Ja Chrissi, wahrscheinlich auch so gewollt, denn ohne Diagnose, braucht man keine Maßnahmen zu treffen.
Aber so wird das wirklich nichts.
allina, so einfach ist das nicht. Es gibt z. B. in der Praxis, in der ich arbeite (wir sind Coronaschwerpunktpraxis!), klare Testkriterien:
1. Starke Symptome (Atemnot, Fieber)
2. Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns
3. Über 7 Tage und länger anhaltende Symptome
Anders ist das Aufkommen der Testwilligen (aber nicht unbedingt Testbedürftigen) gar nicht zu bewältigen.
Es gibt ja auch noch Erzieher.innen, Lehrer.innen und Reiserückkehrer.....für die gelten besondere Bestimmungen.
Übrigens - weil das kaum einer weiß - es ist gar nicht so sehr der Abstrich selbst, der aufwändig ist, sondern das "Drumherum":
1. Der abstreichende Arzt oder die sonstige Fachkraft müssen sich fast mondlandungsfähig machen (Ganzkörper"kondom", Schutzbrille, Faceshield und Mundschutz, Handschuhe)
2. Alle Menschen mit Symptomen müssen auch körperlich untersucht werden
3. Anamnese und Aufklärung über das Verhalten kosten Zeit
4. Der bürokratische Aufwand schließlich toppt alle bisher aufgezählten Maßnahmen. Die Formularerstellung ist tricky*, die Abrechnung sowieso, es müssen Listen geführt und ans Gesundheitsamt übergeleitet werden etc.
5. Nicht zuletzt (und das sollte man nicht unterschätzen) müssen ALLE Getesteten informiert werden; das kostet Zeit und Arbeitskraft, weil zumindest die positiven Ergebnisse von einem Arzt mitgeteilt werden müssen.
*So sind alleine die Druckmodalitäten (nicht alle Formulare über den gleichen Drucker möglich!!), die Labore zum Verschicken und die Dokumentation nach Vorschrift für verschiedene Testgruppen unterschiedlich. Den Überblick zu behalten, ist alleine genommen schon eine sportliche Aufgabe. Klingt total blöd, ist aber Realität!
P. S. Der "Normalbetrieb" läuft selbstredend weiter.....