Zeckenimpfung

Adolina

Bekanntes Mitglied
Hallo an alle :)
Ich habe CP, und nehme als Medikamente Prednison und Arava. Vor kurzem habe ich mir einen Hund gekauft, mit dem ich nun oft in den Wald gehe. Jetzt hat der kleine Bursche schon einige Zecken gehabt. Mir kam nun der Gedanke mich gegen Zecken impfen zu lassen. Es ist unklar ob die Zeckenimpfung wegen meiner Medis überhaupt anschlägt. Hat da vielleicht jemand Erfahrungen damit? Würde mich über Antworten sehr freuen.:a_smil08:

Lg. Adolina :a_smil08:
 
Hallo Adolina,

ich erhielt im November meine FSME Auffrischimpfung. Zuvor sprach ich mit meinem Rheumatologen darüber. Er sagte mir auch, dass es sein kann, dass Impfungen nicht anschlagen. Trotzdem ließ ich mich impfen und vertrug die Impfung sehr gut. Das muss am Ende jeder für sich entscheiden.
Vielleicht hilft dir das hier weiter:

Impfempfehlungen für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Große epidemiologische Untersuchungen zur Frage der Verträglichkeit und Wirksamkeit von Impfungen für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen liegen nicht vor. Die unten angegebenen Empfehlungen sind abgeleitet von den zahlreichen kleineren Studien mit relativ homogenem Ergebnis und den Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut.

Gruppe 1: Prednisolon(äquivalent) < 20 mg*, Antimalaria-Mittel; Sulfasalazin, Gold-Präparate, Penicillamin

Gruppe 2: Prednisolon(äquivalent) > 20 mg*, Methotrexat, Leflunomid, Azathioprin, Cyclosporin A, Cyclophosphamid, Mycophenolat-Mofetil, TNFα-Blocker, Abatacept, Anakinra

Gruppe 3: Rituximab

Alle von der STIKO empfohlenen Impfungen sollten insbesondere bei Patienten der Gruppen 2 und 3 vor Beginn und soweit wie möglich auch unter einer laufenden Therapie (ausgenommen Gruppe 3) komplettiert werden.

Eine Impfung mit Tot- und Toxoid-Impfstoffen ist auch unter laufender Therapie bei der Gruppe 1 und 2 als unbedenklich anzusehen. Die Rate der primären Impfversager war in einigen Untersuchungen erhöht. Bei positiver Impfantwort auf Tot- und Toxoid-Impfstoffe sind die erreichten Impftiter häufig niedriger als bei Gesunden aber meistens ausreichend.

Bei Patienten der Gruppe 3 ist während der monatelang anhaltenden B-Zell-Depletion nicht mit einer adäquaten Impfantwort zu rechnen.

Eine signifikante Verschlechterung der Grunderkrankung als Folge einer Impfung ist in der Regel nicht zu erwarten und in den vorliegenden Untersuchungen bisher nur in Einzelfällen beschrieben worden.

Zwischen Impfung und Beginn der Therapie sollten insbesondere bei Gruppe 2 und 3 vier Wochen liegen.

Bei Patienten der Gruppe 1 bestehen keine Bedenken gegen Lebendschutzimpfungen. Diese sind bei Patienten der Gruppen 2 und 3 i.d.R. kontraindiziert.

Alle Patienten der Gruppen 1 und 2 sollten einmal jährlich eine Influenza-, alle 3 Jahre eine Meningokokken- und alle 6 Jahre eine Pneumokokkenimpfung erhalten.

Antimalaria-Mittel und Sufasalazin können aufgrund ihrer antibakteriellen Potenz eine Lebendimpfung gegen Cholera und Typhus unwirksam machen.

Eine passive Immunisierung ist immer möglich.

Kontaktpersonen

Alle Personen mit engerem Kontakt zu einem Patienten der Gruppen 2 und 3, insbesondere Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, sollten einen kompletten Impfschutz entsprechend der Empfehlungen der STIKO haben, um das Risiko einer Infektion des Patienten zu vermindern.

Bei Impfungen von Kontaktpersonen mit den Lebendimpfstoffen für Gelbfieber, Typhus und Cholera besteht das Risiko einer Übertragung der Erreger auf den immunsupprimierten Patienten. Ausnahme Lebendimpfung mit Varizella und MMR.


* Dosisabhängige Zuordnung entsprechend der American Academy of Pediatrics für Kinder > 10 Jahre. Für Erwachsene liegen keine spezifischen Empfehlungen vor


Dr. Claas Fendler, (Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne) und die Projektgruppe Diagnose und Therapierichtlinien, 19.11.2008
Quelle:http://dgrh.de/impfempfehlung.html
 
Hallo Mandy 14,
lieben Dank für deine schnelle Antwort. Ich werde bei meinem Rheumatologen anrufen und es abklären lassen.

