wer noch muss, könnte jetzt noch.
Der Beitrag hat nen Zwilling 
Teil 1
Wer kennt nicht irgendeinen Bekannten oder einen Kollegen, der davon berichtet hat, dass ihm ein Mittel einmal super geholfen hat.
Viele sicherlich. Ich auch.
Aber bei wie vielen anderen Menschen hat das Mittel nicht geholfen?
Gibt es vielleicht auch Menschen darunter, denen es geschadet hat?
Können Kranke das Mittel gefahrlos nehmen?
Auch Kinder und alte Menschen?
Passt das Mittel zu denen, die ich sonst noch einnehme?
Ist es wichtig das zu wissen, bevor ich so ein Mittel kaufe?
Keine Firma ist hierzulande verpflichtet die Wirksamkeit ihrer Präparate nachzuweisen und
keine Firma ist verpflichtet die Wechselwirkungen zu überprüfen
solange sie ihr Produkt „Nahrungsergänzungsmittel“ nennt!
Das ist die Freifahrkarte aus der Verantwortung! Wir sind selbst verantwortlich dafür, wenn wir diese Produkte kaufen und zu uns nehmen.
Fakt ist:
Auch Substanzen aus Pflanzen können Wechselwirkungen eingehen, die einem Menschen zum Verhängnis werden können. Opium ist übrigens auch rein pflanzlich.
Mit dem Wort „pflanzlich“ wird uns sanft, schonend und mild, heilend vorgegaukelt.
Das sind alles positive Worte. Niemand, der verkaufen will, würde in dem Zusammenhang von der Chemie einer Pflanze reden. Aber es gibt sie dennoch!
Hier habe ich noch mal einen Link. Wer sich informieren möchte, ob sein Produkt zu den Wunder-Mittelchen zählt kann da nachschauen.
Der Absatz: So erkennen Sie Schwindelprodukte ist sehr aufschlussreich.
http://www.netdoktor.de/medikamente/fakta/wundermittel.htm
:coffee: So jetzt ein Käffchen und wer will kann dann noch weiterlesen
Teil 2 Eine wahre Geschichte
In Jerusalem entdeckte einmal ein erfahrener Arzt durch Zufall die besondere Eigenschaft einer wunderbaren Substanz.
Einer seiner Patienten konnte vor Schmerzen schon seit vielen Tagen und Nächten nicht mehr schlafen. Er litt an einer entzündlichen Hauterkrankung. Der Arzt gab ihm einige Tabletten eines harmlosen Beruhigungsmittels, damit dieser wenigstens eine ruhige Nacht verbringen konnte.
Zu seiner Überraschung waren von dem Beruhigungsmittel am nächsten Morgen auch die entzündlichen Hauterscheinungen sehr viel besser geworden.
Heute wird dieses wunderbare Mittel auch bei Krebs und Aids erfolgreich eingesetzt. Und was Rheuma geplagte interessieren dürfte:
Es wirkt auf einen Entzündungsfaktor, der bei vielen Autoimmunkrankheiten eine wichtige Rolle spielt: der Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha.
Das Medikament wurde in der jüngeren Vergangenheit auch bei einer Reihe anderer schwierig behandelbarer Hauterkrankungen eingesetzt, z. B. bei Geschwüren der Mundschleimhaut, bei Morbus Behcet. Es wirkt auch bei Mundgeschwüren, dem sogenannten Wasting-Syndrom (Erkrankung mit ausgeprägter Abmagerung), HIV-assoziierten Durchfällen und beim Kaposisarkom.
Kennt jemand dieses Mittel? Ich ja, es ist das frühere Contergan, mit dem Wirkstoff Thalidomid. Wenn mir heute jemand Contergan gegen meine Entzündungen verordnen würde, hätte ich ganz schön mit Vorurteilen zu kämpfen. Gerade, wenn ich mich umhören und umfragen würde, erzählte mir doch jeder von den verkrüppelten Menschen. Das würde mich ganz schön abschrecken.
Warum ich das schreibe? Contergan war früher ein harmloses Beruhigungsmittel, das rezeptfrei zu haben war. Ein Wundermittel eben. Keiner wollte mehr Psychopharmaka zur Beruhigung einnehmen.
Nach dem Contergan-Skandal rollte in der Wirtschaft die Welle „Rein pflanzlich schadet nicht“ an. Auch Wellnessprodukte schließt das heute mit ein, die verbunden mit der Kosmetikindustrie immer noch für schwindelerregende Umsätze sorgen.
Schlimm daran finde ich, dass es immer schwieriger wird unverfälschte und vollständige Informationen zu angebotenen Mittelchen zu bekommen. Wir werden immer mehr Opfer der Wirtschaftspsychologie. Und das finde ich zum

Danke für die Aufmerksamkeit! Ich hoffe ich habe euch nicht all zu sehr mit dem langen Thread strapaziert.
END
Teil 2 mit Textauszügen aus Quelle: Arte Contergan, Thalidomid heute von Dr. Ralph Naumann, Facharzt für Innere Medizin auf:
http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/Contergan/977226.html
Der Beitrag hat nen Zwilling Teil 1
Wer kennt nicht irgendeinen Bekannten oder einen Kollegen, der davon berichtet hat, dass ihm ein Mittel einmal super geholfen hat.
