es mir fast - trotz scheinbarer Fröhlichkeit - das letzte bisschen "Fortlebensfreude" genommen und ich war in der Stimmung: Tja, das war es wohl dann, Dein Leben ... und nun, kannst Du schon gar nichts mehr ändern, krank wie Du bist ...
Dann hat mein Hausarzt "so nebenbei" den Satz "Angst gepaart mit Aggression" in Zusammenhang mit der Rheuma-Ursachenforschung fallenlassen ... und es wurde ein Keim gesetzt ... der wuchs in mir ...
Ich machte mir viele Gedanken um mein Leben ... und um die Möglichkeiten, es zu ändern ... die Vorstellung, "alles über den Haufen zu werfen" und völlig neu zu beginnen ... mir erstmal Freiraum zu schaffen, um wieder neu "DA ZU SEIN" ... nahm immer konkretere Formen an ...
Und was soll ich sagen ... ich habe es geschafft.
Ich habe ALLES geändert, ich habe alles verlassen ...
Natürlich auch vieles, was mir lieb war, fiel diesem Schritt zum Opfer ... Mein Job, mein Lebensgefährte, Freunde, mein gewohntes Umfeld, mein Zuhause, finanzielle Sicherheit und ... meine geliebten Katzen ...
Aber, ich bereue es keinen Tag - ich bin wieder ein fröhlicher, kraftvoller Mensch, der jedem Tag mit Spannung und Mut begegnet, ich fühle mich schön, stark und wieder als Frau begehrt, als Mensch geachtet ...
Bin wieder zufrieden, wenn ich in den Spiegel sehe, habe ohne Diät, alleine durch die vielen Unternehmungen, tanzen, schwimmen, Spaß haben, ohne Druck zu sein, ohne Ärger und Angst ... 25 Kilo abgenommen, trage wieder Kleidergröße 36 (juchu!!!) ...
Ich schmiede Pläne, Dinge zu tun, die ich mal wollte, aber längst vergessen hatte ... Ich lebe jeden Tag bewusst, freue mich einfach am Leben zu sein ... und noch gaaaanz viel Zeit zu haben ...
Ich bin meinen Engeln dankbar, dass sie mir den Mut im richtigen Moment gegeben haben ... danke dafür ... es ist, wie ein zweites Leben ... und wie schon in meinem ersten Beitrag als RosaRosa, meine CP ist wie vom Erdboden verschluckt ...
Naja, jetzt hab ich einfach mal hier ein paar Sätze fallen lassen ...
Und wenn es nur einem von Euch helfen kann, einen kleinen Keim gesetzt hat, um aus dem "Loch" wieder hochzukommen, wäre ich sehr glücklich ...
Vielleicht dient mein Beitrag auch dazu, Euch auszutauschen ... einem Entschluss näher zu kommen, denn natürlich kann man so was nicht alleine packen, ich hatte auch drei mir sehr liebe Menschen, mit denen ich immer und immer wieder redetete, alles durchkaute, die mir halfen, letztendlich zu sagen: JETZT IST SCHLUSS!
Schönen Tag Euch allen - die Sonne scheint, ich gehe jetzt mit Freunden schwimmen ... und nächste Woche, fahr ich in Urlaub ... das erste Mal seit 15 Jahren ohne Stress und Zeitnot ... wie wundervoll entspannend, welch ein Balsam für meine Seele ...
Ex-Rheumi meldet sich zurück ...
angekündigt, wollte ich berichten, wie es mir ergangen ist ...
Vieles kann man in meinen alten Beiträgen nachlesen, die letzten stammen ja aus einer Zeit, wo es mir wieder verhältnismäßig gut ging.
Die direkt nach der Diagnose CP zügig angefangene MTX-Therapie war wohl der Grundstein, dass ich nicht auf Dauer in das "Rheumaloch" gefallen bin, wie es leider vielen ergeht, die entweder eine falsche Diagnose (oder gar keine?) und/oder eine lasche medizinische Versorgung erwischt haben ...
Oder einfach Angst haben/hatten mit MTX oder ähnlichen Medis überhaupt zu beginnen ...
Aber, diese Thematik ist ja vielfach hier durchgesprochen und es finden sich massigst wertvolle Hinweise, für Menschen, die einfach Angst haben vor MTX und all den "bösen" anderen harten Medis, die nun mal eingesetzt werden müssen, um einer rheumatischen Erkrankung RECHTZEITIG!! an den Kragen zu gehen ...