Lg. Adolina :a_smil08:
 
Hm,
die Impfung hilft aber bei einer Borre nicht.
Unser Hund bekommt Frontline ins Genick und damit gibt es
bei ihm selten mal eine Zecke.
Ich schütze mich mit Teebaumöl-Creme.Hilft auch
gegen Mückenplagen.Richt zwar nicht so gut,aber ich habe
seit Jahren keine Mückstiche mehr gehabt.
Biba
Gitta
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo zusammen,
wollte mal kurz nachfragen ob es wirklich sinnvoll ist, weil man ja doch die borreliose nicht verhindern kann. ich hatte schon drei zecken bei mir selber, bis jetzt immer glück gehabt. vom letzten weiß ich nichts ist erst 1,5 wochen her. ich finde wir nehmen schon genug medis, muß man sich da die impfe auch noch antun. eure meinung dazu?
liebe grüße
gini
 
Zeckenimpfung gibt es nicht !!!!
Man kann sich einzig gegen eine sehr seltene FSME impfen lassen.
Die FSME verläuft in den meisten Fällen völlig unbemerkt, nur bei ca. 10% hautsächlich ältere Menschen kommt es zu der gefürchteten Hirnhautentzündung.
An einer FSME erkranken jährlich ca. 250 Menschen in den Risikogebieten in Süddeutschland.
Gegen alle anderen Zeckenerkrankungen, bisher sind ca. 50 bekannt nützt die Impfung nichts!
Die häufigste ist die Borreliose mit ca. 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr in "ganz" Deutschland, die zu einer lebenslangen schweren chronischen Erkrankung führen kann. Außerdem sind ca. 9% aller Zecken mit Rickettsien (Fleckfieber) bei uns infiziert. Ebeneso oft mit Anaplasmen (Ehrlichien), Babesien (Malaria ähnlich), Coxiella burnetii (Q-Fieber), Tularämei (Hasenpest), Bartonellen (Katzenkratzkrankheit) und vieles mehr.
Gegen die ganzen z.T. viel häufigeren Erkrankungen ist eine Impfung wirkungslos !!!
An Borreliose sterben wesentlich mehr als an FSME, bei denen es max. mal 1-2 Toderfälle gibt.

Milo
 
liebe milo,
wir laufen uns aber auch oft über den weg,lach. so wie du das beschreibst habe ich das auch gehört. also ist meine frage beantwortet, und man braucht das höchsten in den risikogebieten,aber nicht hier. kann man sich schenken. sag ich doch, wir nehmen doch genug medis, oder?
grüße gini :a_smil08:
 
Man kann das Viech auch einschicken und untersuchen lassen.
"http://www.zeckenuntersuchung.de/"

Unbedingt beachten sollte man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen, hauptsächlich betreffs der Kleidung.
Sensibel reagieren die Zecken auf Körperwärme und Geruch. Beziehungsweise, das lockt sie an.
Wichtig ist darauf zu achten, daß sich um die Bißstelle kein rötlicher Entzündungskreis bildet und daß sie mit einer Körperwarmen Pinzette herausgezogen werden. Sind die aus Metall vorher anwärmen sonst "wird der Zecke schlecht und sie speit Speichel in die Bißstelle" - echt !!

Alle Urlaubsgebiete haben soclhe Informationsstellen bzw. Schriften.

Ja denn schönen Urlaub trotzdem...."merre"
 
Wir hatten letztes Jahr hier in Berlin eine Borreliose.
Die war bei meinem Mann.
Von wegen Risikogebiete.........
 
hallo gitta,
die borreliose kann überall aufreten. da kann man nicht gegen geimpft werde. mit risikogebieten ist gemeint, dort wo die zecken haubtsächlich fsme übertragen. borreliose kannst du dir in jeder stadt einfangen von einer zecke.
lg gini
 
:(

Hallo
Ich kann nur bestätigen das es die Zecken überall
gibt.Ich habe meine Diagnose Mittwoch bekommen :
Borreliose

LG
Tulpenstrauss
 
hab gerade gesehen liebe gitta hast du ja auch selber schon geschrieben. dann verstehe ich deinen satz jetzt glaub ich gar nicht mehr. hat jemand gesagt, das man in einer großstadt keine borreliose bekommen kann?
vielleicht hab ich aber auch nur alles wieder falsch verstanden, haha!
lg, gini:a_smil08:
 
Hi Gini,
auch eine Großstadt hat Wiesen und Grünflächen.
Hier gibt es reichlich davon.;)
Es war neulich eine Sendung im,na wo,Ferhnseh und
da sagten sie,man soll sich nicht mehr darauf verlassen,
von wegen Risikogebiete.Auch FMSE ist weiter verbreitet,
ale viel denken.Manchmal merken die Menschen ja nicht mal,
das sie eine Zecke haben.Wenn dann eine Hirnhautentzündung
als Diagnose da steht,denkt kaum einer an diese kleinen
Krabbeltiere,die dann merkwürdig groß werden.
Biba
Gitta
 
meine letzte Impfung war 2012
bek9omme jetzt mab tehra,soll ich mich zecken wieder impfen lassen,nach 3 jahren.
der HA sagte mal die wirkung dauert e viel länger wie 3 jahre.
wie sind eure erfahungen?lg
 
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