Viele sicherlich. Ich auch.
Aber bei wie vielen anderen Menschen hat das Mittel nicht geholfen?
Gibt es vielleicht auch Menschen darunter, denen es geschadet hat?
Können Kranke das Mittel gefahrlos nehmen?
Auch Kinder und alte Menschen?
Passt das Mittel zu denen, die ich sonst noch einnehme?
Ist es wichtig das zu wissen, bevor ich so ein Mittel kaufe?
Keine Firma ist hierzulande verpflichtet die Wirksamkeit ihrer Präparate nachzuweisen und
keine Firma ist verpflichtet die Wechselwirkungen zu überprüfen
solange sie ihr Produkt „Nahrungsergänzungsmittel“ nennt!
Das ist die Freifahrkarte aus der Verantwortung! Wir sind selbst verantwortlich dafür, wenn wir diese Produkte kaufen und zu uns nehmen.
Fakt ist:
Auch Substanzen aus Pflanzen können Wechselwirkungen eingehen, die einem Menschen zum Verhängnis werden können. Opium ist übrigens auch rein pflanzlich.
Mit dem Wort „pflanzlich“ wird uns sanft, schonend und mild, heilend vorgegaukelt.
Das sind alles positive Worte. Niemand, der verkaufen will, würde in dem Zusammenhang von der Chemie einer Pflanze reden. Aber es gibt sie dennoch!
Hier habe ich noch mal einen Link. Wer sich informieren möchte, ob sein Produkt zu den Wunder-Mittelchen zählt kann da nachschauen.
Der Absatz: So erkennen Sie Schwindelprodukte ist sehr aufschlussreich.
http://www.netdoktor.de/medikamente/fakta/wundermittel.htm
:coffee: So jetzt ein Käffchen und wer will kann dann noch weiterlesen
Teil 2 Eine wahre Geschichte
In Jerusalem entdeckte einmal ein erfahrener Arzt durch Zufall die besondere Eigenschaft einer wunderbaren Substanz.
Einer seiner Patienten konnte vor Schmerzen schon seit vielen Tagen und Nächten nicht mehr schlafen. Er litt an einer entzündlichen Hauterkrankung. Der Arzt gab ihm einige Tabletten eines harmlosen Beruhigungsmittels, damit dieser wenigstens eine ruhige Nacht verbringen konnte.
Zu seiner Überraschung waren von dem Beruhigungsmittel am nächsten Morgen auch die entzündlichen Hauterscheinungen sehr viel besser geworden.
Heute wird dieses wunderbare Mittel auch bei Krebs und Aids erfolgreich eingesetzt. Und was Rheuma geplagte interessieren dürfte:
Es wirkt auf einen Entzündungsfaktor, der bei vielen Autoimmunkrankheiten eine wichtige Rolle spielt: der Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha.
Das Medikament wurde in der jüngeren Vergangenheit auch bei einer Reihe anderer schwierig behandelbarer Hauterkrankungen eingesetzt, z. B. bei Geschwüren der Mundschleimhaut, bei Morbus Behcet. Es wirkt auch bei Mundgeschwüren, dem sogenannten Wasting-Syndrom (Erkrankung mit ausgeprägter Abmagerung), HIV-assoziierten Durchfällen und beim Kaposisarkom.
Kennt jemand dieses Mittel? Ich ja, es ist das frühere Contergan, mit dem Wirkstoff Thalidomid. Wenn mir heute jemand Contergan gegen meine Entzündungen verordnen würde, hätte ich ganz schön mit Vorurteilen zu kämpfen. Gerade, wenn ich mich umhören und umfragen würde, erzählte mir doch jeder von den verkrüppelten Menschen. Das würde mich ganz schön abschrecken.
Warum ich das schreibe? Contergan war früher ein harmloses Beruhigungsmittel, das rezeptfrei zu haben war. Ein Wundermittel eben. Keiner wollte mehr Psychopharmaka zur Beruhigung einnehmen.
Nach dem Contergan-Skandal rollte in der Wirtschaft die Welle „Rein pflanzlich schadet nicht“ an. Auch Wellnessprodukte schließt das heute mit ein, die verbunden mit der Kosmetikindustrie immer noch für schwindelerregende Umsätze sorgen.
Schlimm daran finde ich, dass es immer schwieriger wird unverfälschte und vollständige Informationen zu angebotenen Mittelchen zu bekommen. Wir werden immer mehr Opfer der Wirtschaftspsychologie. Und das finde ich zum


Danke für die Aufmerksamkeit! Ich hoffe ich habe euch nicht all zu sehr mit dem langen Thread strapaziert.
END
Teil 2 mit Textauszügen aus Quelle: Arte Contergan, Thalidomid heute von Dr. Ralph Naumann, Facharzt für Innere Medizin auf:
http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/Contergan/977226.html
gibt’s zur Zeit serverfrisch von Doegi; die kannst du rechts neben dem Kommentarfenster anklicken.