Deshalb möchte ich auch hier nicht mehr darauf eingehen, sondern was ganz anderes "zur Diskussion" stellen, dass - denke ich, in vielfacher Weise für vielfache - teils sehr ernste - Erkrankungen unseres Körpers verantwortlich ist ... sein kann.
Nämlich Angst im Leben - Angst vor der Zukunft - und die Ohnmacht, dass man im Alltag Dinge über sich ergehen lassen muss, die man gar nicht will, die einem nicht gut tun, die Freude am Dasein nehmen ... man kann sich nicht wehren - findet keinen Ausweg ... das Innerste bäumt sich, wird wütend, aggressiv ...
Doch viele Menschen sind viel zu sanft, zu rücksichtsvoll, NEIN zu sagen oder gar JETZT IST SCHLUSS! ...
Und ein Kreislauf zwischen Angst und Aggression beginnt und es ist kein Land in Sicht ...
So erging es mir ... obwohl mein Leben "augenscheinlich" ganz okay war, war eigentlich nichts so, wie ich es wollte ... im privaten, im beruflichen, mit mir selbst ... Ich hatte keine Visionen mehr, keine Wünsche, keine Motivation "vorwärts" zu kommen ... das Leben floß dahin ... es zerrann buchstäblich zwischen meinen Fingern ...
Als dann noch die CP dazu kam ... hat es mir fast - trotz scheinbarer Fröhlichkeit - das letzte bisschen "Fortlebensfreude" genommen und ich war in der Stimmung: Tja, das war es wohl dann, Dein Leben ... und nun, kannst Du schon gar nichts mehr ändern, krank wie Du bist ...
Dann hat mein Hausarzt "so nebenbei" den Satz "Angst gepaart mit Aggression" in Zusammenhang mit der Rheuma-Ursachenforschung fallenlassen ... und es wurde ein Keim gesetzt ... der wuchs in mir ...
Ich machte mir viele Gedanken um mein Leben ... und um die Möglichkeiten, es zu ändern ... die Vorstellung, "alles über den Haufen zu werfen" und völlig neu zu beginnen ... mir erstmal Freiraum zu schaffen, um wieder neu "DA ZU SEIN" ... nahm immer konkretere Formen an ...
Und was soll ich sagen ... ich habe es geschafft.
Ich habe ALLES geändert, ich habe alles verlassen ...
Natürlich auch vieles, was mir lieb war, fiel diesem Schritt zum Opfer ... Mein Job, mein Lebensgefährte, Freunde, mein gewohntes Umfeld, mein Zuhause, finanzielle Sicherheit und ... meine geliebten Katzen ...
Aber, ich bereue es keinen Tag - ich bin wieder ein fröhlicher, kraftvoller Mensch, der jedem Tag mit Spannung und Mut begegnet, ich fühle mich schön, stark und wieder als Frau begehrt, als Mensch geachtet ...
Bin wieder zufrieden, wenn ich in den Spiegel sehe, habe ohne Diät, alleine durch die vielen Unternehmungen, tanzen, schwimmen, Spaß haben, ohne Druck zu sein, ohne Ärger und Angst ... 25 Kilo abgenommen, trage wieder Kleidergröße 36 (juchu!!!) ...
Ich schmiede Pläne, Dinge zu tun, die ich mal wollte, aber längst vergessen hatte ... Ich lebe jeden Tag bewusst, freue mich einfach am Leben zu sein ... und noch gaaaanz viel Zeit zu haben ...
Ich bin meinen Engeln dankbar, dass sie mir den Mut im richtigen Moment gegeben haben ... danke dafür ... es ist, wie ein zweites Leben ... und wie schon in meinem ersten Beitrag als RosaRosa, meine CP ist wie vom Erdboden verschluckt ...
Naja, jetzt hab ich einfach mal hier ein paar Sätze fallen lassen ...
Und wenn es nur einem von Euch helfen kann, einen kleinen Keim gesetzt hat, um aus dem "Loch" wieder hochzukommen, wäre ich sehr glücklich ...
Vielleicht dient mein Beitrag auch dazu, Euch auszutauschen ... einem Entschluss näher zu kommen, denn natürlich kann man so was nicht alleine packen, ich hatte auch drei mir sehr liebe Menschen, mit denen ich immer und immer wieder redetete, alles durchkaute, die mir halfen, letztendlich zu sagen: JETZT IST SCHLUSS!
Schönen Tag Euch allen - die Sonne scheint, ich gehe jetzt mit Freunden schwimmen ... und nächste Woche, fahr ich in Urlaub ... das erste Mal seit 15 Jahren ohne Stress und Zeitnot ... wie wundervoll entspannend, welch ein Balsam für meine Seele ...
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