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Liebes Forum,
ich möchte hier gerne meine Bedenken zum Thema "Impfung" äußern.
Vorab: Ich bin kein genereller Impfgegner und habe die üblichen Schutzimpfungen alle hinter mir. Auch möchte ich hier niemanden bekehren oder überzeugen. Letzten Endes muss jeder Mensch selbst entscheiden, ob er die Impfung in seiner persönlichen Situation für sinnvoll erachtet.
Kurz zu meiner Krankheitsgeschichte:
Im Alter Alter 12 Jahren hatte ich meinen ersten Rheumaschub in den Knien samt Klinikaufenthalt in Sendenhorst. Die Diagnose lautete: Juvenile Spondyloarthritis. Während des Klinikaufenthaltes wurde ich auf MTX (17,5 mg) eingestellt. Das MTX wurde über die Jahre reduziert und als ich 17/18 Jahre alt war, vollständig abgesetzt. Dann folgten zehn Jahre Ruhe. 2017 hatte ich, nachdem ich einige Jahre kleinere Probleme mit den Hüftgelenken hatte, einen erneuten leichten Schub (in der linken Hüfte). Nach der Punktion im Krankenhaus wurde ich wieder auf MTX eingestellt. Die aktuelle Diagnose lautet: Axiale Spondyloarthritis. Bis heute nehme ich wöchentlich 15mg MTX und Folsäure am Folgetag. Meine Krankheit habe ich gut im Griff. Seit dem letzten Krankenhausaufenthalt 2017 hatte ich keinen größeren Schub. Gelegentliche habe ich morgens steife Gelenke und dabei mäßige Schmerzen, die jedoch im Laufe des Tages verschwinden. Generell kann man glaube ich sagen, dass meine rheumatische Erkrankung bei weitem nicht so aggressiv ist, wie bei vielen anderen Foristen hier, die teilweise schlimme Krankheitsverläufe schildern.
Zur Zeit bin ich noch nicht gegen das Coronavirus geimpft. Das Thema beschäftigt mich sehr. Ich denke beinahe jeden Tag daran und wünschte, dass ich keine Bedenken oder Vorbehalte gegen die Impfung hätte. Ich bin heute 31 Jahre alt, mein Gesundheitszustand ist allgemein gut und ich habe die Familienplanung noch vor mir.
Gründe für meine Bedenken sind:
- Die Corona-Impfstoffe haben verkürzte Zulassungsverfahren durchlaufen. Berichte über Langzeitwirkungen existieren bisher nicht. Noch weniger weiß man über die Wirkung des Impfstoffes bei verschiedensten Kombinationen von Medikamenten.
- In meiner Altersgruppe liegt die Letalität (Fall-Sterblichkeit) bei ungefähr 0,03% Insgesamt sind rund 200 Menschen in der Altersgruppe 30-39 bisher am Coronavirus verstorben. Weiß jemand, wie hoch das Risiko eines schweren Verlaufs bei jungen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung ist? Ich finde dazu wenig im Netz. Über Berichte wäre ich sehr dankbar.
- Über eine verminderte Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe (insbesonder Biontech) wurde in den vergangenen Wochen in vielen Medien berichtet (zwischen 50%-90% Wirksamkeit). Insofern besteht eine realistische Möglichkeit, dass man sich impfen lässt und anschließend gar keinen Schutz gegen das Coronavirus hat.
Gute Gründen für eine Impfung wären für mich, dass ich meine Mitmenschen schütze (wobei ich derzeit keinen Kontakt zu Hochrisikogruppen haben) und gegen eventuell aggressivere Mutationen geschützt sein könnte.
Meine Eltern und Bekannten teilen meine Bedenken überhaupt nicht und ich spüre schon einen gewissen Druck, mich impfen zu lassen. Momentan plane ich, den Sommer abzuwarten und mich dann im Herbst, bei eventuell wieder steigenden Infektionszahlen, neu zu entscheiden.
Haltet ihr meine Sorgen für berechtigt? Gibt es hier noch andere Foristen in meinem Alter? Wie habt ihr euch entschieden? Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.
Das würde ich jetzt nicht so pauschal behaupten, ich war seit in diesem Jahrtausend noch gar nicht im Urlaub (nur drei Mal in der Reha und einmal in der Rheumaklinik), das belastet mich aber nicht.,nur zuhause ,macht einen Menschen auch Krank (Psychisch)
Nun Reha ist so wie Urlaub ,wenigstens bei mir war es so .......es ist jeder Mensch anders und ich muss einfach mal wieder weg .Der Lockdown war schlimm genugDas würde ich jetzt nicht so pauschal behaupten, ich war seit in diesem Jahrtausend noch gar nicht im Urlaub (nur drei Mal in der Reha und einmal in der Rheumaklinik), das belastet mich aber nicht.
Mein Rheumadoc lässt den Titer auch bestimmen...ich hoffe, dass der Wert zumindest ausreicht.Davon gehe ich bei mir -unkontrolliert- auch mal aus.
Auf das Erbgut hat die Impfung nullkommanull Einfluß.Ich kenne viele junge Menschen, die sich nicht impfen lassen, weil es noch keine genauen Zahlen zu Langzeitfolgen oder zu evt. Veränderungen im Erbgut gibt.